So einfach war es nicht, meine Zeitvorgaben einzuhalten. Man musste den zum Teil heftigen Wind berücksichtigen und ja, ich bin zurzeit wieder in Topform und da ist es nicht ganz einfach das "langsamere" Tempo vom Gefühl her zu finden. Am Anfang war ich viel zu schnell. Wobei, mit dem erwarteten Gegenwind konnte etwas Reserve nicht schaden. Die Reserve hatte ich nach der Streckenhälfte immer noch und musste etwas ungünstig, bergab Richtung Monbijou-Brücke, das Tempo rausnehmen.
Mit Rucksack und Fahne war es einfacher zu laufen, als ich erwartet hatte. Nur bei Starken Windböen zog es ziemlich auf eine Seite und bei KM5 habe ich ein Kameragestell über der Strecke ziemlich touchiert (hätte nicht gedacht, dass die Fahne zu hoch war). Gegenüber einem Renneinsatz, wo auch mal fair die Ellbogen gestellt werden dürfen damit die Ideallinie gehalten werden kann, musste ich mich als Pacemaker höflich zurückhalten.
Zielzeit 1:10 ist ja keine schlechte Leistung. Umso erstaunt war ich, dass "meine" Begleittruppe gar nicht so angestrengt aussah.
Bergauf war es einfacher das richtige Tempo zu finden. Ich habe mich einfach an einem Läufer orientiert, der ziemlich am Schnaufen musste. Vor allem beim Runterlaufen in der Altstadt über die Kopfsteinpflaster merkt man den Unterschied extrem. Mit der richtigen Technik fliegt man quasi über die Steine. Meine Nebenan sind viel mehr herum getorkelt und konnten der Pace nicht mehr folgen.
Alles in allem ein schönes Erlebnis, aber ich bin immer noch die Rennfeile und mache lieber wettkampfmässig mit.
Sonntag, 12. Mai 2019
Samstag, 11. Mai 2019
GP Bern 2019
Heute ist der GP von Bern und ich werde auch am Start sein :-)
Diesmal als Pacemaker für 1h10. Es wird spannend, ich möchte die Zeit möglichst gut einhalten und ein Profil laufen, dass möglichst vielen Läufer hilft ihr Ziel - 1:10 oder schneller zu laufen - zu erreichen. Das es nicht so einfach ist habe ich bei meinen Tempoläufen gestern gemerkt. Es hatte recht viel Gegenwind und auf der Marzili-Stecke schaffte ich mit meiner Pace nur mit Anstrengung einen 4:30er Schnitt. Den GP muss ich durchschnittlich in 4:21 laufen. Das es auch anders geht zeigte meine Marzili-Strecke auf dem Rückweg, mit Rückenwind hatte ich locker 3:50 drauf.
Die schlechte Wetterprognose für heue ist auch etwas schade. Wobei für viel werden es ideale Verhältnisse sein, sofern es nicht stark regnet. Für mich wäre Sonne und Wärme besser gewesen.
Ich wollte heute einen Material test machen. Wenn es zu Nass ist, mag ich nicht meine Rennschuhe (Nike Streak 7) schmutzig machen und werde halt nur die ausgelatschten Trainingsschuhe (Nike Pegasus Turbo) nehmen.
Diesmal als Pacemaker für 1h10. Es wird spannend, ich möchte die Zeit möglichst gut einhalten und ein Profil laufen, dass möglichst vielen Läufer hilft ihr Ziel - 1:10 oder schneller zu laufen - zu erreichen. Das es nicht so einfach ist habe ich bei meinen Tempoläufen gestern gemerkt. Es hatte recht viel Gegenwind und auf der Marzili-Stecke schaffte ich mit meiner Pace nur mit Anstrengung einen 4:30er Schnitt. Den GP muss ich durchschnittlich in 4:21 laufen. Das es auch anders geht zeigte meine Marzili-Strecke auf dem Rückweg, mit Rückenwind hatte ich locker 3:50 drauf.
Die schlechte Wetterprognose für heue ist auch etwas schade. Wobei für viel werden es ideale Verhältnisse sein, sofern es nicht stark regnet. Für mich wäre Sonne und Wärme besser gewesen.
