Sonntag, 18. Januar 2026

Langlaufferien im Goms

 Toni hat gemeint, ich soll wieder einmal etwas in den Blog schreiben. Meine Langlauf-Ferien sind eine gute Gelegenheit dazu und es ist schön, einmal nicht von Verletzungen zu schreiben. 

Weil im Hotel ausser in dieser Woche nichts mehr frei war, musste ich die Ferien in die zweite Arbeitswoche des Jahres legen. Ich war auch nahe daran abzusagen, weil es anfangs Jahr nur sehr wenig Schnee hatte. Dann diese Prachtswoche. Bei der Anreise hat es noch geschneit wie verrückt und als ich auf die Loipe ging hat bereits die Sonne gelacht. Sonne dann mehr oder weniger die ganze Woche. Für mich der Hammer weil ich quasi "solargetrieben" bin (bei Sonne bin ich viel leistungsfähiger. Im Gegensatz dazu bei Bise, da läuft ausser der Nase nichts mehr). 

Während dem Jahr trainiere ich nicht speziell fürs Langlaufen. Und mit den Schultern mache ich als Bürogummi sowieso nicht viel. Kein Wunder, dass nach den ersten Trainingstage alle Muskeln schmerzen und ich es fast nicht mehr schaffe, das Leibchen auszuziehen. Geschweige die steile Treppe im Hotel hoch zugehen, sie wird fast zum unüberwindbaren Hindernis. 

Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass es körperlich nicht mehr so schnell geht. Nicht nur das Tempo. Ich brauche länger um fit zu werden resp. zu bleiben. Nach Trainings brauche ich länger um mich zu erholen und wirklich rennmässig laufen geht auch nicht mehr, zu gross das Verletzungsrisiko. Wieso erzähle ich das? Weil in den Langlaufferien etwas passiert ist, dass ich nicht mehr für möglich gehalten hätte. Wieder zurück zu den Schultern. In Steigungen geht es beim Langlaufen nicht ohne kräftigen Armeinsatz. Auch beim Gleiten helfen die Arme die Gleitphase zu verlängern, man wird schneller. Am Anfang der Woche musste ich meine Arme noch schonen. Ich hatte sogar Angst eine Schleimbeutelentzündung oder etwas ähnliches zu holen. Und dann das, ich konnte innerhalb einer Woche mit täglich 35 - 47 km und einer schweren Überbelastung die Kraft in den Armen so verbessern, dass ich sogar Abschnitte im Doppelstock und lange Phasen im 1:1 laufen konnte (1:1 = Armeinsatz bei jedem Schritt / links - rechts). Ich hätte nicht erwartet in meinem Alter so Kraft aufbauen zu können. Jetzt geht es weiter. Mein Ziel, auch in den Sprunggelenken wieder Kraft aufzubauen. Und dann sollte auch das Joggen wieder schneller gehen. 




Mittwoch, 4. Juni 2025

Tag 68 nach Achillessehnen-Verletzung

 Die 68-Tage-Regel als Schonungszeit nach einer Achillessehnen-Verletzung scheint sich zu bestätigen. Auch dieses Mal geht es nach über 9 Wochen plötzlich deutlich besser. Nach so langer Laufabstinenz fängt man wieder bei Null an. Jetzt muss ich meine Tipps, die ich sonst Laufeinsteiger gebe, selber einhalten. Dass heisst, nur kurze Belastungen, mehr Traben als Rennen und immer wieder etwas Spazieren. Die Belastung heute war 23 Minuten. Schmerzen habe ich keine resp. nur ein leichtes Ziehen im Schollenmuskel. Jetzt muss ich schauen, wenn ich morgen schmerzfrei bin, kann ich wieder ein kurzes Training wagen. 

Ein paar ganz kleine Probetrainings konnte ich zuvor schon absolvieren. Spannend dabei war der Einfluss der Laufschuhe. Mit den Adidas adizero Pro (Carbon-Schuhe) ging es am besten. Mit den Nike Fly 6 hatte ich wieder mehrere Tage Schmerzen. Ich vermute der Grund liegt in den harten Fersenkappen bei den Nikes. Auch die Adidas Adios waren viel zu direkt. Ganz ohne Dämpfung geht noch nicht. 

