Sonntag, 10. Mai 2026

GP Bern als Tourist

Aktuell trainiere ich immer noch mehrmals pro Woche, aber nur noch "just for fun" nicht mehr auf Wettkämpfe ausgerichtet. Ich laufe sowieso keine Rennen mehr ... ausser der GP. Die ganze Stimmung am GP ist schon etwas Besonderes. 

Obwohl sehr früh ausverkauft konnte ich mir nachträglich noch einen Startplatz sichern. Zielzeit so zwischen 1:20 - 1:30 Stunden. Das heisst Startblock E2 also weit hinten.  Ich konnte mir so selber etwas den Druck nehmen und die Versuchung umgehen, mich an früheren Zeiten zu Orientieren. 

Block E, da ist man bei den Joggern, untrennbaren Pärchenläufer und die meisten, die Ihre Leistungsfähigkeit falsch einschätzen. Ich war vermutlich der einzige "Spitzenläufer" in diesem Block. Das schöne, man ist immer auf der Überholspur. Wobei in der Realität sah das so aus, dass ich oft zum Vorbeilaufen "anstehen" musste und die Läufer waren extrem unberechenbar. Plötzlich stehen bleiben gab es sehr oft, ein Chaos an den Trinkstellen und wehe am Strassenrand waren Freunde oder Bekannte, da wurde plötzlich die Richtung gewechselt. 

Vor dem Start und dann auch noch einmal beim Zytglogge wurde ich sogar persönlich von den Speakerinnen erwähnt "in diesem Startblock ist Martin Kühni aus Kirchlindach". Tolle Überraschung, hätte ich niemals erwartet, aber irgendwie doch sehr schön. 

Beim Rennen musste ich vor allem am Anfang extrem darauf achten, dass der Puls nicht in den roten Bereich schiesst. Dass heisst nicht über 130. Das eigentliche Problem war nicht der Puls sondern die, wegen dem Asthma reduzierte Atmungsfähigkeit. Weil der Puls etwas schneller reagiert als die Atmung war es einfach über den Puls zu steuern. Die Puls-Uhr war da eine echte Hilfe.  

Für mich war faszinieren, dass ich technisch immer noch in der Lage bin, wirklich schnell zu laufen. Das ist bei den Überholmanöver aufgeblitzt. Leider ging dann auch gleich die Atmungsfrequenz rauf und ich musste wieder drosseln. Trotzdem ein tolles Gefühl. 

Beim berühmt-berüchtigten Aargauerstalden musste ich wieder auf die Atmung achten und habe nochmals etwas Zeit liegen lassen. 

Mit 1:16:14 bin ich eigentlich zufrieden. Vor allem wenn man von meiner Einschätzung von 1:20 ausgeht. Das es anstrengend war, habe ich danach zu Hause gespürt. Ich konnte nicht mal mehr richtig vom Sofa aufstehen. 




Sonntag, 18. Januar 2026

Langlaufferien im Goms

 Toni hat gemeint, ich soll wieder einmal etwas in den Blog schreiben. Meine Langlauf-Ferien sind eine gute Gelegenheit dazu und es ist schön, einmal nicht von Verletzungen zu schreiben. 

Weil im Hotel ausser in dieser Woche nichts mehr frei war, musste ich die Ferien in die zweite Arbeitswoche des Jahres legen. Ich war auch nahe daran abzusagen, weil es anfangs Jahr nur sehr wenig Schnee hatte. Dann diese Prachtswoche. Bei der Anreise hat es noch geschneit wie verrückt und als ich auf die Loipe ging hat bereits die Sonne gelacht. Sonne dann mehr oder weniger die ganze Woche. Für mich der Hammer weil ich quasi "solargetrieben" bin (bei Sonne bin ich viel leistungsfähiger. Im Gegensatz dazu bei Bise, da läuft ausser der Nase nichts mehr). 

Während dem Jahr trainiere ich nicht speziell fürs Langlaufen. Und mit den Schultern mache ich als Bürogummi sowieso nicht viel. Kein Wunder, dass nach den ersten Trainingstage alle Muskeln schmerzen und ich es fast nicht mehr schaffe, das Leibchen auszuziehen. Geschweige die steile Treppe im Hotel hoch zugehen, sie wird fast zum unüberwindbaren Hindernis. 

Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass es körperlich nicht mehr so schnell geht. Nicht nur das Tempo. Ich brauche länger um fit zu werden resp. zu bleiben. Nach Trainings brauche ich länger um mich zu erholen und wirklich rennmässig laufen geht auch nicht mehr, zu gross das Verletzungsrisiko. Wieso erzähle ich das? Weil in den Langlaufferien etwas passiert ist, dass ich nicht mehr für möglich gehalten hätte. Wieder zurück zu den Schultern. In Steigungen geht es beim Langlaufen nicht ohne kräftigen Armeinsatz. Auch beim Gleiten helfen die Arme die Gleitphase zu verlängern, man wird schneller. Am Anfang der Woche musste ich meine Arme noch schonen. Ich hatte sogar Angst eine Schleimbeutelentzündung oder etwas ähnliches zu holen. Und dann das, ich konnte innerhalb einer Woche mit täglich 35 - 47 km und einer schweren Überbelastung die Kraft in den Armen so verbessern, dass ich sogar Abschnitte im Doppelstock und lange Phasen im 1:1 laufen konnte (1:1 = Armeinsatz bei jedem Schritt / links - rechts). Ich hätte nicht erwartet in meinem Alter so Kraft aufbauen zu können. Jetzt geht es weiter. Mein Ziel, auch in den Sprunggelenken wieder Kraft aufzubauen. Und dann sollte auch das Joggen wieder schneller gehen. 




