Samstag, 30. September 2017

Zu schön um wahr zu sein!

Die letzte Woche habe ich mehrmals versucht, vorsichtig etwas zu laufen. Jeweils nach 25 Minuten, dann nach 18 Minuten und am Donnerstag sogar nach 15 Minuten war jeweils Schluss und ich musste spazierend zurück gehen. 

Beim Blick auf die Uhr war ich heute nach 43 Minuten immer noch unterwegs. Kaum zu glauben. Es ist so schön wieder laufen zu können, fast wie neu geboren. Ich nehme gerne den Vergleich mit dem Vögelchen mit den gestutzten Flügel, dass plötzlich wieder fliegen kann. Etwas so fühle ich mich im Moment. 

Nja, etwas weh tut es immer noch. Aber es ist nicht mehr dieses zerstörerische Schmerzgefühl sondern ein leichtes Ziehen. Völlig gesund würde man das gar nicht gross beachten. Beim laufen muss ich immer noch extrem aufpassen, dass ich keine falsche Bewegung mache. Die steilen Aufstiege lasse ich noch aus oder spaziere sie nur. 

Es hat jetzt schon sehr lange gedauert, bis die Verletzung einigermassen wieder gut war. Da macht man sich schon Gedanken wie es dazu kommen konnte. Also das mit dem Tensgerät war sicher ein Blödsinn und hat die Erholung bestimmt deutlich verzögert. 
Gerade jetzt wo ich diese Zeilen schreibe, spüre ich, dass mir das Sitzen auf dem Bürostuhl gar nicht gut tut. Die Beine schmerzen wieder etwas und die gezerrte Stelle pulsiert. Das Sitzen für den Bewegungsapparat nicht so gut ist, ist nichts Neues, es ist einfach interessant, wenn man das so direkt spüren kann. 

Heute beim Trainieren ist mir wieder aufgefallen, dass ich viel aufgerichteter laufe. Das ist eigentlich gut und ich habe sogar speziell daran gearbeitet. Früher war ich immer auf die linken Seite etwas eingeknickt und habe übertrieben gesagt, beim Laufen etwas gehinkt. Etwas so wie wenn man sich etwas vorbeugt und dabei auf den linken Fuss schaut. Aufgerichtet Laufen ist natürlich viel ergonomischer. Bei meiner Umstellung wurden Muskelpartien plötzlich auf eine Art belastet, die sie sich nicht gewohnt waren. Deshalb hat es zuerst in der linken Wade, dann in der linken Hüfte und jetzt in der rechten Wade gezwickt. Mathematisch gesehen, wäre als nächstes die rechte Hüfte dran. Hoffen wir, dass meine Muskeln nichts von Mathematik verstehen :-)

Auch wenn es jetzt wieder aufwärts geht, werde ich keine Rennteilnahmen planen. OK, Luzern ist bereits angemeldet - ich hatte einen gratis Start - und wenn es sehr gut geht, aber wirklich sehr gut, kann ich mir vorstellen bei gutem Wetter das Rennen trainingsmässig zu laufen, aber sonst nichts. 

Samstag, 23. September 2017

Leider auch nichts mit Ekiden in Basel / Compex Tensgerät

Es dauert leider etwas länger bis ich meine Zerrung ausgestanden habe. Am Mittwoch machte ich einen kurzen Laufversuch und musste bereits nach 2km total frustriert wieder aufgeben. Längere Distanzen oder sogar rennmässig laufen sind im Moment noch nicht möglich.
Schweren Herzens musste ich deshalb auch den Ekiden in Basel absagen. Ich wäre in einem STB-Team mit starken Ü40er mitgelaufen und wer weiss, wir hätten sogar sehr gute Chancen auf einen Spitzenplatz gehabt. Es viel mir extrem schwer abzusagen. Es war für Markus nicht leicht ein Team zusammen zubringen. Kurzfristig einen Ersatz zu finden ist schon fast unmöglich. Dass heisst das Aus für das ganze Team.

