Sonntag, 17. Mai 2009

Programm-Änderung

Frankfurt-Marathon
Für den Herbst habe ich mir die Teilnahme an einem Marathon vorgenommen. Am liebsten etwas Schnelles, den schliesslich sollte meine PB noch zu verbesseren sein.
Von verschieden Seiten wurde mir erzählt und bestätigt, dass die Regenerationszeit nach dem Jungfrau-Marathon erstaunlich kurz ist und es eine ideale Vorbereitung für einen Lauf im Herbst ist. Grund genug um einen kleinen Selbstversuch zu wagen. Damit der Vergleich funktioniert, sollte es aber schon eine schnelle Marathon-Stecke sein. Im Herbst bieten sich in der Schweiz Lausanne und Luzern an. Luzern eher ein Volksfest als ein Lauf (sorry, für die kritische Meinung) und Lausanne ist zwar nett, aber auch nicht berauschend schnell. Nun, hat mich Thomas Winkler unser Trainer beim STB auf die Idee gebracht, es doch in Frankfurt zu versuchen. Frankfurt ist mit dem Zug gut und günstig erreichbar und .... er gilt als einer der schnelleren Marathons. Nun werde ich mich um einen Startplatz bemühen.

Blüemlisalp Lauf
Um das "Frauenlauf-Loch" zu füllen habe ich mich für den Start am Blüemlisalp-Lauf entschieden. Männer dürfen am Frauenlauf logischerweise nicht teilnehmen und fallen so zusagen in ein Loch, weil der Rennkalender neben dem Anlass für Frauen keine grösseren Startgelegenheiten vorsieht. Der Blümlisalp-Berglauf ist ein kleiner Test, um zu prüfen ob ich auch Berg-auf ohne Beschwerden laufen kann. Der Arzt hatte nach der Operation ja gemeint, dass diese am längsten Probleme machen wird.

Gigathlon - Inlinerin dringend gesucht
Bad news vom Gigathlon. Unsere Inlinerin hat von Swisspower ein Angebot erhalten und wird jetzt in diesem Team starten. Wir haben Verständnis für Ihren Entscheid, es ist eine einmalige Gelegenheit. Für uns ist es natürlich sehr schade, jetzt sind wir wieder auf der Suche nach einer (möglichst) tempofesten Frau auf Rollen. Bitte melden, wenn Ihr eine Dame kennt, die gerne auf Inliner unterwegs ist und vielleicht auch schon das eine oder andere Rennen bestritten hat. Wir sind ein aufgestelltes Team mit Gigathlon-Erfahrung und möchten gerne in diesem Jahr in den vorderen Plätzen mitmischeln (wenns geht).

Mittwoch, 29. April 2009

Nun gibt es die ersten Bilder vom GP und ein kleiner Finisher Clip vom GP.

Toll, dynamische Aufnahme, aber wieder einmal sehe ich so unschön "Alt" aus. Wieso ich immer genau in diesem Augenblick fotografiert werde, wenn es mir gerade nicht läuft, weiss ich auch nicht? Vielleicht weil es mir nie läuft .... glaube ich weniger.

Aber an dieser Stelle musste ich wirklich auf die Zähne beissen.
Ich habe eine Idee: ich könnte ja sagen der gequälte Blick sei extra damit sich meine Gegener in einer falschen Sicherheit wägen. Coole Taktik. Einer meiner Läuferkollegen würde jetzt sagen: Typisch Radfahrer.

Noch etwas zum Finisher Clip. Ich musste extra den Zieleinlauf von Thomas Feuz wählen. Er ist genau vor mir eingelaufen. Mit meiner Startnummer kommt immer nur Aegerter Dominique. Es ist der Töff-Crack, der mit der gleichen Nummer den Altstadt-GP gelaufen ist.


Sportliche Grüsse, Martin


Übrigens, das Bild habe ich beim STB stibizt, ich hoffe es geht in Ordnung (schliesslich bin ja ich drauf)

Samstag, 18. April 2009

Grandprix von Bern 2009

Es war schon ein besonders Gefühl mit der Nummer 77 zusammen mit den Top Herren ganz zu vorderst, noch vor dem Seil, einzustehen. Kein Gedrängel, genügend Platz und schön abgeschirmt von der startbereiten Masse hinter uns. Zugegeben, irgendwie fühlte ich mich etwas deplatziert in Mitten der Topstars. Den Kenianer links neben mir schien es nicht zu stören und grüsste mich freundlich. Auf der rechten Seite noch ein kleiner Schwatz mit Markus Haener. Wer hätte gedacht, dass wir uns wenige Stunden später auf den Podest wieder treffen(er war Erster bei den M45).