Mittwoch, 4. Juni 2025

Tag 68 nach Achillessehnen-Verletzung

 Die 68-Tage-Regel als Schonungszeit nach einer Achillessehnen-Verletzung scheint sich zu bestätigen. Auch dieses Mal geht es nach über 9 Wochen plötzlich deutlich besser. Nach so langer Laufabstinenz fängt man wieder bei Null an. Jetzt muss ich meine Tipps, die ich sonst Laufeinsteiger gebe, selber einhalten. Dass heisst, nur kurze Belastungen, mehr Traben als Rennen und immer wieder etwas Spazieren. Die Belastung heute war 23 Minuten. Schmerzen habe ich keine resp. nur ein leichtes Ziehen im Schollenmuskel. Jetzt muss ich schauen, wenn ich morgen schmerzfrei bin, kann ich wieder ein kurzes Training wagen. 

Ein paar ganz kleine Probetrainings konnte ich zuvor schon absolvieren. Spannend dabei war der Einfluss der Laufschuhe. Mit den Adidas adizero Pro (Carbon-Schuhe) ging es am besten. Mit den Nike Fly 6 hatte ich wieder mehrere Tage Schmerzen. Ich vermute der Grund liegt in den harten Fersenkappen bei den Nikes. Auch die Adidas Adios waren viel zu direkt. Ganz ohne Dämpfung geht noch nicht. 

Immerhin konnte ich als Ersatztraining vermehrt aufs Rennvelo. Das schöne daran, ich bin jetzt auch technisch wieder besser auf dem Velo. Fast wie früher, zu meiner Radrennzeit. Aber auch auf den Velo spürt man das Alter. Bergauf fehlen schon ein paar KW. Weniger Freude habe ich an den Auswirkungen auf den Laufstil. Irgendwie habe ich mir diesen für Velofahrer typische "Stemmschritt" angewöhnt. Das bringe ich bestimmt wieder weg. 


Nachtrag

bei meiner letzten Achillessehnen-Verletzung hatte ich die 68 Tage am 07.06.2021 erreicht. Also fast auf den Tag genau gleich wie dieses Mal. 

Sonntag, 11. Mai 2025

Tag 45 nach Verletzung / GP Ersatztraining

 Anstatt selber laufen mindestens den GP schauen gehen. Nur zuschauen tat der Seele schon ziemlich weh. Zu gerne wäre ich auch dabei gewesen, auch wenn die Form weit weg von früher ist. Immerhin hatte ich viele Erinnerungen an alte GP-Zeiten und konnte ein paar "alte" Laufkollegen anfeuern und zwei Bürokollegen waren auch dabei. 

Am Mittag bin ich noch quasi als Ersatz-GP eine 6.5km-Runde gewalkt. Man muss sich das wie ein Speed-Walking vorstellen, es geht ziemlich zur Sache. Die Achillessehne hat das Training gut verkraftet. Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, dass das Gehen die Skelett nahe Muskulatur und somit die Stützphase beim Laufen sehr gut fördert. Wenn man immer nur joggt, werden diese Muskelabschnitte zu wenige trainiert und eine Dysbalance ist mit der Zeit fast vorprogrammiert.

Jetzt sind es 45 Tage seit meiner Verletzung. Heute ist super Wetter und ich gehe aufs Velo. Wenn es weithin so gut geht, kann ich auf Ende der Woche einen weiteren Laufversuch machen. 

Freitag, 11. April 2025

Achillessehne überlastet

Schmerzen an der Achillessehne: Was tun bei Achillodynie?


Nachdem ich mit dem aktiven Laufen aufgehört habe ist mein Blog definitiv zum Verletzungstagebuch mutiert. Verletzungen können ja auch irgendwie sportlich genommen werden. Naja, macht nicht wirklich Spass. 

Meine neustes "Sammelstück": einmal mehr die Achillessehne. Und schon wieder aus dem heiteren Himmel. OK, etwas "Guzzi" hatte ich schon gegeben, aber nichts Besonderes. Auf der gelaufenen Stecke war ich auch schon deutlich schneller. 

Hier meine aktuelle Selbststudie:

Zuerst

In meinem Blog am 9.05.2021 habe ich geschrieben: 

Heute in der Sonntagszeitung gelesen: Die Achillessehne ist die häufigste Ursache bei Fussbeschwerden. Es ist meist eine Überbelastung und nicht eine Entzündung, wie man oft vermutet. Jetzt kommt es: Der Grund ist eine asymmetrische Fehlbelastung durch eine Wackelbewegung des Rückfusses bei falschem Schuhwerk oder unebenen Böden. Schuhe! Klar, ich lief im Winter dauernd mit den Nike Pegasus. Die sind sowas von weich, aber auch wackelig. Mit demVaporfly wäre es noch einmal viel schlimmer. Dann auch das Velofahren. Es kann schon sein, dass der Rückfuss auf dem Velo anders oder eben ungewohnt belastet wird. 

Dieses Mal

In einem anderen interessanten Bericht stand geschrieben, dass die Ursache für Achillessehnen-Probleme meist bei einer länger dauernden Überbelastung liegt. Eine weitere Ursache unpassende Schuhen. Mit den Schuhen habe ich wie immer viel rumprobiert. Es macht halt viel Spass. Wieder einmal stehen die Pegasus im Verdacht. Keine Ahnung wieso ich trotz selbst auferlegtem Verbot immer wieder auf diese Schuhe reinfalle. Vielleicht ein Nike-Gläubigkeit, die aber jetzt vorbei ist. Inzwischen habe ich wieder Adidas entdeckt. Die neusten Adidas-Modelle finde ich super. 