Die Zerrung nervt schon ziemlich. Aber ich kann nicht viel machen. Es dauert halt seine Zeit bis das wieder gut ist. Ich lies mich leider auch von verschieden Aussagen im Internet fehlleiten. Jetzt spreche ich nicht von den zahlreichen Diskussionsforen wo irgend ein Blödsinn kundgetan wird, sondern von wirklich seriösen Seiten. Also ich habe gelesen, dass man zwischen Zerrung und Muskelfaserriss unterscheiden muss. Erstes kommt bei mir nicht in Frage, die Anzeichen sind nicht gegeben. Bei einer Zerrung ist die Rede von 3 - 5 Tagen bis wieder belastet werden kann. Da habe ich mich in die Irreführen lassen. Vielleicht hat es damit zu tun, dass das Thema Zerrungen auf vielen Fussball nahen Seiten behandelt wird. Tja und die Fussballer sind ja für ihre Wunderheilungen bekannt. Auf einer weiteren Seite, die mir jetzt als vernünftig erscheint, war die Rede von 2 - 3 Wochen (und wenn länger soll man zum Arzt gehen). Dies scheint mir realistischer zu sein und ich schaue meine Verletzung nun mit diesem Zeithorizont an.

Jetzt habe ich mir auf ärztlichen Rat hin ein Tensgerät gekauft. Nicht ein billiges, sondern ein zertifiziertes Medizinprodukt. Ich muss sagen, es scheint zu wirken. Natürlich darf man keine Wunderheilung erwarten, ich bin ja kein Fussballer :-), aber es beschleunigt die Regeneration schon spürbar.
Allerdings etwas Mist habe ich gebaut. Die Bedienungsanleitung des Geräts ist in einigen Punkten etwas verwirrend. Es war mir nicht bewusst, dass man die Kabel nicht ins Gerät stecken muss, sondern sie richtig hinein murksen muss. Deshalb machten die Kabel zuerst nicht richtig Kontakt. Beim Fehlersuchen und Ausprobieren ist es mir dann passiert, dass ich ein Programm erwischt habe, dass zuerst sanft startete und dann plötzlich die Intensität brutal steigerte. Es dauerte ein paar Sekunden bis ich die Kanäle wieder zurückgestellt hatte. Resultat: jetzt habe ich an den Waden Muskelkater (hoffentlich keine Zerrung)  :-&

Samstag, 16. September 2017

Leider nichts mit Greifenseelauf

Es ist zum Verzweifeln. In diesem Jahr reihen sich bei mir Verletzung an Verletzung. So etwas habe ich noch nie erlebt. Zwar immer nur kleinere Sachen, die nach ein paar Tagen Pause wieder weg sind, aber in diesem Jahr auffällig immer zum dümmsten Zeitpunkt kurz vor einem Rennen.
Münsigen musste ich wegen der Hüfte absagen und konnte auch mein Trainingslager in St. Moritz nicht ausnutzen. Den Greifenseelauf hatte ich bereits abgeschrieben, als ich das Training wieder aufnehmen und mich fürs Rennen anmelden konnte. In einem Crash-Aufbau konnte ich die verloren gegangene Form wieder etwas aufholen und jetzt hat es mich am Dienstag wieder mit einer Zerrung erwischt. Diesmal der Soleus-Muskel des rechten Bein (untere Waden). Eine Stelle mit der ich noch nie Probleme hatte. Wieso es schon wieder zu einer Verletzung gekommen ist kann ich mir nicht erklären. Übertraining kommt nicht in frage, ich habe die letzte Zeit nicht mehr viel trainiert und war gut erholt. Gleiche Einheiten wie bei der es passiert ist, bin ich zuvor zig-mal ohne Probleme gelaufen. Das mit dem Alter mag ich gar nicht mehr hören, dass kann es ja auch nicht sein.

Das Laufen viel Spass macht, aber auch sehr stark mit Verletzungen verbunden ist, ist leider so und zwar schon immer. Da haben auch die modernen Schuhe und Ausrüstungen keine Verbesserung gebracht. Sonst wären die Laufzeitschriften ja nicht überfüllt mit "nie mehr verletzt"-Berichten. Jeden den ich kenne und auch mich hat es ab und zu mit einer Verletzung erwischt. Dass ich sie mir im dümmsten Augenblick hole ist schon etwas sonderbar. So als hätte jemand etwas dagegen, dass ich am Greifenseelauf teilnehme. Hoffen wir nichts Schlimmes.

