Montag, 21. März 2011

Kerzerslauf - Nicht schlecht gelaufen

Zum Glück bin ich frühzeitig nach Kerzers abgefahren. Lange Schlagen bei der Startnummernausgabe und überfüllte Garderoben machten die ganze Vorbereitung etwas stressig. Dass die Parkplätze weit weg von der Startnummernausgabe liegen ist bekannt und ich habe extra etwas mehr Zeit für die Anreise eingeplant.

Mit der für mich nicht gerade idealen Wetterprognosen war ich am Morgen nicht besonders motiviert ein Rennen zu laufen. Innerlich habe ich mich schon auf Regen und viel Wind eingestellt. Es wird also ein taktisches Rennen. Auch der Formstand war ein grosses Fragezeichen und ich hatte keine Ahnung, welche Laufzeit ich erwarten durfte.

Wie erwartet hatte ich schon ab dem Start mit der Bise mühe. Danke meiner Veloerfahrung gelange es mir recht gut, mich im Feld zu verstecken. Die ersten drei Kilometer waren für mich aber schon sehr hart. Ich dachte schon daran, dass ich den Lauf nicht durchstehe und möglicherweise sogar frühzeitig aussteigen muss. Nach einer flacheren Passage gelang es mir zum Glück mich etwas zu erholen und siehe da, von da an fing es an zu laufen.
Grosse Angst hatte ich vor diesem Golaten-Stutz. Ich bin ja nicht gerade als super Bergläufer bekannt. Ich habe mich schon darauf eingestellt dort etwas Zeit zu verlieren, dafür aber in letzten flachen Stück nochmals zu zulegen. Das ist die grösste Überraschung dieses Rennens: Am Stutz machte ich mit Leichtigkeit einige Ränge gut, dafür fehlte es im Flachstück noch etwas an Tempofestigkeit.
Im Moment wage ich es immer noch nicht, 100% Vollgas zu geben. Da ist innerlich immer noch eine Blockade und ich darf mich nur langsam an die maximale Belastung heranwagen. Ein Zuviel wäre jetzt fatal. Dafür sind aber die Vorbereitungsrennen ja da, um genau dies auszuloten.

Meine Endzeit von 52:31 Minuten liegt etwas 1-1/2 Minuten über meiner bisherigen Bestzeit in Kerzers. Hochgerechnet auf den GP könnte das etwa einer 56er-Zeit entsprechen. Die Form scheint also schon zu passen, auch wenn ich noch ein Mako im Topspeed habe. Mein Ergebnis ist der 33. Rang (over all) und überraschenderweise der Kategoriensieg in der Alterklasse M45.

Viele Grüsse
Martin


Freitag, 18. März 2011

Kerzerslauf

Morgen werde ich am Kerzerlauf dabei sein. Es ist mein erster Formtest in diesem Jahr und ich bin gespannt und auch etwas nervös wie ich abschneiden werde. Mein Fomstand ist im Moment noch ein grosses Fragezeichen. Das Laufgefühl ist recht gut und in den letzten Wochen ist meine Form spürbar gestiegen, die Trainingszeiten sind aber nicht immer im gewünschten Bereich. Nach Kerzers werde ich schlauer sein, dafür sind ja die Vorbereitungsrennen gedacht. Einfach schauen was unter Wettkampfbedingungen geht.


Die Stecke in Kerzers liegt mir nicht besonders, deshalb macht es auch keinen Sinn die Erwartungen all zu hoch anzusetzen. Die Devise ist halt immer noch: nicht wieder neue gesundheitliche Probleme verursachen. Die Schmerzen in meiner Leiste sind nicht mehr schlimm und wenn ich etwas Sorge trage, sind sie bis Zürich völlig weg.

Viele Grüsse
Martin

Samstag, 12. Februar 2011

Angemeldet für Zürch

So, jetzt bin ich für den Zürich Marathon angemeldet - es gibt kein zurück mehr (schmuntzel) und der Saisonhöhepunkt ist gesetzt. Es hat mich sehr geehrt, dass ich vom Organisator einen Elitestartplatz angeboten erhalten habe. Ich musste nicht lang überlegen und die Anmeldung habe ich umgehend eingeschickt. Das Ziel ist klar, auch wenn es fast nach den Sternen gegriffen wirkt, möchte ich dennoch versuchen die 2:30 Stunden Marke zu knacken. Sicherlich, die Changen sind nicht sehr gross. Aber es wäre schade es nicht trotzdem zu versuchen. Es muss einfach alles Stimmen. Gute Form, keine Verletzungen und ideale Verhältnisse. Das letzte kann ich leider nicht beeinflussen. Falls Petrus mein Blog liest hier mein Wunschzettel für den 17. April: ich  möchte milde 16 - 18 Grad, trocken, sonnig und absolut keeeein Wind.


