Sonntag, 28. Juli 2019

56 Tag nach Verletzung

Kein Joggen
Jetzt sind 56 Tage her seit ich mich verletzt habe. Es geht schon deutlich besser, im normalen Alltag spüre ich keine Schmerzen und auch meine Übungen und das "Krafttraining" (ohne Gewicht) kann ich problemlos absolvieren. Die Schwellung der Achillessehen ist ebenfalls deutlich zurück gegangen. Einfach Sprungbelastungen gehen nicht :-( Also immer noch kein Joggen. Das ist so hart. Ich fühle mich einmal mehr wie ein Vogel mit gebrochenem Flügel. Der Vogel kann zwar Essen und Trinken, aber fliegen kann er nicht, was ein Vogel eigentlich ausmacht.

Schwimmen
Letzte Woche war ich zweimal Schwimmen. Bei den Temperaturen gar nicht so schlecht. Sogar ich muss im Wasser nicht frieren, jedenfalls die ersten 40 Minuten nicht. Richtig geschwommen bin ich schon lange nicht mehr. Das merkt man. Bei Kraulen "saufe" ich auf den letzten Meter fast ab. Immerhin, es ist eine 50 Meter Bahn. Insgeheim habe ich natürlich gehofft, dass sich das Schwimmen positiv auf meine Achillessehen auswirkt. Kaltes Wasser und sanfte Bewegungen.

… und Kortison
Letzten Montag war ich beim Hautarzt weil ich an der linken Hand immer trockene und aufgerissene Haut hatte. Es ist eine allergische Reaktion auf irgend etwas und nicht ansteckend. Jedenfalls habe ich zur Behandlung Kortison-Salbe und -Tabletten erhalten. Mit dem Arzt haben ich noch darüber gesprochen, dass das Kortison auch gegen meine Sehnenentzündung hilft. Es ist ja tatsächlich etwas besser geworden. Das Problem mit den Entzündungshemmer ist nur, man sollte kombiniert keine Belastungen machen, weil die Signale des Körpers nicht mehr gleich funktioniert. Die Schmerzen sind ja eigentlich eine Warnung des Körpers auf mögliche Schäden.
Die Tabletten durfte ich nur kurze, während ein paar Tagen nehmen. Mit der Salbe geht es noch 7 Wochen weiter.

Mittwoch, 10. Juli 2019

6 Wochen nach dem Gau

Es ist etwas frustrierend. Im normalen Alltag spüre ich überhaupt keine Schmerzen in der Achillessehne. Ich kann sogar nach belieben Krafttraining machen, Velofahren und Wandern. Einzig Joggen will nicht gehen.
Gestern habe ich völlig problemlos ein "Speedwalken" über 5km gemacht (weiss nicht wie ich dem sagen soll. Einfach Wandern im max. möglichen Tempo, aber ohne Stöcke). Danach bin ich etwa 1,6 km gejoggt. Es war mehr in Traben als ein Joggen. Danach spürte ich die Sehne wieder ein kleines Bisschen. Es ist sicher nichts kaputt, aber wie es sich anfühlt ist normales Joggen noch kein Thema. Da etwas Bewegung nicht schadet, werde ich ab jetzt regelmässig einen Kilometer traben.


In den 6 Wochen ist meine Form total in den Keller gesackt. Bereits ein einfacher Kilometer strengt mich an und das nicht einmal bei einem hohen Tempo. OK, dass hatte ich auch schon und es war am Schluss erstaunlich, wie schnell die Form wieder zurück gekehrt ist.
Immerhin läuft es auf dem Velo sehr gut. Das heisst die Grundform sollte also noch da sein. Beim Velofahren muss ich einfach darauf achten, dass ich nicht viel länger als 2 Stunden im Sattel sitze. Wenn es länger dauert, bekomme ich Krämpfe im Fuss (am Samstag war es extrem schlimm) und starke Sehnenverkürzungen. Vielleicht auch, weil ich unter der Woche im Büro mehrheitlich am sitzen bin.