Ich wollte heute einen Material test machen. Wenn es zu Nass ist, mag ich nicht meine Rennschuhe (Nike Streak 7) schmutzig machen und werde halt nur die ausgelatschten Trainingsschuhe (Nike Pegasus Turbo) nehmen.
Sonntag, 24. März 2019
Laufstil-Analyse
Im Moment ist die Abnutzung meiner Schuhe ein Thema das mich sehr beschäftigt. Auslöser sind zwei paar Nike Pegasus 35 die ich beide schon nach kurzer Zeit an der hinteren Sohle "gekillt" habe. Ich bin doch kein Fersenläufer, wieso diese Abnützung?
Auf dem Bild sind jeweils der rechte Schuh von zwei Paar Nike Pegasus
Eine Erklärung ist sicher das Berg-ab-Laufen. Bei aller Freundschaft, aber da ist es fast unmöglich runter zu laufen ohne über den Fuss abzurollen. Das machen die meisten so, auch die Spitzenläufer.
Eine paar interessante Aussagen habe ich beim Recherchieren gefunden. Wichtig, ich spreche von längeren Strassenläufen, nicht von Bahn oder Sprint.
Auf dem Bild sind jeweils der rechte Schuh von zwei Paar Nike Pegasus
Eine Erklärung ist sicher das Berg-ab-Laufen. Bei aller Freundschaft, aber da ist es fast unmöglich runter zu laufen ohne über den Fuss abzurollen. Das machen die meisten so, auch die Spitzenläufer.
Eine paar interessante Aussagen habe ich beim Recherchieren gefunden. Wichtig, ich spreche von längeren Strassenläufen, nicht von Bahn oder Sprint.
- der Fuss senkt auch bei Vorfussläufer für kurze Zeit auf den ganzen Fuss ab.
- Mittel- und Vorfussläufer mit einem flachen Fussaufsatz touchieren bei Schuhen mit hoher Sprengung mit der Aussenkante den Boden bevor sie vollständig aufsetzten.
Im Moment wird der Laufstil von Eliud Kiptchoge als perfekt angeschaut. Natürlich zu Recht, denn vor ihm ist noch niemand einen Marathon so schnell gelaufen. Es gibt jede Menge an Analysevideos, darüber was sein Laufstiel ausmacht. Dabei bin ich auf folgende Bilder gestossen:
Achtet auf die Aussenseite des Schuhs von Eiud Kiptchoge (nach dem Sub-2)
... und schaut mal den Fussaufsatz hier (Berlin Marathon)
Mit etwas Mut kann man sagen, dass mein Fussaufsatz mit dem von Eliud vergleichbar ist (natürlich auf einem völlig anderen Niveau).
Quintessenz für mich: ich bleibe bei meinem Laufstil und verkrafte, dass die tollen Nike Schuhe bereits nach 250km hinüber sind und ein kleines Vermögen kosten. An den Nike Vaporfly 4% wage ich mich mal ran, zumal er CHF 320 kostet und sowieso praktisch nicht verfügbar ist.
Sonntag, 17. März 2019
17.3.2019 GP Tranining als Pacemaker
Es läuft wieder und immer besser. Da bin ich auch motiviert etwas in meinen Laufblog zu schreiben.
Mein Ziel für das Frühjahr sind die 20km von Brüssel. Es fehlt nur noch die Anmeldung für das Rennen (ab 23.3. möglich) sonst ist alles vorbereitet. Brüssel ist am 19.5., also eine Woche nach dem GP von Bern. Beider Rennen schnell zu laufen geht nicht und da möchte ich doch lieber in Brüssel einen guten Eindruck hinterlassen. Mein Freund Vali hatte eine gute Idee: wieso nicht den GP als Pacemaker laufen. Nach langem hin und her habe ich mich als Pacemaker gemeldet und meine Freude ist riesengross, ich wurde berücksichtigt. Noch weiss ich nicht welche Laufzeit ich pacen darf, aber das ist ja nicht so wichtig. Für mich ist es toll, dabei sein zu dürfen.