Auch wenn meine Ödem im linken Fuss immer noch nicht wesentlich besser ist und die rechte Hüfte immer noch schmerzt, gibt es im Moment von ärztlicher Seite kein "no go". Ich gehe davon aus, dass die beiden Problemstellen bis April weg sind. Auch wenn ich im Moment im Training noch nicht volles Tempo laufen kann, sind doch schnelle Trainings möglich und die erreichten Trainingswerte sind in diesem Stadium der Vorbereitung bereits recht zuversichtlich. Die ganze Barfusslauf-Geschichte hat sich bewährt und ich schaffe es immer besser, insofern ich mich auf die Technik konzentrieren kann, die Trainings ohne Verschlimmerung der schmerzenden Stellen zu absolvieren. Wie gesagt, voll drauf hauen geht noch nicht.

Viele Grüsse
Martin

Sonntag, 9. Januar 2011

Es geht schon wieder etwas besser

Die genaueren Untersuchung meines linken Fusse durch einen Spezialisten hat zum Glück keine besorgniserregende Diagnose ergeben. Ein Ermüdungsbuch kann weitgehend ausgeschlossen werden. Der Fuss ist immer noch geschwollen, es scheint aber ein einfaches Ödem zu sein, dass etwas länger dauert bis es weg ist. Schmerzen habe ich zum Glück in diesem Bereich keine.
Dafür hat sich die Leiste wieder verschlechtert. Ich habe immer noch die Schmerzen auf der rechten Seite. Die Psychotherapeutische Behandlung wirkt scheinbar nur recht langsam. Immerhin hat sich der schmerzende Bereich etwas verschoben. Der Körper scheint also auf die Behandlung zu reagieren.
Im Moment gehe ich davon aus, dass mein Saisionziel für 2011 möglich ist und ich am Zürich-Marathon teilnehmen kann. Der 16-Wochen Trainingsplan für Zürich hat bereits angefangen. Ich möchte genug Vorbereitungszeit einplanen, damit die Umfangssteigerungen von einer Woche zur anderen nicht zu gross ausfallen. Die geplante regenerative Phase im Dezember hat ja nicht wie gewünscht funktioniert und ich muss mich jetzt trotz Vorbereitung noch etwas erholen. Für den Januar war die Teilnahme am Berner Cross vorgesehen. Jetzt werde ich mich erst kurz vor den Rennen über die Teilnahme entscheiden.

Viele Grüsse
Martin

Samstag, 1. Januar 2011

Alles Gute zum neuen Jahr

Ich wünsche allen meinen Lesern alles Gute zum neuen Jahr, viel Glück und beste Gesundheit.

Die letzten Monate war ich etwas in der Versenkung verschwunden. Viel Stress und einmal mehr, mehrere gesundheitliche Probleme, haben mir die Freude am Schreiben etwas genommen. Nun möchte ich das neue Jahr mit einer guten Tag beginnen und wieder einmal etwas von mir hören lassen.

Nach der Gurten Classic habe ich nur noch am Steinhölzli-Lauf teilgenommen. Ein Rennen dass mir nicht besonders liegt, erst recht nicht bei den Verhältnissen in diesem Jahr. Es hatte knöcheltiefen Schnee und die ganze Strecke war mehr oder weniger eine Rutschpartie. Da half auch das grosse Engagement des Organisators nicht mehr viel. Ein Wunder, dass das Rennen überhaupt durchgeführt werden konnte. Zu dem bereits schwierigen Verhältnissen habe ich mich auch noch mit meiner Schuhwahl völlig vertan. Obwohl ich in "weiser Voraussicht" mehrere Schuhpaare im Auto hatte, habe ich genau das Modell erwischt, dass  im Schnee überhaupt nicht hielt. Als ich das Malheur bemerkte war es zu spät, es dauert nur noch wenige Minuten bis zum Start. Am Schluss war es nicht überraschend, dass meine Laufzeit absolut schlecht war. Zu aller Schmach wurde ich noch darauf angesprochen: Es sei mir sichtbar nicht gut gelaufen ob ich verletzt sei oder so.
Der Verdacht auf Verletzungen lag gar nicht so weit. Die schlechte Zeit lässt sich damit aber nicht entschuldigen. Tatsächlich hatte ich wieder die Schmerzen in der Leistengegend und bereits seit Mitte November einen dick geschwollenen linken Fuss. Dann kamen auch noch stechende Schmerzen in der rechten Fusssohle dazu. Zumindest moralisch war ich ziemlich am Boden.