Welche möglichen Ursachen gibt es sonst noch? Auffallend, dass es mich meist erwischt wenn eine kalte Bise weht. Ich bin da schon ziemlich empfindlich. Auch meine Bronchien leiden da immer extrem. Dann ist auch die Sitzerei im Büro nicht das Beste. Gerade jetzt habe ich wieder geschwollen Füsse, fast wie ein Elefant. 

Aus Erfahrung wird es ca. 68 Tage dauern bis ich wieder "lauffähig" bin. Also am 3. Juni. Mit den neusten Behandlungstipps versuche ich die Regenerationszeit etwas zu verkürzen. 
Immerhin kann ich problemlos Radfahren. Das war bei den früheren Verletzungen nicht immer der Fall. 



Dienstag, 31. Dezember 2024

Letztes Training im 2024

Die letzten Tage hatte ich Ferien und genügend Zeit zum Spörteln. Leider hat es in der Region zuwenig Schnee um Langlaufen zu gehen und für nur einen Tag ins Wallis zu fahren ist mir zu zweit. Immerhin war ich einmal bei super Bedingungen auf den Skis. 

Ganz wunderbar ist zurzeit der Wald. Wegen dem Hochnebel hat es eine dicke Firnschicht auf den Bäumen und alles ist schön weiss überzuckert. Wenn die Sonne durch die Nebelschicht drückt, gibt das eine ganz besonders schöne Stimmung. 


Leider hatte ich wieder einen Unfall. Dieses Mal hat hat mich am Weihnachtstag ein Hund in den Oberschenkel gebissen. Ich hatte den Hund von weitem beachtet und auch die beiden Hundebesitzer hatten mich gesehen. Dann zack, eine Attacke aus dem nichts. Am meisten genervt hat mich, dass die beiden Typen es nicht einmal für nötig fanden, sich zu entschuldigen. Nur "der beisst nicht". Ich konnte natürlich nicht mitten auf dem Weg die Hose runterlassen um zu schauen was es gemacht hat. Ich habe beim Joggen auch kein Handy dabei, damit ich den Vorfall hätte dokumentieren können. Die Wunde konnte ich erst zu Hause versorgen. Zum Glück hat mich der Hund nicht voll erwischt, aber er hat schon fest zugebissen (später hatte ich sogar eine "Bläuiälä"). Gut, die beiden Hundebesitzer haben von mir etwas zuhören bekommen und beim Hund habe ich mich im Reflex mit einem Kick revanchiert. 

Der Angriff ist mir schon etwas eingefahren. Im Moment habe ich immer ein ungutes Gefühl wenn ich einem Hund begegne. 

In der Zwischenzeit habe mich mich an den Gedanken gewöhnt, die Wettkämpfe sein zu lassen. Es ist sogar ein sehr befreiender Gedanke. Wobei, trainieren tu ich immer noch "rennmässig". Das schnelle laufen macht einfach viel zu viel Spass. Nachdem ich mir den Laufstil mit diesen ultra gedämpften Schuhen kaputt gemacht hatte, gelingt es mir wieder ganz locker mit den flachen leichten Schuhen zu laufen. Einfach tempofest bin ich nicht mehr. Vielleicht kommt das ja auch wieder. Also keine Rennen mehr, ausser der GP, da werde ich gerne teilnehmen "just for fun"

Sonntag, 20. Oktober 2024

Bremgartenlauf 2024


Kurzfristig habe ich mich für eine Start am Bremgartenlauf entschieden. Grosser Vorteil: die Strecke führt ein paar hunderte Meter an meinem zu Hause vorbei und ... ich kann locker mit dem e-Bike nach Bremgarten fahren. 

Noch nicht ganz fit war Bremgarten als Trainingsrennen gedacht. Ich bastele einmal mehr an meiner Lauftechnik. Wieder mehr über die Sprunggelenke laufen und mein geliebtes Vorauslaufen nur wenn zwingend erforderlich. Mein Ziel ist, mit meinen altersbedingten Möglichkeiten wieder das lockere, an Fliegen erinnernd, Laufgefühl hinzukriegen. 

Betreffend Renntraining war Heute voll verfüllt. Das Wetter war super. Am Ende sogar strahlend blauer Himmel. Auch das Laufgefühl geht langsam wieder Richtung Rennmässig. Dem gegenüber steht die schon wieder viel schwächer Laufzeit. Über ein Minute langsamer als im letzten Jahr ist schon ziemlich frustrierend. 

Im Moment ist es sehr schwer was ich machen soll. Nur rumjoggen reicht nicht für Spitzenresultate. Die Erfahrung wie es schneller gehen, glaube ich zu haben. Lohnt sich der ganze Aufwand nur um ein paar wenige Altersgenossen zu besiegen? Heute war ich happy als 4er gleich nach Hause zu gehen und nicht diesen ewig lange dauernden Rangverkündigungen durchstehen zu müssen. 

Mir ist absolut bewusst, dass es ein grosses Geschenk ist, in meinem Alter so laufen zu können. Das ist nicht selbstverständlich. 

Apropos Bremgartenlauf: Irgendwie war ich völlig falsch gedreht. Dass das Rennen heute stattfindet, war mir erst gestern Samstagmorgen bewusst. Ich hatte irgendwie den Eindruck, dass ich noch eine Woche fürs Vorbereiten habe (Selber Schuld). 