Leider schaffe ich es nur am Wochenende aufs Velo. Unter der Woche, Abends, fehlt mir die Zeit und auch etwas die Motivaton.


Bis bald
Tinu

Freitag, 28. Juni 2019

Kleiner Zwischenbericht


Die Verletzung plagt mich immer noch. Ohne Belastung und beim Gehen spüre ich überhaupt keine Schmerzen. Auch mein tägliches Fitnessprogramm kann ich ohne Einschränkungen machen. Einfach Joggen geht nicht. Nach etwa 2km fängt es an und nach 5km muss ich zur Sicherheit stoppen.

Es sind jetzt schon 4 Wochen ohne richtiges Lauftraining. Eine normale Zerrung dauert nicht so lange. Deshalb gehe ich von einer Sehenscheidenentzündung aus. Der Achillessehnenbereich ist zwar deutlich geschwollen, aber die Sehe selber gleitet ohne Wiederstand. Das deutet darauf hin, dass es keine strukturellen Veränderungen der Sehe gibt und es effektiv die Sehenscheide ist. Da diese Sehenpartie nur schwach durchblutet wird, dauert der Regenerationsprozess sehr lange. Von 4 – 6 Wochen ist die Rede. Es braucht also noch etwas Geduld. Dabei wäre es gerade jetzt so schön zum Joggen. Von der Alternative, dem Radfahren, habe ich ziemlich Respekt. Wenn ich mehr als 2 Stunden auf dem Velo sitze spüre ich die Sehenverkürzungen deutlich. Eigentlich müsste man danach Dehnen. Aus Erfahrung mache ich das lieber nicht. Wenn man in die ermüdete Muskulatur dehnt, ist das Risiko eine Zerrung zu produzieren noch viel grösser (jedenfalls in meinem Alter).



Am Wochenende hatte ich die Gelegenheit, dass eine Physiotherapeutin meine Sehe kurz anschaut. So war es zumindest gedacht. Am Schluss war es eine super, sehr detaillierte Analyse meines Bewegungsapparates. Erstaunlich, sie war die erste Person überhaupt der aufgefallen war, dass ich eigentlich etwas «seitwärts» laufe. Das heisst der linke Fuss setzt beim Laufen etwas überkreuzt vor dem rechten auf. Das sieht man übrigens gut auf meinen Finisher und Lauffotos. Das war aber schon immer so.
Die Behandlung durch die Physiotherapeutin war extrem schmerzhaft. Sie hat es aber auch so vorausgesagt. Ev. bekomme ich noch ein paar Fotos von meinem schmerzverzerrten Gesicht. Aber ich muss schon sagen, die Verhärtungen in der Wade sind weg. Dafür habe ich eine leichte Zerrung im hinteren Oberschenkel, weil ich dermassen gegen den Schmerz ankämpfen musste. Die Behandlung war zum Glück im Freien, drinnen wäre ich bestimmt an der Decke geklebt :-)

Montag, 3. Juni 2019

Schon wieder eine Zerrung :-(

Ein Fehler kann einmal passieren - man kann es beim nächsten Mal besser machen - wer dreimal den gleiche Fehler macht, ist nicht lernfähig. So sagt man. Etwas hart, aber ein Fünkchen Wahrheit steckt dahinter.
Wieder habe ich mir eine Zerrung geholt. Auch diesmal, eigentlich nicht schlimm, aber doch so sehr, dass ich eine Laufpause machen muss. Die Ursache kann ich nicht so recht erklären. Es kommen mehrere Faktoren in frage: 1) ich war ziemlich gestresst 2) Der Zehen schmerzte immer noch und ich laufe dadurch möglicherweise etwas "unrund" 3) die Schuhe, die trug, sind bereits ziemlich ausgelatscht und dadurch abnormal schwammig 4) ich war tags ungewohnt lange auf dem Velo.