Heute war das erste GP Training in diesem Jahr. Ich war ja schon öfter am Training. Heute war ich doch etwas nervös. Zum Einen mein erstes Training als echter Pacemaker zum andern war ich nicht sicher ob ich das Tempo selber noch halten kann. Ich wurde für die schnellste Gruppe für 1:10 - 1:12 eingeteilt. Im Training läuft man etwas 10 Minuten langsamer als am Rennen (Verkehr und so). Ich war also bei den potentiellen Stundenknacker. Da hatte ich schon mächtig Respekt ob ich das überhaupt noch drauf habe. Dann war mir wichtig, als Pacemaker die Zeitvorgaben einhalten zu können. Super, beides ist wunderbar geglückt.
Mein Ziel für das Frühjahr sind die 20km von Brüssel. Es fehlt nur noch die Anmeldung für das Rennen (ab 23.3. möglich) sonst ist alles vorbereitet. Brüssel ist am 19.5., also eine Woche nach dem GP von Bern. Beider Rennen schnell zu laufen geht nicht und da möchte ich doch lieber in Brüssel einen guten Eindruck hinterlassen. Mein Freund Vali hatte eine gute Idee: wieso nicht den GP als Pacemaker laufen. Nach langem hin und her habe ich mich als Pacemaker gemeldet und meine Freude ist riesengross, ich wurde berücksichtigt. Noch weiss ich nicht welche Laufzeit ich pacen darf, aber das ist ja nicht so wichtig. Für mich ist es toll, dabei sein zu dürfen.
Heute war das erste GP Training in diesem Jahr. Ich war ja schon öfter am Training. Heute war ich doch etwas nervös. Zum Einen mein erstes Training als echter Pacemaker zum andern war ich nicht sicher ob ich das Tempo selber noch halten kann. Ich wurde für die schnellste Gruppe für 1:10 - 1:12 eingeteilt. Im Training läuft man etwas 10 Minuten langsamer als am Rennen (Verkehr und so). Ich war also bei den potentiellen Stundenknacker. Da hatte ich schon mächtig Respekt ob ich das überhaupt noch drauf habe. Dann war mir wichtig, als Pacemaker die Zeitvorgaben einhalten zu können. Super, beides ist wunderbar geglückt.
Sonntag, 9. Dezember 2018
Ich bin wieder da
Eine Verletzmeldung als letzter Blog-Eintrag macht sich nicht so gut. Zumal es mir wieder besser geht. Ich habe keine Schmerzen mehr. Naja, den Rücken und der Hüftgürtel spüre ich noch etwas, aber nicht mehr schlimm und nicht besorgniserregend. Die Form ist jetzt natürlich ganz unten, dafür das Gewicht ganz oben. Immerhin kann ich wieder trainieren. Heute bin ich 22km bei orkanartigem Wind gelaufen. Mit Rückenwind kamen die Beine fast nicht nach und bei Gegenwind war es fast Krafttraining. Aber es bewegt sich wieder etwas.
Viel Spass machen mir meine Nike-Laufschuhen. Jawohl, ich bin wieder bei Nike gelandet. Die neuen Modelle sind nicht mehr so voluminös und ich kann sie sogar eine halbe Nummer kleiner kaufen. Jetzt sitzen sie wie angegossen.
So wie es mir geht, ist es nicht überraschend, dass wieder erste Gedanken, ein Rennen zu laufen, da sind. GP von Bern vermutlich eher nicht mehr. Zu gross die Frust beim letzten Mal und bei diesem Rennen ist der Druck besonders hoch. Mein Schwager Toni hat mich auf die 20km von Brüssel angesprochen. Ein sehr schönes Rennen im Frühling. Ich bin es noch nie gelaufen und hätte keinen "Zeitdruck" Zudem wären ein paar Tage in Brüssel natürlich der Hammer. Belgische Schokolade selbstverständlich erst nach dem Rennen. Nun überlege ich mir ob ich in Brüssel starten soll und als Vorbereitung das eine oder andere Rennen in der Schweiz laufen soll, ganz ohne Druck.