Laufschuhe: Mit der "Morastwahrnung" habe ich mich kurzfristig für die ältesten Vaporfly entschieden. Die sind sowieso End-of-Live und werden bald entsorgt. Halb so schlimm wenn sie etwas schmutzig werden. Inzwischen sind sie übrigens wieder tipp-topp sauber. Das bin halt ich. Die Vaporfly sind ja generell sündhaft teuer. Im Moment bin ich bei 1 CHF pro Kilometer. 

Fötteli kommen dann noch etwas später. 

Samstag, 21. September 2024

Eigentlich wäre Greifenseelauf gewesen

Heute wäre der Greifenseelauf gewesen und einmal mehr kämpfe ich mit Verletzungen anstatt mit meinen Gegnern. 

Vorletzte Woche war ich noch in einem Hoch. Mein intensives Training in Spanien zeigt Erfolge und ich konnte seit langem wieder unangestrengt in einem schnelleren Tempo laufen. 
Die Geschichte zu meiner neuen Verletzung fängt so an: Ich habe im Garten einen wunderschönen Apfelbaum. In diesem Jahr hat es Äpfel wie noch nie. Wenn es regnet oder ein starker Wind weht, fallen immer viele Äpfel zu Boden. Die müssen möglichst rasch weggeräumt werden, da sie sehr schnell faulen. Weil der Baum sehr viele Äpfel hat, hängen die Äste stark nach unten und ohne Kriechen kommt man nicht unten durch. Und genau beim "Korb voller Äpfel unter dem Baum durch tragen" habe ich mich überlastet. Beim anschliessenden Jogging habe ich noch einen darauf gesetzt. Weil es kalt war musste ich mich wärmer anziehen. Wie so ich diese doofe Kompressionsunterwäschen angezogen habe weiss der Teufel. Mit der Kompression auf den bereits angeschlagenen Priformis-Muskel und die Laufbewegung wurde der Ischiasnerv dermassen gequetscht, dass ich tags darauf kaum noch gehen konnte. Socken und Schuhe anziehen war nicht mehr möglich und die Nacht wurde zum Horror. 
In der Zwischenzeit sind die Schmerzen nicht mehr so stark und ich habe es, bei dem tollen Wetter heute, gewagt mit Tim etwas zu Laufen. Nur ganz langsam und mit voller Konzentration auf jeden einzelnen Schritt. Jetzt zieht es im Rücken wieder etwas mehr, trotzdem war es schön draussen gewesen zu sein. Wenn da nicht die tausenden fliegenden Ameisen gewesen wären. Durch einen Schwarm Flugameisen zu laufen macht nicht wirklich Spass.




1. August

 Morgen 1. August und eine Stunde mehr "Fürabig". Einmal mehr hinke ich den Verletzungen entlang. Am Samstag bin ich wieder über eine Wurzel gestolpert.  Resultat:  Sturz und heftige Platzwunden am Arm. Ich musste abklären ob die Wunde genäht werden muss. 

Nach dem komplizieren Fingerbruch, im letzten Jahr, bin ich lange nicht mehr Tria's gelaufen. Etwas Vertrauen gewonnen und "peng" erwischt es mich Wiese

Montag, 20. Mai 2024

GP Bern 2024

Das war nicht mein Tag. Obwohl ich mich vor dem Rennen sehr fit fühlte, lief es am GP überhaupt nicht. Mein Tempo in den flachen Abschnitten war eigentlich sehr gut. Sobald es bergauf ging war keine Power mehr vorhanden. Enttäuscht dass es nicht besser lief habe ich ab dem 6km in den Jogging-Modus gewechselt. 

Der "nur" 6 Rang in der Alterskategorie stört mich erstaunlich wenig. Tim und ich waren sogar froh nicht an die ewig dauernde Siegerehrung gehen zu müssen. Tönt komisch, ich weiss, aber es ist immer etwas mühsam wenn man erst spät am Abend zu Hause kommt. 

Wobei, betreffend Alterskategorie gibt mir etwas zu denken: der Sieger hat eine Zeit über 1:05. Ironischerweise hat mich der 1:05 Pacemaker Richtung Bundeshaus überholt. Mit etwas "Itz Füdli chlemme" hätte ich ihm problemlos folgen können. 

Nach dem Rennen war ich ziemlich ratlos wie so es so schlecht gelaufen ist. Ich glaube ich war einfach nicht bereit ein bisschen zu leiden. Einen GP schafft man nicht ohne dass es etwas weh tut. 

Im Training habe ich nie richtige Tempoläufe gemacht. Die kurzen Belastungen (unter 1min) reichen bei weitem nicht aus. Ich habe auch viel zu spät auf die flachen Schuhe gewechselt. Die Umgewöhnung dauert mindestens 6-7 Wochen. Mit den zurzeit so beliebten dicken und schweren Rockersohlen kommt man nicht auf Zug. 

Dann muss ich meine Rennsocken noch einmal testen. Die Nike-Socken sind halt schon sehr dünn. Ev. laufe ich besser in etwas dickeren Socken, die etwas mehr Halt im Schuh geben (eine Erfahrung, die eigentlich schon vor Jahren gemacht habe). 

Aus geschäftlichen Gründen war es nicht möglich im März Ferien zu nehmen. Erst gegen Ende April konnte ich ins Training nach Portugal gehen. Was leider viel zu spät war und ich zudem alle Vorbereitungsrennen verpasst habe (der Chäsitzer zählt nicht) 

Es ist auch nicht ganz klar wie weit mein Gewicht eine Rolle gespielt hat. Ich habe in den letzten 4 Wochen ganze 5kg abgenommen. Eine solche Gewichtsabnahme ist ziemlich an der Grenze der Empfehlungen. Immerhin konnte ich mit 66.4 kg mit meinem Idealgewicht an den Start gehen. 