Immerhin konnte ich als Ersatztraining vermehrt aufs Rennvelo. Das schöne daran, ich bin jetzt auch technisch wieder besser auf dem Velo. Fast wie früher, zu meiner Radrennzeit. Aber auch auf den Velo spürt man das Alter. Bergauf fehlen schon ein paar KW. Weniger Freude habe ich an den Auswirkungen auf den Laufstil. Irgendwie habe ich mir diesen für Velofahrer typische "Stemmschritt" angewöhnt. Das bringe ich bestimmt wieder weg. 


Nachtrag

bei meiner letzten Achillessehnen-Verletzung hatte ich die 68 Tage am 07.06.2021 erreicht. Also fast auf den Tag genau gleich wie dieses Mal. 

Sonntag, 11. Mai 2025

Tag 45 nach Verletzung / GP Ersatztraining

 Anstatt selber laufen mindestens den GP schauen gehen. Nur zuschauen tat der Seele schon ziemlich weh. Zu gerne wäre ich auch dabei gewesen, auch wenn die Form weit weg von früher ist. Immerhin hatte ich viele Erinnerungen an alte GP-Zeiten und konnte ein paar "alte" Laufkollegen anfeuern und zwei Bürokollegen waren auch dabei. 

Am Mittag bin ich noch quasi als Ersatz-GP eine 6.5km-Runde gewalkt. Man muss sich das wie ein Speed-Walking vorstellen, es geht ziemlich zur Sache. Die Achillessehne hat das Training gut verkraftet. Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, dass das Gehen die Skelett nahe Muskulatur und somit die Stützphase beim Laufen sehr gut fördert. Wenn man immer nur joggt, werden diese Muskelabschnitte zu wenige trainiert und eine Dysbalance ist mit der Zeit fast vorprogrammiert.

Jetzt sind es 45 Tage seit meiner Verletzung. Heute ist super Wetter und ich gehe aufs Velo. Wenn es weithin so gut geht, kann ich auf Ende der Woche einen weiteren Laufversuch machen. 

Freitag, 11. April 2025

Achillessehne überlastet

Schmerzen an der Achillessehne: Was tun bei Achillodynie?


Nachdem ich mit dem aktiven Laufen aufgehört habe ist mein Blog definitiv zum Verletzungstagebuch mutiert. Verletzungen können ja auch irgendwie sportlich genommen werden. Naja, macht nicht wirklich Spass. 

Meine neustes "Sammelstück": einmal mehr die Achillessehne. Und schon wieder aus dem heiteren Himmel. OK, etwas "Guzzi" hatte ich schon gegeben, aber nichts Besonderes. Auf der gelaufenen Stecke war ich auch schon deutlich schneller. 

Hier meine aktuelle Selbststudie:

Zuerst

In meinem Blog am 9.05.2021 habe ich geschrieben: 

Heute in der Sonntagszeitung gelesen: Die Achillessehne ist die häufigste Ursache bei Fussbeschwerden. Es ist meist eine Überbelastung und nicht eine Entzündung, wie man oft vermutet. Jetzt kommt es: Der Grund ist eine asymmetrische Fehlbelastung durch eine Wackelbewegung des Rückfusses bei falschem Schuhwerk oder unebenen Böden. Schuhe! Klar, ich lief im Winter dauernd mit den Nike Pegasus. Die sind sowas von weich, aber auch wackelig. Mit demVaporfly wäre es noch einmal viel schlimmer. Dann auch das Velofahren. Es kann schon sein, dass der Rückfuss auf dem Velo anders oder eben ungewohnt belastet wird. 

Dieses Mal

In einem anderen interessanten Bericht stand geschrieben, dass die Ursache für Achillessehnen-Probleme meist bei einer länger dauernden Überbelastung liegt. Eine weitere Ursache unpassende Schuhen. Mit den Schuhen habe ich wie immer viel rumprobiert. Es macht halt viel Spass. Wieder einmal stehen die Pegasus im Verdacht. Keine Ahnung wieso ich trotz selbst auferlegtem Verbot immer wieder auf diese Schuhe reinfalle. Vielleicht ein Nike-Gläubigkeit, die aber jetzt vorbei ist. Inzwischen habe ich wieder Adidas entdeckt. Die neusten Adidas-Modelle finde ich super. 