Nun denn ... heute Morgen habe ich noch mal probiert ob es wirklich nicht geht. Bis etwa 2km war noch alles in Ordnung und dann begann es bereits wieder zu ziehen. 21km rennmässig Laufen in diesem Zustand kein Thema. Da muss ich mir nichts vormachen.

Jetzt bleiben mir am nächsten Sonntag der Ekiden in Basel (ich starte in einem Ü40-Team des STB's) und danach noch der Luzern Halbmarathon. Bremgarten bei Bern bin ich auch noch am überlegen (bei mir zu Hause gleich um die Ecke) und vielleicht gibt es sonst noch ein lohnenswertes Rennen.

Samstag, 2. September 2017

Für Greifenseelauf angemeldet

Gestern hatte ich mein erstes Training an dem die Schmerzen nicht mehr schlimm waren und heute habe ich mich für den Greifenseelauf angemeldet. Ich weiss, ziemlich übereilt und absolut unvernünftig. Aber es ist so, dass der Anmeldeschluss für den Greifenseelauf eigentlich schon vorbei war. Ich musste mich also beeilen und kann nicht mehr lange darüber nachdenken. Wenn alles gut geht freue ich mich auf das Rennen und sonst kann ich immer noch verzichten.

Das Bild im letzten Blog-Eintrag zeigt meine Schmerzzone recht gut. Es ist nicht nur ein einelner Muskel betroffen, sondern praktisch die ganze Gesässpartie. Alles rot wie auf den Bilder. Die Blackroll hat bis jetzt gut geholfen, es dauert halt trotzdem eine Weile, bis sich die Muskeln wieder entspannt haben. Immerhin, dem Gluteus medius geht es wieder gut und das ist für das Laufen fast am wichtigsten (von meinen Problemmuskeln).

Jetzt heisst es, nichts erzwingen, die schlechte Form akzeptieren und unbedingt etwas abspecken.

Mittwoch, 30. August 2017

Immer noch verletzt

Es ist schon etwas frustrierend, meine Schmerzen in den Abduktoren nehmen sich ziemlich viel Zeit um zu heilen. Letzte Woche habe ich ausser etwas Spazieren nichts gemacht. Stimmt nicht ganz am Samstag war ich mit Chrischu beim Rennvelofahren. Lauftraining gab es aber keines. So ein leichtes Ziehen im Gluteus medius habe ich noch gespürt, aber sonst hatte ich eigentlich keine Schmerzen mehr. Deshalb sprach nichts dagegen am Sonntag es mit einem Lauftraining zu probieren. Am Anfang ging noch alles sehr gut, vielleicht wäre ich doch lieber nicht 1-1/2 Stunden gelaufen. Danach taten mir die Hüftmuskulatur wieder dermassen weh, dass ich nicht mehr "normal" gehen konnte. Also, wieder ein Feld zurück inkl. der Einsicht, dass es wirklich sehr sehr lange dauern wird, bis ich wieder schmerzfrei laufen kann. Rennen machen so absolut keinen Sinn. Die Form ist ja auch vollständig futsch. Saison abgebrochen. OK, wenn es wirklich wieder gut geht, könnte ich im Oktober vielleicht doch ein Rennen laufen, aber darüber mag ich mir im Moment nicht den Kopf zerbrechen.


Etwa wie das Bild unten fühlt sich meine linke Hüftpartie an. Die roten Flecken sind dort wo es weh tut (fast überall an meiner linken Seite)


 




Der ganze Hüft/Abduktoren-Bereich bearbeite ich täglich oder sogar mehrmals täglich mit der Blackroll und einer Blackroll-Kugel. Die Verhärtungen sind bereits deutlich zurück gegangen. Aber die beiden Gluteus-Muskeln sind immer noch nicht richtig belastbar und auch der Piriformis ist noch alles andere als locker.