Dienstag, 30. April 2024

Chäsitzerlouf 2024

Es war schon lange klar, dass ich in diesem Jahr den Chäsitzerlouf nur als Training laufen kann. Ich hätte auch gut zu Hause bleiben können. Aber das überraschend tolle Wetter und die Möglichkeit das Vorbereitungsprozedere wieder einmal einzuüben waren motivierend genug, trotzdem an den Start zu gehen. 

Das aus dem Rennen nichts wird hatte gleich mehrere Gründe. Anders gesagt, so ziemlich alles was man vor einem Rennen nicht tun sollte:

1) In der Trainingswoche zuvor war ich täglich um 20km gelaufen. Zum Teil auch in einem satten Tempo. Keine Schonung und danach extrem müden Füssen. 

2) Die Rückreise aus Portugal war einen Tag vor dem Rennen (Freitag) und ich musste bereits um 2:45 Uhr (morgens) aufstehen, damit ich rechtzeitig am Flughafen war. Beim Aufstehen hat man das Gefühl "das kann nicht sein" und den ganzen Tag ist man wie durchgedreht. 

3) Am Freitagabend dann eine grandiose Geburtstagsfeier eines sehr guten Bekannten (60). Kein Thema das wollte ich unbedingt dabei sein. Es war sehr unterhaltsam mit tollen Freunden und Bekannten, wunderbaren künstlerischen Darstellungen, feinem Essen und halt auch sehr feinem Wein. Es wurde dann für mich auch etwas spät bis ich ins Bett kam. 

Das es so nichts wird ist klar. Wenn man es aber zu spüren bekommt ist es nicht mehr so lustig. Der Start war extrem harzig und nach 2km wäre ich am liebsten nach Hause gegangen. Das tolle am Chäsitzerlouf, wenn man mal den Wendepunkt erreicht hat, kann man auch gleich auf der Stecke zurücklaufen. Spannend, dass es auf der zweiten Hälfte immer besser lief. Erfreulich, auch wenn nur mit einer schlechten Zeit kam ich kraftmässig gut über die Distanz (nicht wie im letzten Jahr). 


Wenn man das so anschaut ist es schon sehr frustrierend. Unterstehend meine Leistungsentwicklung von 2017 bis in diesem Jahr. OK, dieses Jahr weiss ich warum es nicht lief. Meine PB am Chäsitzer ist irgend eine 41er-Zeit. Das sind Welten 😥



😃 Das Highlight war eigentlich das nachgeholte Auslaufen am Sonntag. Ich konnte beim herum traben fast bessere Tempi laufen als am Rennen. Auch das Training heute Dienstag war sehr gut und ich konnte ganz locker laufen. Also für den GP ist noch alles im grünen Bereich. 

Wie es sich gehört habe ich mich mit ein paar neuen Laufschuhen belohnt.  Die Alten verwende ich fürs Training damit ich mich an den etwas speziellen Abdruckpunkt der Rennschuhe gewöhne. Der Abdruck ist völlig anders als bei den zurzeit so Moderen Rocker-Schuhen (die mit den dicken, trägen Solen. Ich bin nicht mehr so Fan davon). 




Ferien in Albufeira

 Leider darf und sollte man Ferienabwesenheiten nicht direkt in einem Blog veröffentlichen. Wer weiss wer das alles liest. Deshalb mein Bericht etwas im Nachhinein. 


Albuferia - Algarve - Portugal

Etwas kurzfristig habe ich Trainingsferien in Portugal gebucht. Zeitlich war ich wegen verschiedenen Projekten und aus Rücksicht auf meine Arbeitskollegen ziemlich eingeschränkt. Dann hatte natürlich auch der GP und die Pfingst- und Auffahrtstage eine Rolle gespielt. So blieb als einzig Möglichkeit die Woche vom 20. - 26.4. Nachteil: ich musste bereits am Freitag wieder nach Hause reisen weil am gleichen Tag zu einer grossartigen Geburtstagsfeier eingeladen war. Dass hiess am Freitag um 2:45 AM aufstehen, damit ich rechtzeitig für den Rückflug am Flughafen war. Ein Tag später am Samstag war dann auch noch der Chäsitzerlouf, dazu mehr im nächsten Beitrag. 

Die Ferien waren super und die Anreise völlig problemlos. Während dem es in der Schweiz noch geschneit hat (oder fast), hatte ich sommerliche Temperaturen und konnte sogar ein paarmal am Strand sünnelä. Natürlich nur mit Schutzfaktor 50 damit ich meine "Winterhaut" nicht verbrenne. 

Natürlich war Trainieren eines meiner Hauptziele in den Ferien. Täglich bin ich um die 20km gelaufen. Oft in einem wunderschönen und sehr grossen Naturschutzpark. "Erholung" gab es nach dem Training durch ausgiebige Spaziergänge am Strand (die spazierten Distanzen habe ich bewusst nicht gemessen. Aber es waren bestimmt deutlich über 10 km). 








Freitag, 29. März 2024

Wie gehts im März 2024

Immerhin habe ich mich wieder für zwei Rennen angemeldet. Der GP von Bern ist für mich immer noch die Nummer 1 und nach dem nicht optimalen Ergebnis im letzten Jahr habe ich noch eine Rechnung offen.

Als Vorbereitung habe ich mich für den Chäsitzerlouf angemeldet. Das Laufdatum ist für mich nicht ganz ideal weil meine einzige Möglichkeit für Frühlingsferien genau eine Woche davor ist. Meine Rückreise wird ein Tag vor dem Rennen sein. Ich werde also müde und übertrainiert an den Start gehen.  Ein gutes Training wird es trotzdem. 

