Mittwoch, 22. April 2020

Nike Vaporfly 5%

Die "Doping"-Schuhe von Nike waren seit langem auf meiner Wunschliste. Nicht wegen der sagenhaften Zeiten, die man damit laufen kann, sondern weil die Wettkampfschuhe von Nike generell eher schmal sind und fast am besten zu meinen Füssen passen.
Die halbwegs bezahlbaren Nike Zoom Fly 3, die ich gerne fürs tägliche Training verwende, haben wie die Vaporfly eine Carbonplatte, aber ein anders Material für die Zwischensohle, was sie leider sehr sehr schwer macht. Fürs Training nicht so schlimm, für Wettkämpfe völlig undenkbar. Schliesslich soll das Rennen ja Spass machen.
Zurzeit gibt es keine Wettkämpfe, warum dann solche Schuhe jetzt kaufen? Es ist die Verfügbarkeit. Alle wollen sie und es gibt nur wenige Paare pro Grösse. Ich hatte zum Glück sehr schnell bestellt. Eine Stunde später gab es meine Grösse schon nicht mehr und nach einem Tag waren sämtliche Schuhe in allen Grössen weg. Es bleibt also nichts anders übrig als die Augen zu zumachen, nicht auf den Preis schauen, ans schöne Laufen denken und den Bestellknopf drücken.



Der erste Eindruck: Die sind sehr leicht (219gr in meiner Grösse 45.5)! Auch die Qualität kann überzeugen, da hat Nike wirklich alle Register gezogen.
Letzten Samstag war es so weit. Die erste Proberunde mit den Vaporfly. Am Anfang sind gewöhnungsbedürftig anders zu laufen, als die "normalen" Schuhe. Aber schon nach kurzer Zeit findet man die richtige Abstimmung. Langsam laufen geht mit den Vaporfly gar nicht. Auf meiner Testrunde hatte ich ohne grosse Anstrengung eine PB auf einem Strava-Segement geknackt und bin teilweise einen 3:30 Schnitt gelaufen. Das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Gesamtschnitt 4:18 min/km inkl. Einlaufen und einem Drink-Stopp.
Zurück zu Hause war der erste Blick auf die Sohle. Wie sieht sie nach 9km aus? Entwarnung! Es waren nicht die geringsten Abnützungen sichtbar. Die Kilometerleistung der Vaporfly ist gemäss Presse nicht sehr hoch. Etwa 250km sollen es sein. Was etwa einem Preis von einem Euro pro Kilometer entspricht. Da geniesst man jeden Kilometer. Und bei mir halten die Schuhe ja bekanntlich nie sehr lange.

Heute habe ich noch einen interessanten Vergleich gemacht. Ich bin eine längere Stecke mit den New Balance 890 gelaufen. Toller Schuh aber extrem breit. Würde ich nicht mehr kaufen. Jetzt nehme ihn für die Freizeit (habe ich soeben entschieden). Zurück zum Thema. Seit langem habe ich mir heute auf der Garmin Uhr wieder einmal die "Balance der Bodenkontaktzeit" angeschaut und mich hat fast der Schlage getroffen. Fast die ganze Stecke 52.8% links. Das ist im roten Bereich und sehr schlecht.
Dann habe ich das Training mit den Vaporfly verglichen. Siehe da, alles im grünen Bereich mit 50.2% links.

Training
Wie die meisten trainiere ich zurzeit etwas unstrukturiert und mach einfach was gerade Spass macht. Ich geniesse das schöne Wetter trotz Covid. Nur die blöde Bise und die extrem vielen Pollen machen mir zu schaffen. Mein Asthma ist teilweise so schlimm, dass es richtig pfeift und ich nur mit sehr geringer Intensität joggen kann.

Montag, 16. März 2020

COVID-19

Es gibt nur sehr wenige Leute die in der Corona-Zeit ihr "normales" Leben weit führen können. Bei mir ist es Homeoffice und erhöhten Hygienemassnahmen wie bei vielen. Beides halb so schlimm. Trainieren kann ich wie gewohnt. Beim Erwachen des Frühlings macht das Laufen jetzt doppelt so viel Spass.
Schade, dass alle Sportanlässe abgesagt werden. Man versteht es, aber es ist halt doch ziemlich trist. Kein Sport im Fernsehen, keine Radrennen, kein Fussball und um die Olympischen Spiele muss man sich auch schon zittern. Mein heiss geliebter GP steht ebenfalls auf der Kippe. Es kommt mir etwas vor wie eine Verletzungspausen, nur das ich diesmal nicht alleine bin.
Es wäre halt schon spannend gewesen, wie schnell ich ein Jährchen älter gelaufen wäre.
Auch schade, weil ich von Woche zu Woche grosse Fortschritte mache und immer schneller laufen kann. Es geht auch immer besser auf dem Vorfuss. Verletzungsbedingt hatte ich mir ja etwas wie Fersenlauf angewöhnt und es brauchte recht lange um wieder davon weg zukommen. Das geht nicht von einem Tag auf den anderen. Geholfen haben mir auch die neuen Nike Schuhe. Es sind die kleinen Schwesterchen der "Doping"-Schuhe. Man kann damit prima Vorfuss laufen. Aber wehe, man hat nicht die richtige Technik dazu, dann kann der Schuss auch nach hinten los gehen. Nun sind die Schuhe bald abgelaufen und ich musste ein neues Paar organisieren. Passend zur Situation habe ich sie in "Corona"-Grün gekauft :-)



