Sonntag, 10. Juli 2011

Hang loose / Laufen und Muri-Lauf

Naja, im Moment sind meine sportlichen Aktivitäten mehr auf der Linie "hang loose". Im Training habe ich keine grossen Pläne und mache nach Gefühl was gerade Spass macht. Das kann auch mal eine 3-stündige Velofahrt mit Kollegen sein, wie an diesem Wochenende. Danach war ich ziemlich fix und fertig. Fast unvorstellbar, dass während meiner aktiven Radrennzeit, dies ein ganz normaler Trainingstag  gewesen wäre. Auf dem Velo spüre ich die Spezialisierung zum Laufsport und es läuft nicht mehr so locker wie früher. Ab und zu aufs Velo steigen macht halt trotzdem noch grossen Spass, vor allem wenn es runter geht. Diesem Feeling kann, bei aller Liebe, dass Laufen nichts entgegen halten.
Am letzten Wochenende bin ich gleich an zwei Rennen gestartet. Am Samstag Abend in Laufen und ein paar Stunden später, am Sonntag Morgen, in Muri.
Auch wenn mir die Anhaltspunkte fehlen, war ich mit dem Resultat in Laufen zufrieden. Mit 58:34 über 10-Meilen war ich vergleichbar gleich schnell wie am GP. Vom Profil her waren es etwa 6 Argauerstalden und somit bestimmt 1-2 Minuten langsamer als der GP von Bern. Am Rennen war ich praktisch die ganze Strecke alleine und die Rangierung war relativ schnell klar. Da drückt man nicht auf die letzen Reserven sondern läuft einen lockeren Rhythmus bis ins Ziel. Entsprechend ist die Laufzeit halt auch nicht absolut gut.
Viel härter war der Muri-Lauf. Von Laufen spät nach Hause gekommen, fehlte mir wie erwartet die Erholungszeit. Schon ab dem Start war es sehr harzig. Eine Minute langsamer als meine Muri-PB ist etwas frustrierend. Unter Berücksichtigung der Umstände aber nicht so schlecht, immer hin ist Muri nicht gerade eine einfache Stecke.
Wie es im Leben so geht, konnte ich der Versuchung nicht wieder stehen und bin den Murilauf in den extra flachen Schuhen gelaufen. Die flachen Flundern machen einfach Spass, auch wenn mir an diesem Tag die Kraft fehlte, um die Schuhe wirklich effizient zu laufen.

Jetzt geht es ab in die Ferien und in Münsigen werde ich den nächsten Lauf bestreiten.

Viele Grüsse
Martin

Sonntag, 5. Juni 2011

Hinterkappelen-Lauf

Da ich längere Zeit in der Eymatt, also praktisch in Hinterkappelen gewohnt habe, wollte ich immer mal am Hinterkappelen-Lauf teilnehmen. In diesem Jahr hat es geklappt. Betreffend Teilnehmerzahl ist der Lauf nicht einer der grossen Ivents, sondern mehr ein Lauf im lokal vertrauten Rahmen.
Die Stecke führt über verschieden Abschnitte, die ich auch heute gerne in meine Trainings einbaue und so waren mir eigentlich die ganzen 10 Kilometer gut vertraut.
Bei so kleinen Läufen lässt sich die Rangliste schon beim Start erahnen. Wie erwartet konnte ich mit dem jungen Athleten vor mir (Belz) nicht ganz mithalten und wurde in einem nicht gerade hochkarätigen Feld gesamt Zweiter. Massstab war heute der nur geringe Rückstand zum Sieger und der deutliche Vorsprung gegenüber Läufer, die normalerweise auf dem gleichen Niveau laufen wie ich. So gesehen bin ich mit der Zeit von 35:13 Minuten (sind es glaube ich) recht zu frieden.
Etwas Probleme machte mir die Luftfeuchtigkeit. 87% hat die Wetterstation heute Morgen angezeigt. Während dem Lauf piff mein Atem wie eine alte Dampflokomotive und die Beine übersäuern viel schneller als gewohnt. Bei solchen Verhältnissen bestimmt das Ein- und Ausatmen meine Laufgeschwindigkeit.

Meine Wehwehchen, die mich hartnäckig während der ganzen Saisionvorbereitung bis zum Zürich-Marathon zu schaffen machten, sind zum Glück weitgehend verschwunden und ich kann jetzt sogar wieder die ganz schnellen Einheiten auf der Bahn laufen. Entsprechend haben sich in der letzten Wochen, meine Rundenzeiten wieder in einen besseren Bereich verschoben.Das konsequente Training in mehrheitlich flachen Schuhen scheint sich zu bewähren.

Meine nächsten Rennen sind die 10-Meilen in Laufen und kein halber Tag danach der Murilauf (nur als Training und ohne Ambitionen auf eine Spitzenzeit).

nah dann ... bis bald
Martin

Sonntag, 15. Mai 2011

GP Bern

"Vier Wochen nach dem Marathon bin ich noch nicht für eine Spitzenleistung bereit" Die Aussage von Viktor Röthlin gilt auch für mich. So gesehen ist gestern die gelaufene Zeit beim GP zwar nicht berauschend, insgesamt gesehen bin ich doch recht zufrieden (es hätte ja viel schlimmer sein können).