Leider habe ich mich von der aktuellen Mode für super gedämpften Laufschuhen verleiten lassen. Optisch sehen sie ähnlich aus wie die Rekordschuhe Alphafly und Vaporfly (andere Marken gelten natürlich auch). Leider sind die klobigen Replikas sehr träge und zwingen den Fuss in ein geführtes Abrollverhalten.  Viele mögen es lieben. Für mich ist es wie Gift. Meine Füsse haben es lieber frei und beweglich. Jetzt habe ich wieder auf Schuhe aus dem Rennsegment gewechselt und siehe da, es geht täglich resp. wöchentlich viel besser. Jetzt muss ich wieder lernen Vorfuss und Mittelfuss zu laufen. Es fehlt noch die Kraft in den Fussgelenken aber wie gesagt, es geht immer besser. Wichtig, es dauert lange bis sich die Sehen und Bänder wieder an die Belastung gewöhnt haben. Deshalb: nur dosierte Steigerungen. 

Im März wurde in der Insel Gruppe ein neues Klink Informations System eingeführt. Ich hatte auch mehre Einsätze, jeweils 13 Stunden und zum Teil an den Wochenenden. Trainieren war während dieser Zeit nur eingeschränkt möglich und für Rennen durfte ich mich nicht anmelden weil ich die Wochenenden freihalten musste. Die Einführung des KIS ist gute gegangen und überstanden. Das heisst ich konnte schon Mitte März wieder normal trainieren. 

Freitag, 17. November 2023

Es geht wieder aufwärts

 Am Montag vor zwei Wochen wurde mir während einer zweistündigen Operation ein Zahnimplantat gesetzt. Es war ein etwas mühsamer Eingriff weil zusätzliche ein Knochenaufbau gemacht werden musste und ein grösseres Stück Zahnfleisch aufgeschnitten und abgelöst werden musste.  Schmerzen gehabt? Ja, aber zum Aushalten. Auch die Schwellungen waren nicht ganz so schlimm wie sie der Arzt für möglich gehalten hat. Wobei, zwei Tag nach der Operation war mein Gesicht von den Schwellungen schon ziemlich deformiert. 

Nach dem Eingriff durfte ich für eine Woche keinen Sport treiben. Für mich sehr hart. Zum Glück konnte ich mich geistig darauf einstellen und so war es dann doch nicht ganz so schlimm. Am meisten gelitten hatte ich, weil ich keine Milchprodukte essen durfte. Nach der Operation bildet sich in der Wunde ein Blutpfropfen. Dieser ist für die Heilung sehr wichtig. Milchprodukte wirken sich auf die Eiweisse aus und können den Pfropfen zerstören. Als Ersatz für die Milchprodukte habe ich mir vegane Milch gekauft. Die ist noch halbwegs geniessbar.  Schlimm war das vegane Yoghurt. Sorry, das ist richtig "grusig". Ich habe das damit zubereitete Müsli weggeworfen und der Rest des Yoghurts gleich hinter her. 

Diese Woche durfte ich wieder trainieren. Jetzt geht es mir wieder gut. Wegen den Herbststürmen leider nicht in dem Umfang wie ich es gerne gehabt hätte. 

Erstaunlich, dass nach der Woche Trainingspause die Form nicht völlig weg ist. Im Gegenteil ich bin sogar etwas fitter ins Training eingestiegen.  Ist eigentlich klar und "weis doch jeder". Trotzdem tue ich mich immer noch sehr schwer mit "Pause machen". OK, immerhin habe ich etwas Muskelkater vom Laufen gestern. 


Mittwoch, 25. Oktober 2023

22.10.2023 Bremgartenlauf

 Die Entscheid mich bei der ganzen Rennerei etwas raus zu nehmen gilt immer noch. Trainieren ja! es darf auch etwas schneller sein, aber kein Druck mehr für das nächste Rennen. 

In der letzten Woche hatte ich im Training wieder grosse Fortschritte gemacht. Nicht mehr das langsame 'Am Boden kleben'-Joggen sondern abschnittsweise echtes Tempo. Es geht wieder in die Richtung wie sich schnelles Laufen anfühlen sollte. 

Für den Bremgartenlauf hatte ich einen Gratis-Start, das Rennen ist bei mir gleich um die Ecke, deshalb sprach nichts dagegen trainingsmässig teilzunehmen. Zumal die Wetterprognosen einfach perfekt waren. 



Etwas nervös war ich schon (eigentlich ziemlich). Mein letztes Rennen liegt gefühlsmässig lange zurück, auf der anderen Seite reizte das Feeling vom GP: "wie weit werde ich es schaffen". 

Am Tag zuvor hatte ich auch wieder meinen geliebten Materialtest gemacht. Die Nike Vaportfly waren gesetzt. Überraschend zeigte sich, dass die "alten" orangefarbigen Vapor's nach 300km nicht mehr einen ganz so guten Abdruck haben. Fürs Training reicht es allemal Für ein Rennen wenn es um alles geht lieber auf die neuen ungebrauchten Schuhe setzten (Wegen meiner Verletzungsserie habe ich den Luxus gleich mehrere Rennschuhen zur Verfügung zu haben). Für Bremgarten also die schwarz-pink farbigen Vapors. 

Die Strecke in Bremgarten ist mir bestens bekannt. Bereits auf dem 2km geht es ziemlich heftig bergauf. Also unbedingt etwas verhalten starten und nicht gleich zu Beginn "alle Körner verschiessen". Es hat sich gelohnt. Die zweite Rennhälfte konnte ich sehr stabil laufen und ein paar Schnellstarter überholen. 