Betreffend den Leistenprobleme bin ich jetzt in Behandlung bei einem super Physiotherapeuten. Das Problem ist noch nicht ganz weg und zeitweise wurde es beim Laufen auf den vereisten Strassen sogar so schlimm wie noch nie, trotzdem bin ich zuversichtlich, dass die Schmerzen mittelfristig weggehen. Jetzt mache ich schön brav meine verordneten Übungen und versuche mich zu schonen.

Mein linker "Elefantenfuss" macht mir die grössere Sorgen. Die bei bezogenen Sportärzte sind in diesem Fall bisher ratlos. Der Fuss ist im vorderen Bereich stark geschwollen, ich verspüre aber keine Schmerzen. Jedenfalls bis vor kurzem nicht. Seit zwei Tagen habe ich ein leichtes Ziehen im geschwollenen Bereich. Zum Glück, denn so paradox wie es sich anhört, die Schmerzen helfen bei der Diagnose besser die Ursache zu finden. Ermüdungsbruch ja oder nein ist die Frage. Wenn ja dürfte ich während 6 Wochen nicht mehr belasten. Weil der Fuss dermassen komplex aufgebaut ist, gibt es aber hunderte von weiteren Gründen für die Schwellung. Nächsten Mittwoch habe ich einen Termin bei einem Fussspezialisten und hoffe, dass ich endlich eine Antwort erhalte.

Eins liegt mir am Herzen: ich werde oft auf mein Befinden angesprochen und die Standardreaktion auf meine gesundheitlichen Probleme ist das Vorurteil "Du bis übertrainiert". Interessanterweise habe ich die grössten Probleme in der Trainings reduzierten Zeit. Wenn ich in der heissen Marathonvorbereitungsphasen bis zu 160km wöchentlich laufe, geht es mir tipptopp. Ich treibe ja bereits seit längerem Sport und habe in den Jahren auch als Radrennfahrer gelernt, auf die Körpersignale zu hören und vor allem ihnen zu folgen.
Auch wenn ich eine kleine Pause verordnet erhalte, ist es für die Saison Vorbereitung nicht zu spät und ich kann bestimmt meine Lieblingsrennen laufen.

Happy New Year
Martin


Sonntag, 7. November 2010

Gurten Classic

Die Gurten Classic findet ja praktisch vor meiner Haustüre statt. Deshalb habe ich mich in diesem Jahr entschieden, den Gurten auch mal rennmässig zu erklimmen. Das Rennen selber bin ich noch nie gelaufen, aber die meisten Teile der Strecke sind mir von Biketouren und Sonntagsspaziergängen bekannt. Das es am Rennen kein Spaziergang wird, war mir schon bei dem ersten Aufstieg bewusst. Ähnlich wie am Jungfrau-Marathon im letzten Jahr musste ich wieder einmal feststellen, dass ich nicht unbedingt fürs Berglaufen gemacht bin. Im Vergleich zu den Flachstücken, wo ich meist gut aufdrehen kann, verliere ich, wenn es steil bergauf geht, meist etwas Zeit. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich solch steile Stücke nie trainiere. Ausgerichtet auf ein Marathon bringen die steilen Trainings meines Erachtens nicht viel.
Dafür läuft es auf der Ebene im Moment sehr gut. Das Barfuss-Training zeigt schon erste Wirkungen und mein Laufstiel ist noch einmal viel lockerer und so gesehen natürlich auch ergonomischer geworden.