Sonntag, 28. Oktober 2018
Hilfe, ich brauche einen guten Physio
Eigentlich gibt es nichts Neues zu berichten, ausser das ich immer noch verletzt bin. Laufen geht unter deutlichen Schmerzen nur etwas 2 Kilometer. Es ist schon frustrierend wie lange das jetzt schon dauert. Motivation und Form sind völlig dahin. Ich mag gar nicht mehr darum kämpfen. Immerhin, ich hatte letzte Woche Ferien und bis mehrmals bis max. 6 Stunden gewandert und hatte absolut keine Schmerzen. Einfach Rennen will überhaupt nicht gehen.
Wieso ich dennoch in den Blog schreibe? Es ist halt schon sehr praktisch wenn man die ganze Geschichte später einmal nachlesen kann. Heute schneit es, es ist kalt und ich kann eh nichts unternehmen. Ich habe genügend Zeit um nachzulesen wie es mir bei meinen letzten Verletzungen so ergangen ist. Interessanterweise gab es bei den langwierigen Fällen nie die gleiche Schmerzzonen (aber vielleicht die gleiche Ursache). Eine Gemeinsamkeit fällt auf: es wurde immer erst besser als ich entschied zum Arzt zugehen. Es scheint auch diesmal der einzige Weg zu sein. Nun suche ich einen cleveren Arzt und natürlich einen guten Physiotherapeuten oder Therapeutin. Das ist leider nicht so einfach, weil alle gerne helfen, aber nicht jeder versteht wirklich etwas davon. Ich musste bereits früher etliche sinnlose Therapien über mich ergehen lassen, die vielleicht einer unsportlichen, esoterisch orientierten Person helfen, bei mir war sie wirkungslos und nur "heraus geworfenes Geld".
Wieso ich dennoch in den Blog schreibe? Es ist halt schon sehr praktisch wenn man die ganze Geschichte später einmal nachlesen kann. Heute schneit es, es ist kalt und ich kann eh nichts unternehmen. Ich habe genügend Zeit um nachzulesen wie es mir bei meinen letzten Verletzungen so ergangen ist. Interessanterweise gab es bei den langwierigen Fällen nie die gleiche Schmerzzonen (aber vielleicht die gleiche Ursache). Eine Gemeinsamkeit fällt auf: es wurde immer erst besser als ich entschied zum Arzt zugehen. Es scheint auch diesmal der einzige Weg zu sein. Nun suche ich einen cleveren Arzt und natürlich einen guten Physiotherapeuten oder Therapeutin. Das ist leider nicht so einfach, weil alle gerne helfen, aber nicht jeder versteht wirklich etwas davon. Ich musste bereits früher etliche sinnlose Therapien über mich ergehen lassen, die vielleicht einer unsportlichen, esoterisch orientierten Person helfen, bei mir war sie wirkungslos und nur "heraus geworfenes Geld".
Samstag, 22. September 2018
Greifenseelauf - leider wieder verletzt
Nachdem ich in Spanien hervorragend trainieren konnte und meine Form wieder erfreulich gut war, habe ich mich motiviert entschieden am Greifenseelauf zu starten. Das wäre heute gewesen.
Leider habe ich mich wieder einmal verletzt und muss zu Hause bleiben. Meine früheren Verletzungen waren meist aus "heiteren Himmel" gekommen, ohne das ich das Gefühl hatte, irgend etwas falsch gemacht zu haben. Diesmal ist schon klar, wie ich mir die Schmerzen in den Hamstrings geholt habe.
Zwei Wochen vor dem Rennen fand ich einen guten Zeitpunkt noch einmal ein lockeres und etwas längeres Training zu machen. Weil das Wetter wunderbar schön war zog es mich in die Berge. Ich wollte im Gurnigel-Gebiet eine 24 Kilometer Runde laufen und hatte dafür etwa 2-1/2 Stunden geplant. Leider hatte ich nach dem Morgetepass die Abzweigung auf einen Wanderweg nicht gefunden und bin viel zu weit ins Tal hinunter gelaufen. Am einfachsten war, einfach nach dem Weg zu fragen. Der Senn gab mir einen sehr schlechten Tipp und schickte mich über einen Steilhang den ich auf allen Vieren erklimmen musste. Schon von weitem warte am Ende eine aggressive Gruppe Schutzhunden auf mich. Aus den geplanten 2-1/2 Stunden wurden schlussendlich 4 Stunden. Ich hätte bereits früh eine Abkürzung nehmen können, doch der Kopf gab es nicht zu und ich bin trotzdem die ganze Strecke gelaufen. Vom langen Runterlaufen hatte ich Tage danach ziemlich Muskelkater. Ich konnte fast nicht mehr die Treppe runter gehen und wurde sogar gefragt ob ich Hilfe brauche.