Donnerstag, 30. Januar 2020

Langlauf im Goms

Traditionell bin ich im Goms in meinen Langlauf Ferien. Alles perfekt, ich fahre wieder meine Kilometer. Es ist schön hier einen echten Winter mit ganz viel Schnee zu erleben. Nur etwa 10km weiter unten, Richtung Brig, ist es karg und die Landschaft einfach nur braun-grün.
Wie von Martin nicht anders gewohnt geht es nichts ohne Monstertraining. Am Morgen eine Stunde im Schnee laufen und danach gleich auf die Skis. Heute waren es 56 Langlauf-Kilometer. Etwas hart ich weiss, aber beim Joggen und Skating ist die Belastung anders. Für meine Rennambitionen gar nicht so schlecht. Ich kann meine Grundlagen perfekt trainieren. Der erste Schritt zu tollen Renner-Ergebnissen in diesen Jahr, hoffe ich jedenfalls. Ich bin auf Kurs und gespannt was sich machen lässt.

Sorry, alles auf dem iPhone eingetippt, bitte um Nachsehen wenn es nicht zu Hundertprozent passt.


Sonntag, 1. Dezember 2019

Steinhölzli-Lauf (erstes und letztes Rennen im 2019)

Wer hätte das gedacht, ich habe es geschafft in diesem Jahr noch ein Rennen zu laufen. Das Wetter heute war nicht ganz so "grusig" wie erwartet und während dem Rennen hat es glaube ich gar nicht geregnet, das checkt man unterwegs nicht richtig.
Für den Wiedereinstieg hätte es sicher schönere Rennen gegeben. Aber ich bin irgendwie noch gerne am Steinhölzli-Lauf trotzdem mir die Stecke nicht so gut liegt.
Heute war es recht anstrengend. Nachdem ich fünf Monate nicht trainieren konnte ist es ja auch keine Überraschung. Auch das Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit ist noch nicht vorhanden. Da neigt man halt schon dazu, nicht zu sehr an die Grenzen zu gehen. Zum Beispiel habe ich eine ganze Runde überlegt, ob ich den anderen Ü50-Läufer, der etwa gleich schnell wie ich war, einfach bequem ziehen lassen soll oder mich doch etwas mehr anstrengen und einen Rang gut machen soll. Am Ende war es der Rang für mich :-)
"Nur" der 8. Rang in der AK ist schon etwas ungewohnt. Um wieder ganz vorne mithalten zu können müsste ich 3 Minuten schneller laufen. Ist viel, aber nicht unmöglich. Der Schnitt von 4.08 min/km heute ist praktisch gleich schnell wie meine Pacemaker-Zeit am letzten GP und das war damals sehr gemütlich.
Also freue ich mich, dass die Beine und vor allem die Achilles-Sehne gehalten haben und sehe das als Einladung, jetzt auch im Training wieder harte Einheiten zu laufen. Und wer weiss, vielleicht kann ich bald wieder ins STB-Training gehen.

Donnerstag, 14. November 2019

Ich laufe wieder Rennen :-) Jedenfalls eines :-)

Beim letzten Post habe ich mich noch gefragt ob ich wieder Rennen laufen soll. Heute, ca. einen Monat später habe ich mich für den Steinhölzli-Lauf angemeldet. Naja, vielleicht etwas fantasielos an einem der letzten Rennen der Saison in die Rennszene einzusteigen. Für mich ist es eher ein Neuanfang und ich freue mich auf das Gefühl, wieder einmal eine Startnummer tragen zu dürfen. Natürlich bin ich gespannt ob ich es nach so einem langen Unterbruch noch rennmässig drauf habe. Die letzten Trainings, vor allem diese Woche waren vielversprechend. Ich konnte erstmals wieder richtig Gas geben und bin die Einheiten teilweise unter einem 4er-Schnitt gelaufen. Noch nicht über die ganze Distanz, aber es geht von Mal zu Mal immer etwas besser.
Wenn es gut läuft, kann ich nächstes Jahr sogar wieder längere Rennen laufen. Ich habe da so ein paar Ideen, die aber noch etwas reifen müssen.