Welche möglichen Ursachen gibt es sonst noch? Auffallend, dass es mich meist erwischt wenn eine kalte Bise weht. Ich bin da schon ziemlich empfindlich. Auch meine Bronchien leiden da immer extrem. Dann ist auch die Sitzerei im Büro nicht das Beste. Gerade jetzt habe ich wieder geschwollen Füsse, fast wie ein Elefant. 

Aus Erfahrung wird es ca. 68 Tage dauern bis ich wieder "lauffähig" bin. Also am 3. Juni. Mit den neusten Behandlungstipps versuche ich die Regenerationszeit etwas zu verkürzen. 
Immerhin kann ich problemlos Radfahren. Das war bei den früheren Verletzungen nicht immer der Fall. 



Dienstag, 31. Dezember 2024

Letztes Training im 2024

Die letzten Tage hatte ich Ferien und genügend Zeit zum Spörteln. Leider hat es in der Region zuwenig Schnee um Langlaufen zu gehen und für nur einen Tag ins Wallis zu fahren ist mir zu zweit. Immerhin war ich einmal bei super Bedingungen auf den Skis. 

Ganz wunderbar ist zurzeit der Wald. Wegen dem Hochnebel hat es eine dicke Firnschicht auf den Bäumen und alles ist schön weiss überzuckert. Wenn die Sonne durch die Nebelschicht drückt, gibt das eine ganz besonders schöne Stimmung. 


Leider hatte ich wieder einen Unfall. Dieses Mal hat hat mich am Weihnachtstag ein Hund in den Oberschenkel gebissen. Ich hatte den Hund von weitem beachtet und auch die beiden Hundebesitzer hatten mich gesehen. Dann zack, eine Attacke aus dem nichts. Am meisten genervt hat mich, dass die beiden Typen es nicht einmal für nötig fanden, sich zu entschuldigen. Nur "der beisst nicht". Ich konnte natürlich nicht mitten auf dem Weg die Hose runterlassen um zu schauen was es gemacht hat. Ich habe beim Joggen auch kein Handy dabei, damit ich den Vorfall hätte dokumentieren können. Die Wunde konnte ich erst zu Hause versorgen. Zum Glück hat mich der Hund nicht voll erwischt, aber er hat schon fest zugebissen (später hatte ich sogar eine "Bläuiälä"). Gut, die beiden Hundebesitzer haben von mir etwas zuhören bekommen und beim Hund habe ich mich im Reflex mit einem Kick revanchiert. 

Der Angriff ist mir schon etwas eingefahren. Im Moment habe ich immer ein ungutes Gefühl wenn ich einem Hund begegne. 

In der Zwischenzeit habe mich mich an den Gedanken gewöhnt, die Wettkämpfe sein zu lassen. Es ist sogar ein sehr befreiender Gedanke. Wobei, trainieren tu ich immer noch "rennmässig". Das schnelle laufen macht einfach viel zu viel Spass. Nachdem ich mir den Laufstil mit diesen ultra gedämpften Schuhen kaputt gemacht hatte, gelingt es mir wieder ganz locker mit den flachen leichten Schuhen zu laufen. Einfach tempofest bin ich nicht mehr. Vielleicht kommt das ja auch wieder. Also keine Rennen mehr, ausser der GP, da werde ich gerne teilnehmen "just for fun"

Sonntag, 20. Oktober 2024

Bremgartenlauf 2024


Kurzfristig habe ich mich für eine Start am Bremgartenlauf entschieden. Grosser Vorteil: die Strecke führt ein paar hunderte Meter an meinem zu Hause vorbei und ... ich kann locker mit dem e-Bike nach Bremgarten fahren. 

Noch nicht ganz fit war Bremgarten als Trainingsrennen gedacht. Ich bastele einmal mehr an meiner Lauftechnik. Wieder mehr über die Sprunggelenke laufen und mein geliebtes Vorauslaufen nur wenn zwingend erforderlich. Mein Ziel ist, mit meinen altersbedingten Möglichkeiten wieder das lockere, an Fliegen erinnernd, Laufgefühl hinzukriegen. 