Und jetzt kam der fatale Fehler, denn ich mir gut hinter die Ohren schreiben muss. Trotz Muskelkater habe ich am Dienstag die Tempoläufe gemacht. Nur locker und nicht mit Maximaltempo. Wegen dem Muskelkater habe ich dabei unbewusst die Kraft mehr auf die hintere Beinmuskulatur gelegt. Das war für die Hamstrings einfach zu viel. Blöd ist, dass sich die Hamstrings nur sehr sehr langsam erholen. Da reicht eine Woche nicht.
Jetzt geht es mir schon wieder viel besser und ich kann locker Laufen. Für ein Rennen reicht es aber nicht und für einen Halbmarathon schon gar nicht.
Also: wieder verletzt - selber schuld - und etwas gelernt (in meinem Alter :-) )
Am besten ist es in solchen Situationen auf einen Plan B zu wechseln. Wenn ich mich weiter gut erhole werde ich nun anstelle des Greifenseelauf bei Murten-Freiburg laufen. Da war ich noch nie.
Leider habe ich mich wieder einmal verletzt und muss zu Hause bleiben. Meine früheren Verletzungen waren meist aus "heiteren Himmel" gekommen, ohne das ich das Gefühl hatte, irgend etwas falsch gemacht zu haben. Diesmal ist schon klar, wie ich mir die Schmerzen in den Hamstrings geholt habe.
Zwei Wochen vor dem Rennen fand ich einen guten Zeitpunkt noch einmal ein lockeres und etwas längeres Training zu machen. Weil das Wetter wunderbar schön war zog es mich in die Berge. Ich wollte im Gurnigel-Gebiet eine 24 Kilometer Runde laufen und hatte dafür etwa 2-1/2 Stunden geplant. Leider hatte ich nach dem Morgetepass die Abzweigung auf einen Wanderweg nicht gefunden und bin viel zu weit ins Tal hinunter gelaufen. Am einfachsten war, einfach nach dem Weg zu fragen. Der Senn gab mir einen sehr schlechten Tipp und schickte mich über einen Steilhang den ich auf allen Vieren erklimmen musste. Schon von weitem warte am Ende eine aggressive Gruppe Schutzhunden auf mich. Aus den geplanten 2-1/2 Stunden wurden schlussendlich 4 Stunden. Ich hätte bereits früh eine Abkürzung nehmen können, doch der Kopf gab es nicht zu und ich bin trotzdem die ganze Strecke gelaufen. Vom langen Runterlaufen hatte ich Tage danach ziemlich Muskelkater. Ich konnte fast nicht mehr die Treppe runter gehen und wurde sogar gefragt ob ich Hilfe brauche.
Und jetzt kam der fatale Fehler, denn ich mir gut hinter die Ohren schreiben muss. Trotz Muskelkater habe ich am Dienstag die Tempoläufe gemacht. Nur locker und nicht mit Maximaltempo. Wegen dem Muskelkater habe ich dabei unbewusst die Kraft mehr auf die hintere Beinmuskulatur gelegt. Das war für die Hamstrings einfach zu viel. Blöd ist, dass sich die Hamstrings nur sehr sehr langsam erholen. Da reicht eine Woche nicht.
Jetzt geht es mir schon wieder viel besser und ich kann locker Laufen. Für ein Rennen reicht es aber nicht und für einen Halbmarathon schon gar nicht.
Also: wieder verletzt - selber schuld - und etwas gelernt (in meinem Alter :-) )
Am besten ist es in solchen Situationen auf einen Plan B zu wechseln. Wenn ich mich weiter gut erhole werde ich nun anstelle des Greifenseelauf bei Murten-Freiburg laufen. Da war ich noch nie.
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