Beim normalen Joggen macht man sich nicht sehr viele Gedanken zum Atmen. Es geht einfach. Während dem Bremgartenlauf war es ein schon fast vergessenes Gefühl, dass wieder die Atmung den Takt angibt. Falls ich also ein nächstes Rennen laufen will muss ich unbedingt wider im obersten Belastungsbereich trainieren. Einfach rumjoggen reicht nicht. 

Klar, im Ganzen bin ich das Rennen eher verhalten gelaufen. Trotzdem war ich etwas enttäuscht, dass ich 1-1/2 Minuten länger gebraucht hatte als im letzten Jahr. Es war nicht genau die gleiche Strecke. In diesem Jahr war sie ca. 600m länger. Also war meine Zeit doch nicht so schlecht. 

Mit 44:16 Minuten hat es zum Kategorien-Sieg gereicht. Zweiter wurde ein Amerikaner. Ein sehr sympathischer Typ. Er hat sich vor dem Rennen über seine Konkurrenz informiert und hat gestaunt, dass es in Bremgarten ziemlich zur Sache geht. Da war ich natürlich schon etwas stolz. 

Eine Anekdote noch am Rand - Vor dem Rennen war in der Garderobe ein freundlicher aber sehr gesprächiger Läufer. Er hat erzählt welche Zeit er sich vorgenommen hat und mich über das Rennen und meine Ziele ausgefragt. Er wollte immer mehr wissen. Welche Rennen ich dieses Jahr gelaufen bin. Welche Zeit ich am GP gehabt habe, welches meine PB ist und so weiter und so weiter. Am Schluss musste ich vor der ganzen Garderobe fast alle meine Erfolge offen legen. Mir war es extrem peinlich und den anderen Personen in der Garderobe wurden die Augen immer grösser - spätestens nach dem ich auch noch mein Alter offenlegen musste.  

Samstag, 30. September 2023

Triallauf Randa - Europaweg - Zermatt (22km / 1600Hm)

 Zuerst etwas zu meinen Laufaktivitäten

Die Platarfaziits spüre ich kaum noch. Das linke Knie "juckt" wieder etwas, aber nicht weiter schlimm. Meine Form geht wieder Richtung schnell. Trotzdem habe ich mich entschieden im Moment keine Rennen mehr zu laufen. Gar keine, vermutlich nicht. Aber es tut tatsächlich gut, wenn der selbst auferlegte Druck weg ist. Ich kann die Trainings wieder viel mehr geniessen. Rennen, lasse ich einfach offen. Wenn es gut geht und passt, melde ich mich an und wenn nicht, ist es auch nicht weiter schlimm. OK, der GP im nächsten Jahr ist wieder ein anders Thema. 


Europaweg (Randa bis Zermatt)

Mit Roger war seit langem geplant, einmal zusammen einen Teil des Europawegs zu laufen. Deshalb haben wir uns im Frühling auf den 29. September als Datum geeinigt. Das wir wetterseitig den perfekten Tag erwischen, hätte wir nie gedacht. 

Die Steckenwahl machte uns schon ziemlich Kopfzerbrechen und am Schluss sogar schlaflose Nächte. Das Ziel Zermatt war gesetzt,  aber wo starten? Grächen, der eigentliche Ausgangspunkt definitiv viel zu weit (wären 35km gewesen). Deshalb stand Randa als Start schnell mal zu Oberst auf der Liste - oder doch lieber Täsch - oder doch lieber Randa und irgendwie abkürzen. Am Schluss einigten wir uns auf die 20km Variante. 





Wie geplant konnten wir ca. um 11 Uhr los laufen. Der erste Teil bis zur "Charles Kuonen" Hängebrücke war schonmal sehr steil. Joggen war nicht möglich, aber immerhin schnelles gehen. So waren wir nach 40min bereits bei der Brücke (Wanderzeit wäre 2h20 gewesen). 

Nach der Brücke geht alles mehr oder weniger auf der gleichen Höhe bis Zermatt. Könnte man meine. Stimmt aber nicht, immer wieder steile Anstiege. Aber die Gegend ist wahnsinnig schön. Sehr abwechslungsreich. Manchmal mussten wir sogar etwas Klettern oder unter einer Steinschlagverbauung hindurch robben. Für mich am schlimmsten war die Directissima von Tuftra nach Zermatt runter. Sehr steil mit vielen Wurzeln und Steinen. "Tschüss" Zehennagel. 

Den ganzen Weg haben wir in einer Laufzeit von ca. 3:30h geschafft. Mit Pause und Fotohalte waren wir insgesamt 4:30h unterwegs (Wanderzeit wird 8h angegeben). 

Die Tour ist ein absolut tolles Erlebnis der Superklasse. Das werden wir nie vergessen, aber vielleicht auch nicht wiederholen (vielleicht etwas abgespeckt) 

Mittwoch, 16. August 2023

Gijon - beste Therapie

 Deja-vu! Bereits das letzte Mal in Gijon hat sich mein Sehnen-Problem von einem Tag auf den andern verbessert. Auch diesmal! Ich weiss nicht woran es liegt, am Schwimmen im Meer oder das „Kneipen“ im kühle Wasser. Jedenfalls kann ich auch in diesem Jahr fast zusehen, wie sich die Plantarfazitits verbessert. Die Therapie sollte ich zum Patent anmelden :-)

Inzwischen kann ich praktisch beschwerdefrei auch längere Distanzen laufen. Selbstverständlich immer sehr vorsichtig, weil ich die Faszie immer noch etwas spüre und natürlich ist die Angst einen falschen Schritt zu machen immer noch vorhanden. 

