Toni hat gemeint, ich soll wieder einmal etwas in den Blog schreiben. Meine Langlauf-Ferien sind eine gute Gelegenheit dazu und es ist schön, einmal nicht von Verletzungen zu schreiben.
Weil im Hotel ausser in dieser Woche nichts mehr frei war, musste ich die Ferien in die zweite Arbeitswoche des Jahres legen. Ich war auch nahe daran abzusagen, weil es anfangs Jahr nur sehr wenig Schnee hatte. Dann diese Prachtswoche. Bei der Anreise hat es noch geschneit wie verrückt und als ich auf die Loipe ging hat bereits die Sonne gelacht. Sonne dann mehr oder weniger die ganze Woche. Für mich der Hammer weil ich quasi "solargetrieben" bin (bei Sonne bin ich viel leistungsfähiger. Im Gegensatz dazu bei Bise, da läuft ausser der Nase nichts mehr).Während dem Jahr trainiere ich nicht speziell fürs Langlaufen. Und mit den Schultern mache ich als Bürogummi sowieso nicht viel. Kein Wunder, dass nach den ersten Trainingstage alle Muskeln schmerzen und ich es fast nicht mehr schaffe, das Leibchen auszuziehen. Geschweige die steile Treppe im Hotel hoch zugehen, sie wird fast zum unüberwindbaren Hindernis.
Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass es körperlich nicht mehr so schnell geht. Nicht nur das Tempo. Ich brauche länger um fit zu werden resp. zu bleiben. Nach Trainings brauche ich länger um mich zu erholen und wirklich rennmässig laufen geht auch nicht mehr, zu gross das Verletzungsrisiko. Wieso erzähle ich das? Weil in den Langlaufferien etwas passiert ist, dass ich nicht mehr für möglich gehalten hätte. Wieder zurück zu den Schultern. In Steigungen geht es beim Langlaufen nicht ohne kräftigen Armeinsatz. Auch beim Gleiten helfen die Arme die Gleitphase zu verlängern, man wird schneller. Am Anfang der Woche musste ich meine Arme noch schonen. Ich hatte sogar Angst eine Schleimbeutelentzündung oder etwas ähnliches zu holen. Und dann das, ich konnte innerhalb einer Woche mit täglich 35 - 47 km und einer schweren Überbelastung die Kraft in den Armen so verbessern, dass ich sogar Abschnitte im Doppelstock und lange Phasen im 1:1 laufen konnte (1:1 = Armeinsatz bei jedem Schritt / links - rechts). Ich hätte nicht erwartet in meinem Alter so Kraft aufbauen zu können. Jetzt geht es weiter. Mein Ziel, auch in den Sprunggelenken wieder Kraft aufzubauen. Und dann sollte auch das Joggen wieder schneller gehen.
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