Ziemlich die gleiche Situation hatte ich schon im letzten Jahr. Blog sei dank, konnte ich nachlesen was vor einem Jahr genau passiert war. Auch da war ich tags zuvor intensive Rad gefahren. Es scheint bei mir tatsächlich einen Zusammenhang zwischen langem auf dem Velo sitzen und Joggen zu geben. Ich bin mir das lange auf dem Velo sitzen nicht mehr gewohnt. Ab 2 Stunden habe ich Schmerzen im unteren Rückenbereich, der Hüfte und der Gesäss-Muskulatur. Auch gut spürbar ist jeweils die extreme Muskelverkürzung nach dem Radfahren. Es kann schon sein, dass dadurch die Schollenmuskel (sind oberhalb der Achillessehne) übermässig beansprucht werden. Also, Radfahren sicher immer noch, aber danach nicht gleich laufen gehen. Schade, gerade jetzt hatte ich mir Gedanken gemacht, ob ein Duathlon viellicht etwas für mich sein könnte. In dem Fall, nein, es ist nichts, vergiss es wieder.
Meine Erholungszeit nach einer Zerrung sind ca. 14 Tage. Eine Woche habe ich bereits geschafft. Die  Zweite geht auch vorüber. Was mache ich in der Zwischenzeit? Radfahren, so komisch wie es tönt und Tempo-Spazieren (nein Walking mag ich nicht)

Samstag, 18. Mai 2019

Das wars 😢😢😢😢

Kaum zu glauben. Heute beim lockeren Laufen bin ich gestolpert und habe mir den Zehen verstaucht. Es schmerzt ziemlich und an ein Rennen morgen ist nicht zu denken. Es ist bereits das dritte Mal in Serie, dass ich kurzfristig auf einen Start verzichten musste. Es fällt schwer, jetzt nicht den Kopf hängen zulassen. OK, diesmal war es ein Unfall und keine Verletzung wie bisher. Es schmerzt sehr,  nicht nur der Zehe, sondern auch in mir.

Tim meint, es sei so ein Ding wie auf dem Bild über das ich gestolpert bin. Ich kann es nicht so recht glauben. Nur dass ich ziemlich „angehängt“ habe. Man sieht es an einem Zeichen am Schuh.

Freitag, 17. Mai 2019

Ready for 20km Brüssel

Morgen laufe ich seit langem wieder ein Rennen.  Mein letzter Wettkampf ist über ein Jahr her. Ich bin natürlich gespannt wie es mir morgen läuft. Angemeldet hatte ich mich in einer Zeit in der ich nicht mehr daran glaubte, nach den unmöglichen Verletzung, noch die Konstitution zu haben, rennmässig zu Trainieren oder gar Rennen zu laufen. Ich hatte damals ziemlich Übergewicht und beim Laufen war schnell die Puste aus. Das Alter halt, wie viele sagen!
Jetzt bin ich wieder ziemlich zwäg. Im Moment stellt sich mehr die Frage, wie lange reicht die Kraft und welche Zeit werde ich laufen. Übrigens das Rennen hier in Brüssel ist gar nicht so flach wie man meint, aber natürlich nicht auf dem Level z.B. des GP Bern.
Das tolle ist schon, dass ich ziemlich entspannt laufen kann. Es ist alles vorbereitet, ich habe bereits die Startnummer, es gibt keinen „Konkurenzkampf“ mit anderen Läufer, keine Alterskategorien, ich muss einfach nur Laufen und Spass haben. Temperaturen sind ideal. 16 Grad, wenig Wind, vielleicht ein paar Tropfen Regen. Ein S-Bahn-Kondukteur hat mich darauf hingewiesen, dass es ein paar enge Stellen gibt und man vorne laufen soll. Ok, ich bin im ersten Startblock. Das heisst aber je nach dem nichts. Ich hatte auch schon erlebt, dass es auch dort eng werden kann.

Material: ich werde die Nike Streak 7 und die neuen STB-Sachen tragen. Die Streak sind nach den Nike Vaporfly zwar nur die zweitschnellsten existierenden Schuhe :-) aber ich mag sie und fühle mich sehr wohl darin.

Toni! Herzlichen Dank, dass wir bei Dir zu Gast sein dürfen. Es ist sehr schön bei Euch und wir fühlen uns sehr wohl.