Wie von der Wetterprognose vorausgesagt, hat es genau bei Rennbeginn angefangen zu Regnen. Am Anfang nur leicht, auf den letzten Kilometer auf dem Gurten dann bereits wie ein kleiner Sturm. Auch heute haben mir Nässe und Kälte zugesetzt. Im Ziel waren meine Hände so stark gefroren, dass ich mich nur mit grosser Mühe umziehen konnte. Dies, trotzdem ich das Rennen mit  Handschuhen und mit Ingwer-Oel eingeriebenen Händen gelaufen bin. Es dauerte mehrere Stunden, bis ich die Hände wieder normal bewegen konnte.

Mit einer Zeit von 1:04:39 wurde ich 5. resp 4. von allen (der schnellste Hansruedi Mathys wurde fehlgeleitet und disqualifiziert). In der Alterkategorie reichte es zum 2. Rang. Martin von Känel ist in der Alterklasse auf solchen Stecken kaum zu bezwingen.

Anfangs Dezember laufe ich noch den Steinhölzli-Lauf und dann ist kein weiteres Rennen für dieses Jahr geplant.

Sportliche Grüsse
Martin

PS - Die Zeilen schreibe ich während dem ich im Fernseher den New York Marathon schaue. Also das wäre schon was, wieder einmal teilzunehmen. Wer weiss, übernächstes Jahr werde ich 50zig :-))



Sonntag, 31. Oktober 2010

Da bin ich wieder

Auweia, es ist schon lange her seit ich mich das letzte Mal auf dem Blog melden konnte. Die vergangenen Wochen seit Berlin war sehr hektisch und zum Teil extrem stressig. Wie immer kommen immer gleich mehrere Dinge auf einmal. Naja, zwei Wochen davon war ich zusammen mit der Familie und Freunden in Sardinen in den Ferien. Da hielt sich der Stress natürlich in grenzen.

Eigentlich hatte ich mich schon wenige Tag nach Berlin weitgehend von den Strapazen erholt. Zu mindest äusserlich. Bis man nach einem Marathon vollständig regeneriert ist, dauert es bekanntlich etwas länger und da darf man sich vom guten Gefühl nicht verleiten lassen und zu früh mit dem harten Training anfangen. So kamen für mich die Ferien optimal gelegen. Bei warmem Wetter konnte ich mich am Strand gut erholen und die eine oder andere Jogging-Tour im Sand war für Beine und Gemüht wie Balsam. 




Natural Running

In der Laufszene wird das natürliche Laufen praktisch durch jede Zeitschrift populär aufgegriffen. Mehr unbewusst habe ich Natural Running schon seit einiger Zeit mit Barfusslaufen am Strand von Gijon (Spanien) - wo man wunderbar im gepressten Sand laufen kann - oder bei uns in Kirchlindach, beim Waldlauf mit den ultraleichten Crossschuhen gelebt. Aber leider nicht ganz so konzequent. Angesteckt durch die neusten Berichte habe ich in den diesjährigen Herbstferien in Sardinien etwas neues ausprobiert. Ohne jegliche Prontationsstütze oder ähnliche Fatures und nur mit einer 4mm dicken Sohle ausgerüstet, habe ich mich mit meinen Beachschuhen vom ersten Versuch über 10 km bis Ende Ferien auf eine Distanz von 24 km gesteigert. Erstaunlich wie einfach das geht. Keine Achillessehnen-Probleme, keine Kniebeschwerden oder ähnliches. Die einzigen Blasen in den Ferien holte ich mir bei einem 28km-Trip als ich mit nicht ganz trockenen Socken in die Laufschuhe gestiegen bin.
Die Katastrophe kam erst zu Hause, als ich wieder die "normal" gedämpften Schuhe verwendete. Ich werde am Natural Running dran bleiben und versuche mit Five Fingers (sehen schäusslich aus) machen.

Burgdorfer Herbstlauf
Ganz spontan habe ich mich für die Teilnahme am Burgdorfer Herbstlauf entschieden. Ich wollte ausprobieren wie gut meine Form nach den Ferien ist. Die Stecke in Burgdorf ist sehr abwechslungsreich und führt zu einem grossen Teil über Wald oder Feldwegen. Mit  der Laufzeit bin ich recht zufrieden. Bei dieser anspruchsvollen Strecke eine 34Minuten Zwischenzeit zu laufen ist nicht schlecht. Mit etwas mehr Steckenkenntnis wäre möglicherweise eine noch bessere Endzeit machbar gewesen.

Die nächsten Wochen werden wieder von der stressigen Sorte sein und ich kann mich vermutlich erst Ende November wieder melden.

Viele Grüsse
Martin