Nun das Resultat gleich vorweg: ich bin den GP in 57:50 Minuten gelaufen.
Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden. Ich konnte das Rennen wie vorgenommen sehr gut einteilen und habe in den Steigungen bewusst immer etwas Tempo raus genommen. Es hat sich bewährt. Während den ganzen 16 Km hatte ich keine Schwächen. Doch, eine kleine Kriese hat es gegeben als ich Richtung Dählhölzli eine starke Gruppe ziehen lassen musste. Mit dem Bewusstsein, dass uns auf der Monbijoux-Brücke ein starker Gegenwind erwartet, wäre ich gerne in der Gruppe geblieben. Es blieb mir also nichts anders übrig, als auf den eigenen Laufrythmus zu achtet. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich nicht gedacht, dass ich später die ganze Gruppe wieder ein- und überholen werde.

Die Verhältnisse waren super. Allerdings war es etwas wärmer als erwartet und ich musste unterwegs vermehrt etwas trinken. Der recht kräftige Wind, empfand ich nicht als störend.

Nach meiner Operation im Dezember hat mir der Arzt prognostiziert, während ca. sechs Monate nicht leistungsmässig Laufen zu können. Heute, bereits nach rund 4 Monaten, ein solches Resultat hätte ich nicht zu träumen gewagt. Erst vor 2 Monaten habe ich mein erstes Training nach dem Ops aufgenommen und mit einem Muskelkater abgeschlossen.

In Bezug auf die Läufer die in der Regel etwa gleich schnell sind wie ich, bin ich auch dieses Jahr wieder bei den Leuten. Die Zeit ist trotz guter Verhältnisse etwas langsamer als bei der Hitzeschlacht im letzten Jahr. Erstaunlich ist, dass auch meine Vergleichsläufer nicht schneller waren. Immerhin bin ich den GP schneller gelaufen als einige Konkurrenten, die am Chäsitzer vor 14 Tage noch deutlich vor mir lagen. (und die Saison hat doch erst angefangen ;-) )

Rennschuh-Debakel
Eine besondere Geschichte dreht sich wieder einmal um meine Laufschuhe. Die Geschichte beginnt am Ende des Chäsitzer-Loufs. Zu meiner Überraschung holte ich mit meinen heiss geliebten und New York bewährten Asics Bandito gleich zwei schwarze Zehennägel. Noch kurz davor habe ich mich darüber gefreut, wieder einmal ganz normal aussehende Füsse zu haben, ohne diese schwarzen Dinger. War die Ursache für die kaputten Nägel eine neue Fuss-Gymnastik die ich seit zwei Wochen mache? Fühlten sich seither nicht meine Füsse etwas breiter an?
Die blutunterlaufenen Zehen waren recht schmerzhaft und ich konnte nur noch eingeschränkt trainieren. Deshalb entschloss ich mich eilends, die verbleibende Zeit bis zum GP nutzen und ein Paar Mizuno Musha zu besorgen und diese noch schnell einzulaufen. Die Mizunos sind mir sowieso schon lange ins Auge gestochen und sie bieten im Zehenraum etwas mehr Platz. Die Mizuno’s sind flach und schnell, aber auch etwas weich, so dass man sich zuerst daran gewöhnen muss. Nach drei Trainings taten mir deshalb plötzlich wieder die Achillessehen weh. Ein Problem, von dem ich überzeugt war, es mit der Fussgymnastik gelöst zu haben. Mit der Aussicht, noch einmal ein paar Zehnnägel zu verlieren entschied ich mich, kurzfristig kein Risiko einzugehen und doch lieber die Banditos für den GP zu nehmen. Zum Glück, es war alles perfekt: keine Schmerzen (auch nicht bei den Achillessehen) und keine zusätzlichen schwarzen Nägel. Ich mag einfach die Banditos!! Aber die Mizuno Musha werden bestimmt nach einer zusätzlichen Gewöhnungszeit meine zweite „Geheimwaffe“.

Sonntag, 12. April 2009

Gut trainiert und ein positiver Testwettkampf

Es ist schon einige Zeit her, seit meinem letzten Post. Wir hatten zu Hause viel um die Ohren und es blieb leider keine Zeit, an meinem Berichten zu schreiben.
Trainieren konnte ich aber trotzdem recht gut. Die letzte Woche hatte ich Ferien und konnte bei super Wetter das Pensum sogar erhöhen. Ich fühle mich fit und der GP kann kommen. Bin gespannt, was dieses Jahr zeitlich drin liegt.

Chäsitzer-Louf
Der Start am Chäsitzer-Louf war ein spontaner Entscheid. Eigentlich war der "Wiedereinstieg" für den GP geplant, aber das schöne Wetter und die bevorstehenden Ferien haben mich dazu motiviert, mich kurzfristig anzumelden. Ziel war: Gut über die Runden zu kommen und das Rennen gut einzuteilen. Eigentlich wollte ich die ersten acht Kilometer noch locker angehen und erst danach das Tempo zu erhöhen. Nicht ganz gelungen, schon von Beginn weg, war ich in den vorderen Fronten. Mit dem Resultat (16. und 4. in der Alterkategorie) bin ich zu frieden. Auf den ersten 10 km habe ich noch eine Minute Rückstand auf meine besten Zeiten, es wäre aber vermessen, jetzt schon Bestzeiten zu erwarten. Das Wichtigste: Das gute Gefühl und das Vertrauen, dass es wieder geht, sind da und lassen mich viel gelöster an die nächsten Rennen gehen.