Gestern habe ich eine erstaunliche Erfahrung gemacht. Anstatt zu laufen, habe ich es mit Treppenspringen versucht. Es ist sehr gut gegangen. Keine erneute Reizung. Im Gegenteil, das Springen und Hüpfen hat sogar geholfen, die Schmerzen sind deutlich zurück gegangen. Wer weiss, vielleicht habe ich das ideale Rezept gefunden.


PS - Beim Recherchieren bin ich auf folgendes Bild gestossen. Interessant, muss ich verfolgen.



Freitag, 18. August 2017

Trainingslager in St. Moritz

Wenn ich schon in St. Moritz resp. in Celerina bin, mache ich das Beste draus, auch wenn ich nicht so  Trainieren kann, wie ich das eigentlich geplant hatte. Aber vielleicht ist genau das das Beste. Ich bin wieder etwas zuversichtlicher, weil die Schmerzen in der Hüfte deutlich zurück gegangen sind. Ich kann allerdings noch sehr vorsichtig langsam und locker laufen. Gas geben wage ich natürlich noch nicht. Wenn es aber so weiter geht kann ich meine Herbstrennen doch noch bestreiten. Im Moment habe ich das Gefühl, dass mich die Verletzung zu einem gar nicht so schlechten Training gezwungen hat. Etwa eine Stunde Joggen ging - der Bewegungsablauf sollte dadurch erhalten bleiben. Im Gegenteil, das langsame Joggen zwingt mich zu einer guten Fussarbeit. Die Kraft hole ich mir bei den ausgiebigen Bergwanderung im steilen Gelände. Auf dem Bike schaffe ich es ganz einfach den Puls in den Grenzbereich zu bringen. Es sind also alle wichtigen Komponenten des Trainingsplans vorhanden. Spannend wird jetzt, ob sie so zusammengesetzt auch ein schnelles Rennen ermöglichen. Mit etwas Glück werde ich es sehen.

Diese Woche hatte ich ein sensationelles Wetterglück. Jeden Tag Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Da gibt es einfach nichts anders als sich draussen zu bewegen.

Eine interessante Erfahrung habe ich gemacht: Normalerweise ist bergauf Wandern einfacher, als das bergab Gehen. Bei der Planung meiner Wanderungen habe ich deshalb darauf geachtet, dass ich fürs wieder runter kommen eine Bahn nehmen kann. Ich habe es dann trotzdem gewagt und bin ziemlich steil herunter gewandert und siehe da, es es war kein Problem, kein Muskelkater oder so, im Gegenteil, es tat sogar gut. Hätte ich nie gedacht.

Also, die Hoffnung auf meinen Rennherbst ist noch nicht aufgeben :-)


Donnerstag, 17. August 2017

"Trainingslager" in St. Moritz

Die allgemeinen Vorstellung von einem Trainingslager sind:  mehrere Einheiten pro Tag, viel Kraftübungen und ein ausgiebiges Dehnen. Meine Schmerzen in der Hüfte katapultieren mich in eine ganz andere Dimension. Ich lauf, wenn es überhaupt geht, nur wenige Kilometer. Tempoläufe? Da komme ich erst gar nicht auf die Idee. Sie scheinen soweit weg, wie die Reise zum Mars zu sein.
Was soll man in der Not? Immerhin, mit den Wetter habe ich diese Woche extrem Glück. Anstelle der Trainings mache ich ausgiebige Wanderungen. Es ist ja auch ein tolles Training eine 4-5 Stündige Wanderung mit ganz vielen Höhenmeter zu bestehen. Vielleicht sogar eine sehr gute Kompensation.

Im Moment habe ich mich darauf eingestellt, dass ich in diesem Jahr keine Rennen mehr laufen werde. Ich will mich mental nicht einem falschen Druck aussetzen. Ehrlich gesagt habe ich trotz allem den Traum, dass meine Wanderungen ein Supertraining sind und meine Probleme, die vermutlich die Ursache einer Dysbalance sind, zum Verschwinden bringen. Ich bin sehr gespannt, werde mich wenn überhaupt, erst im letzten Augenblick für weitere Rennen anmelden.