Betreffend Renntraining war Heute voll verfüllt. Das Wetter war super. Am Ende sogar strahlend blauer Himmel. Auch das Laufgefühl geht langsam wieder Richtung Rennmässig. Dem gegenüber steht die schon wieder viel schwächer Laufzeit. Über ein Minute langsamer als im letzten Jahr ist schon ziemlich frustrierend. 

Im Moment ist es sehr schwer was ich machen soll. Nur rumjoggen reicht nicht für Spitzenresultate. Die Erfahrung wie es schneller gehen, glaube ich zu haben. Lohnt sich der ganze Aufwand nur um ein paar wenige Altersgenossen zu besiegen? Heute war ich happy als 4er gleich nach Hause zu gehen und nicht diesen ewig lange dauernden Rangverkündigungen durchstehen zu müssen. 

Mir ist absolut bewusst, dass es ein grosses Geschenk ist, in meinem Alter so laufen zu können. Das ist nicht selbstverständlich. 

Apropos Bremgartenlauf: Irgendwie war ich völlig falsch gedreht. Dass das Rennen heute stattfindet, war mir erst gestern Samstagmorgen bewusst. Ich hatte irgendwie den Eindruck, dass ich noch eine Woche fürs Vorbereiten habe (Selber Schuld). 

Laufschuhe: Mit der "Morastwahrnung" habe ich mich kurzfristig für die ältesten Vaporfly entschieden. Die sind sowieso End-of-Live und werden bald entsorgt. Halb so schlimm wenn sie etwas schmutzig werden. Inzwischen sind sie übrigens wieder tipp-topp sauber. Das bin halt ich. Die Vaporfly sind ja generell sündhaft teuer. Im Moment bin ich bei 1 CHF pro Kilometer. 

Fötteli kommen dann noch etwas später. 

Samstag, 21. September 2024

Eigentlich wäre Greifenseelauf gewesen

Heute wäre der Greifenseelauf gewesen und einmal mehr kämpfe ich mit Verletzungen anstatt mit meinen Gegnern. 

Vorletzte Woche war ich noch in einem Hoch. Mein intensives Training in Spanien zeigt Erfolge und ich konnte seit langem wieder unangestrengt in einem schnelleren Tempo laufen. 
Die Geschichte zu meiner neuen Verletzung fängt so an: Ich habe im Garten einen wunderschönen Apfelbaum. In diesem Jahr hat es Äpfel wie noch nie. Wenn es regnet oder ein starker Wind weht, fallen immer viele Äpfel zu Boden. Die müssen möglichst rasch weggeräumt werden, da sie sehr schnell faulen. Weil der Baum sehr viele Äpfel hat, hängen die Äste stark nach unten und ohne Kriechen kommt man nicht unten durch. Und genau beim "Korb voller Äpfel unter dem Baum durch tragen" habe ich mich überlastet. Beim anschliessenden Jogging habe ich noch einen darauf gesetzt. Weil es kalt war musste ich mich wärmer anziehen. Wie so ich diese doofe Kompressionsunterwäschen angezogen habe weiss der Teufel. Mit der Kompression auf den bereits angeschlagenen Priformis-Muskel und die Laufbewegung wurde der Ischiasnerv dermassen gequetscht, dass ich tags darauf kaum noch gehen konnte. Socken und Schuhe anziehen war nicht mehr möglich und die Nacht wurde zum Horror. 
In der Zwischenzeit sind die Schmerzen nicht mehr so stark und ich habe es, bei dem tollen Wetter heute, gewagt mit Tim etwas zu Laufen. Nur ganz langsam und mit voller Konzentration auf jeden einzelnen Schritt. Jetzt zieht es im Rücken wieder etwas mehr, trotzdem war es schön draussen gewesen zu sein. Wenn da nicht die tausenden fliegenden Ameisen gewesen wären. Durch einen Schwarm Flugameisen zu laufen macht nicht wirklich Spass.