Minus zwei Zehennägle
Es lässt sich nur schwer erklären. In meinen heiss geliebten Laufschuhen, die mich in New York problemlos über die Marathon-Distanz trugen, habe ich zwei blaue Zehennägel geholt. Irgendwie sind meine Füsse bereite geworden ?!? Keine Ahnung ob es am Frühling liegt oder der neuen Fussgymnatik, die ich seit kurzem regelmässig absolviere. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, kann ich am GP meine Lieblingsschuhe laufen oder muss ich auf ein paar älter, etwas breitere Treter zurückgreifen. Immerhin wären auch die Marathon erprobt (my first Marathon)

Montag, 16. Februar 2009

Erstes Training

<-- Natürlich wurde mein erstes Taining auch als Bild festgehalten.

42 Minuten ohne Problem
Heute bin ich eine weitere Einheit gelaufen. Diesmal waren es bereits 42 Minuten. Mit dem Tempo will es noch nicht so recht passen und zu Hause spürte ich etwas meine Beine, aber die operierte Stelle macht absolut keine Problem. Ich kann also wieder an ein regelmässiges Training denken.

Viele Grüsse
Martin
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Samstag, 14. Februar 2009

Bin wieder dabei

Hallo
Passt doch zum Valentinstag. Heute war mein erster Lauf seit meiner Operation. Das erfreuliche vorweg: es lief wunderbar.

Als Einsteig hatte ich mir vorgenommen, nur mal 20 Minuten zu laufen und dann abzuwarten, wie es danach geht. Die Koordination ist noch nicht top und irgendwie fühlt sich der Laufstiel noch etwas "verdreht" an, aber dass ist ja auch verständlich nach einer so langen Pause. Jedenfalls bin ich zuversichtlich, bald wieder regelmässig laufen zu können. Jetzt heisst es, nur nicht übermütig werden und schön langsam aufbauen. "Schön langsam" wird sicher schwierig für mich, dafür sollte es am Ende wieder ja wieder "schön schnell" sein, so hoffe ich doch zumindest.

Viele Grüsse
Martin

Samstag, 24. Januar 2009

Schon bald wieder laufen

Die Krücken sind weg und mit nur noch wenig Schmerzen kann ich mich schon fast ohne Hinken bewegen. Nun heisst es Geduld haben und nicht zu früh wieder das Training aufnehmen. Ich bin zuversichtlich und glaube, dass im Februar das erste Mal wieder ernsthaft die Jogging-Schuhe anziehen kann.

Auch mit dem Kiefer geht die Genesung schrittweise vorwärts. Das taube Gefühl in der linken Gesichtshälfte und den Lippen nimmt ab. Einzig die geschwollen Backe will nicht so recht besser werden und am Abend nach der Arbeit, schmerzt der Kiefer so stark, dass ich nicht mehr runter schauen oder mich bücken kann. Das wird hoffentlich auch bald besser werden.

 

Prahlen oder ins richtige Licht rücken

Kürzlich wurde ich gefragt was mein Hobby ist. Meine Antwort war natürlich Marathon. Ich habe dann gleich ein paar Zeiten und Platzierungen erwähnt um meine Ambitionen ins rechte Licht zu rücken. Gleich danach bekam ich Zweifel. Bin ich ein Angeber. Früher als Radrennfahrer war es viel einfacher. Auf die Frage nach meine Hobby war die Antwort: Radrennen. Damit war alles klar und jeder konnte sich vorstellen, dass es nicht nur um gemütliche Hobbyfahrten geht. Nichts gegen Hobbyfahrer. Es ist wichtig und schön, dass Leute sich sportlich betätigen und daran Freude haben. Dagegen würde ich nie etwas sagen. Es kann und will nicht jeder Rennen bestreiten. Beim Marathon ist die Beschreibung etwas schwieriger. Wird Marathon als Hobby genannt, stellen sich die meisten automatisch einen Jogger vor, der in der Masse läuft und stolz auf die zurückgelegten 42 km ist. Auch hier, Chapeau und grosse Achtung vor diesen Sportlern. Bei Läufern von meinem Schlag ist die Bewältigung der Distanz keine wirkliche Herausforderung mehr. Der Spass liegt im schnell Laufen und dem Kick des “optimalen” Rennens. Das heisst nicht halbtot im Ziel ankommen sondern gefordert aber immer noch locker. Massstab ist das Feeling und die gelaufen Zeit, das “optimale” Rennen halt eben. So gesehen geht es sicher in Ordnung, die Frage nach dem Hobby mit ein paar Angaben zum Leistungsniveau zu präzisieren.

Sportliche Grüsse

Martin