Aktuell trainiere ich immer noch mehrmals pro Woche, aber nur noch "just for fun" nicht mehr auf Wettkämpfe ausgerichtet. Ich laufe sowieso keine Rennen mehr ... ausser der GP. Die ganze Stimmung am GP ist schon etwas Besonderes.
Obwohl sehr früh ausverkauft konnte ich mir nachträglich noch einen Startplatz sichern. Zielzeit so zwischen 1:20 - 1:30 Stunden. Das heisst Startblock E2 also weit hinten. Ich konnte mir so selber etwas den Druck nehmen und die Versuchung umgehen, mich an früheren Zeiten zu Orientieren.
Block E, da ist man bei den Joggern, untrennbaren Pärchenläufer und die meisten, die Ihre Leistungsfähigkeit falsch einschätzen. Ich war vermutlich der einzige "Spitzenläufer" in diesem Block. Das schöne, man ist immer auf der Überholspur. Wobei in der Realität sah das so aus, dass ich oft zum Vorbeilaufen "anstehen" musste und die Läufer waren extrem unberechenbar. Plötzlich stehen bleiben gab es sehr oft, ein Chaos an den Trinkstellen und wehe am Strassenrand waren Freunde oder Bekannte, da wurde plötzlich die Richtung gewechselt.
Vor dem Start und dann auch noch einmal beim Zytglogge wurde ich sogar persönlich von den Speakerinnen erwähnt "in diesem Startblock ist Martin Kühni aus Kirchlindach". Tolle Überraschung, hätte ich niemals erwartet, aber irgendwie doch sehr schön.
Beim Rennen musste ich vor allem am Anfang extrem darauf achten, dass der Puls nicht in den roten Bereich schiesst. Dass heisst nicht über 130. Das eigentliche Problem war nicht der Puls sondern die, wegen dem Asthma reduzierte Atmungsfähigkeit. Weil der Puls etwas schneller reagiert als die Atmung war es einfach über den Puls zu steuern. Die Puls-Uhr war da eine echte Hilfe.
Für mich war faszinieren, dass ich technisch immer noch in der Lage bin, wirklich schnell zu laufen. Das ist bei den Überholmanöver aufgeblitzt. Leider ging dann auch gleich die Atmungsfrequenz rauf und ich musste wieder drosseln. Trotzdem ein tolles Gefühl.
Beim berühmt-berüchtigten Aargauerstalden musste ich wieder auf die Atmung achten und habe nochmals etwas Zeit liegen lassen.
Mit 1:16:14 bin ich eigentlich zufrieden. Vor allem wenn man von meiner Einschätzung von 1:20 ausgeht. Das es anstrengend war, habe ich danach zu Hause gespürt. Ich konnte nicht mal mehr richtig vom Sofa aufstehen.
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