Sonntag, 13. Oktober 2019

Soll ich wieder ein Rennen laufen?

Ganz so toll wie im letzten Beitrag geschrieben, war meine Genesung nicht ganz. Ich hatte immer wieder Rückschläge und zu allem Leid noch eine leichte Zerrung am anderen Unterschenkel eingefangen. Während den ersten Ferientage in Barcelona musste ich das Training jeweils abbrechen und auch die ersten Tage nach dem wir nach Gijon im Norden von Spanien gewechselt sind gingen die Trainings nur im "Wander"-Modus. Dann, wie durch ein Wunder, von einem Tag auf den anderen, konnte ich wieder fast problemlos laufen. Noch nicht so schnell, aber immerhin täglich. Blöderweise habe ich mir in der Euphorie und dem steilen Gelände an der Küste den Rücken überbelastet und kann seither nichts Schweres tragen und wenn ich vom Sitzen aufstehen muss, sieht es aus wie bei einem alten Grossvater. Komischerweise beim Joggen geht, ich muss einfach darauf achten keine blöde Bewegung zu machen.


 





In der Zwischenzeit trainiere ich wieder fast täglich. Die Kraft ist nach dem langen Unterbruch komplett weg und ich kann noch nicht schnell laufen. Wobei es auch etwas täuscht. Im 5er-Schnitt traben kann auch anstrengend sein. Oft habe ich im Training bereits Passagen, in denen ich sogar um einen 4er-Schnitt laufe oder schneller.
Klar wird der Aufbau noch lange dauern. Trotzdem habe ich im Moment die Vorstellung, am Steinhölzli-Lauf an den Start zu gehen. Bestimmt nicht so schnell wie früher, aber immerhin wieder einmal mit Startnummer.
Apropos, am ersten Samstag in Gijon war gleich vor der Haustüre ein 6km-Rennen. Ich habe tatsächlich herumstudiert teilzunehmen. Es brauchte viel Willenskraft der Vernunft zu gehorchen und zu verzichten. Beim Zuschauen hatte ich aber schon ein paar Tränen in den Augen.

Wegen meiner Achillessehnenprobleme verzichte ich im Moment auf das Radfahren. Das Velo ist bereits für den Winter eingemottet. Bei dem tollen Herbstwetter wäre es aber schon schön gewesen die eine oder andere Runde zu fahren.
Für den Arbeitsweg habe ich einmal das eBike genommen. Danach schmerzte die Achillessehne wieder. Nicht tragisch, aber ich habe deutlich gespürt, dass das Radfahren meine Achillessehne extrem reizt. Also, im Moment ist der Verzicht aufs Velo keine schlechte Idee.

Samstag, 10. August 2019

68 Tage - und es läuft wieder!!!

Hurra! Grosse Freude herrscht! Es läuft wieder!
Heute konnte ich  problemlos eine Stunde laufen. Naja, nicht ganz problemlos. Die Achillessehne schmerzt zwar nicht mehr, dafür habe ich etwas Muskelkater im Rest der Beine. Scheinbar bin ich mir die Belastung nicht mehr gewohnt  :-))) Aber ehrlich, es ist ein tolles Gefühl.
Irgendwie ist es schon komisch. Es geschieht jetzt zum wiederholten Mal, dass ich nach einer Verletzung warte, übe und alles mache um wieder fit zu werden, bis ich mich letztendlich entscheide zum Arzt zu gehen. Kaum bin ich angemeldet und noch gar nicht beim Arzt gewesen, wird es plötzlich besser. Auch wenn es wieder besser geht bin ich schon froh bei Sibylle gewesen zu sein. Sie ist übrigens selber eine grosse Sportlerin und versteht bestens, wenn ich von meinem Training erzähle (ist ja schon nicht ganz der Standard, in meinem Alter). Die Untersuchung hat gezeigt, wo genau das Problem liegt und auch bestätigt, dass es eine Folge meines Unfalls in Brüssel war. Jetzt kann ich das Problem viel gezielter angehen. Die Achillessehne ist ja immer noch verdickt (10mm anstatt 7mm) und auch wenn es nicht mehr schmerzt muss ich die Behandlung weiterführen.
Ich bin aber schon extrem glücklich wieder laufen zu können ... vielleicht könnte ich ja doch noch einen Halbmarathon .... nein, vergessen wirs ... oder vielleicht doch, wenn es wirklich gut geht ... mal sehen :-)