Seit kurzen laufe ich mehrheitlich in den Vaporfly. Eigentlich ein reiner Wettkampf-Schuhe, aber es geht damit einfach am Besten. 

 Meine Form ist nach einer so langen Laufpause futsch. Um so schöner fühlt es sich an, wenn es jeden Tag etwas besser geht. Nach dem Training bin ich zwar immer etwas müde, es reicht aber für die Erholung bis zum nächsten Tag. Speziell bemüht bin ich, nur ganz kleine Schritte zu nehmen. Ist zwar etwas langsamer aber der Trainingseffekt ist umso besser. 

Plantarfasziitis II

 Meine Verletzungssammlung konnte ich mit einer "Verbesserung" der ersten Plantarfasziitis zu Fasziitis II steigern. Was ist passiert? Ich hatte den Eindruck, auch mit moderaten Schmerzen weiter trainieren zu können. Es ging auch lange gut. Etwas in Euphorie bin ich Ende Juni ein Taining mit flachen Schuhen in einem zügigen Tempo gelaufen. Es hat einfach Spass gemacht. Ein Schritt auf den anderen schmerzte die Fusssohle des rechten Fuss wieder extrem. Natürlich weiss ich, dass es am Besten ist nicht einfach weiterzulaufen und lieber das Training abzubrechen. Also habe ich den Notausstieg gewählt und bin mit dem Postauto zurück ins Büro gefahren. Leider hat es nicht geholfen. Meine zweite Plantarfasziitis war realisiert. 

Was im Kopf funktioniert, machen meine Sehnen und Faszien nicht mehr mit. Schwierig jetzt einen gesunden Weg zu finden. War's das? Habe ich meinem Körper zu viel zugemutet und er rebelliert jetzt. 

Donnerstag, 22. Juni 2023

Adidas Adios 8 / Plantarfaziitis

Adidas Adios 8
Nach zig Jahren habe ich mir wieder einmal ein Paar Adidas Laufschuhe gekauft (ohne Boost, sonst wäre es kein Thema gewesen). Erster Test: sehr anstrengend zu laufen. Ich bin es mir nicht mehr gewohnt so direkte Schuhe zu laufen. Chli angewöhnen und es wird wieder richtig schnell :-)




Plantarfasziitis 🥲
Die Schuhumstellung war vielleicht doch etwas zu extrem. Jetzt habe ich mir eine Plantarfasziitis geholt.
Man könnte meinen es sollte bald reichen, mit den Verletzungen. Andere Sammeln Briefmarken und ich halt Verletzungen. Immerhin kenne ich mich in der Zwischenzeit gut mit den Behandlungen aus.

Kleine Anekdote dazu: Nach dem Fingerbruch musste ich lange in die Physiotherapie. So oft, dass ich schon gut bekannt war. Wieder einmal dort gab es einen anderen Patienten der über Probleme mit der Piriformis klagte. Das Physioteam meinte, er soll doch gleich mich als Läufer fragen, ich würde mich bestimmt gut damit auskennen. Ich durfte der ganzen (Hand)-Physioabteilung die besten Priformis-Übungen zeigen. 

 

Dienstag, 6. Juni 2023

Zahn gezogen und der Sommer ist da

Vor etwa 3 Wochen wurde mir der Zahn gezogen. Jetzt habe ich ein Provisorium, dass ich aber zum Sporttreiben rausnehme. Ich muss ja niemandem gefallen und das Atmen geht etwas besser. Tja und ich bin ein paar Gramm leichter 😉. An einem Familienfest hatten wir ein Thema von früher, dass Töffli-Frisierä. Tim hat gemeint meine Zahnlücke ist wie ein Kolbenfester. Jetzt laufe ich viel besser 🤪

Das Provisorium brauche ich 4 Monate bis das Implantat gesetzt werden kann. Dann dauert es noch einmal 8 Wochen bis der Stiftzahn montiert werden kann. Wenn es soweit ist, wird es schon wieder Winter sein. Dafür werde ich wieder in alter Schönheit sein und endlich wieder richtig zubeissen können. Darauf freue ich mich extrem. Mit dem Provisorium ist Essen schon etwas mühsam. Mit der Zeit hat man zwar den Trick raus. Trotzdem passiert es immer wieder, dass sich das Provisorium löst und ich es umständlich wieder einsetzten muss. Wenn der Mund dann auch noch voll ist, wird es zu einem (peinlichen) Abenteuer. 



Rennvelofahren

So schön, bei sommerlichen Temperaturen zu Spörtlen. Da geht es einem sofort viel besser 😁

Für mich "lebens"-wichtig: Ich kann/darf wieder Trainieren. Natürlich viel Laufen und wenn es geht öfter mit dem neuen Rennvelo. 


Nur die Kraft fehlt halt immer noch und ich kann meist nur Grundlagen mit kleinen Schritten laufen (sollte man eigentlich auch). Immerhin ist mein Grundlagentempo schon wieder recht passabel, auch wenn man das auf Strava nicht sofort sieht.


next step
Jetzt wo es wieder aufwärts geht würde ich gerne an einem Wettkampf teilnehmen. Nur im Sommer gibt es weniger Läufe, die mir liegen. Erst im Herbst geht es mit den Halbmarathons los. Ev. mache ich den Vogellisi-Lauf. Vom letzten Jahr habe ich einen Gratisstart und es wäre gleichzeitig ein gutes Training.