Gegenüber dem Chäsitzerlouf, als ich noch mit ganz weichen Beinen am Start war,  hat sich das Laufgefühl schon wieder recht gut eingestellt. Es fehlt einfach die Umstellungsphase vom  ruhigen Marathon-Laufen auf die höheren Tempos bei den Stassenläufen.

 Am meisten hat mich gefreut, dass ich doch sehr solide über die Distanz kam. Null Probleme mit Verletzungen oder Schmerzen, einzig in den Steigungen war der Tempoeinbruch noch etwas höher als normal. Dafür ist mir der letzte Kilometer für einmal recht gut gelungen und ich erreichte das Ziel unüblich recht locker.

Wieder etwas Pech hatte ich mit dem Rennverlauf.  Bereits ab Kilometer 5 lief praktisch völlig alleine. Für einen alten Windschattenfahrer wie mich ist es immer ein Nachteil wenn mir die mitziehende Gruppe fehlt. Im letzten Jahr war das noch anders, da hatte ich eine zugkräftige Gruppe über die ganze Distanz. 

Der Vergleich zum Vorjahr:


2010
2011
Platz
40
56
Pl.AK
1
3
Rel *
102.8%
101.7%
5km
00:16:13.5
00:16:33.4
10km
00:34:11.5
00:34:33.9
Zielzeit
00:56:13.5
00:56:49.2


In der Alterskategorie war einmal mehr Stephan Kneubühl vor mir. Er ist halt einfach schneller. Den Kategoriensieger (Dominique Huber) kannte ich bisher nicht.

Als nächstes werde verschieden kleine Rennen laufen und mich dann im Sommer für den dritten Saisonhöhepunkt, den Greifenseelauf (Halbmarathon), fit machen.

Sportliche Grüsse
Martin

Sonntag, 8. Mai 2011

1 Woche vor dem GP Bern

Es ist schon ein seltsames Gefühl. Auf der einen Seite ist die Power vom Marathon immer noch da, auf der anderen Seite gibt es im Training immer wieder Situationen wo die Kraft in den Beine fehlt und das Tempo zusammenfällt.
Letztes Jahr war es ähnlich, nach dem Marathon hatte ich mit vielen schmerzenden Stellen zu kämpfen, am Schluss gab es am GP ein tolles Resultat. In diesem Jahr fühle ich mich wesentlich besser erholt, dafür ist die Zeit zwischen Marathon und GP mit vier Wochen gleich 2 Wochen kürzer als letzten Jahr. Mit einem Topresultat darf ich also am GP nicht rechnen. Auf der anderen Seite, wenn ich mich in der nächsten Woche noch etwas besser erhole, wer weiss was noch drin liegt ;-))

Chäsizerlouf
Vor eine Woche war der Testlauf am Chäsizerlouf. Obwohl ich vernüftigerweise nicht hätte starten sollen und im Vorfeld ein sehr schlechtes Gefühl hatte, habe ich das Rennen zum Glück unbeschadet überstanden. Betreffend Form war es etwas frustrierend. Auch wenn man sich bewusst ist, dass keine Rekordzeit drin liegt, ist es im Ziel enttäuschend wenn man für die gleiche Strecke eine Minute länger braucht. Die Stärke liegt bestimmt darin, solche Enttäuschungen einfach wegzustecken und vorwärts zu blicken.

Mein nächste Marathon
Eigentlich wollte ich in diesem Jahr nur einen Marathon laufen und dafür im Herbst mit der Familie einmal etwas groszügiger, Ferien weiter weg, verbringen. Mit der aktuellen ökologischen und politischen Lage ist die Lust auf eine längere Reise etwas vergangen und wir werden nur ein paar Tage verreisen. Dafür habe ich von der Familie das OK für einen Herbstmarathon erhalten. Vermutlich werde ich in Lausanne an den Start gehen. Das Spezielle an meinem nächsten Marathon: ich will nicht eine neue Bestzeit in den Vordergrund stellen, sondern etwas experimentieren und verschieden Sachen ausprobieren.

Bis bald
Martin

Donnerstag, 28. April 2011

Zürich Marathon

Wie schon so oft hatte ich die Absicht, aus Zeitgründen auf die Einträge im Blog zu verzichten und jedes Mal werde ich darauf angesprochen, wann der nächste Eintrag folgt. Ich gebe mich geschlagen und schreibe etwas über meinen Saisonhöhepunkt dem Zürich Marathon. Bitte verzeiht wenn ich mit dem Schreiben ab und zu etwas in Verzug bin. Die Work-Live-Balance fordert ihren Tribut. 

Nach dem Marathon zur Erholung nach Irland
Echte Absicht war es nicht, aber weil die Schulferien genau so lagen, bin ich gleich zwei Tag nach dem Marathon mit meinem Sohn für eine Woche nach Irland gereist. Nach dem Marathon stand sowieso die Regeneration im Vordergrund und so passte es recht gut, in Irland keinen Meter zu Laufen, keinen Muskel zu dehnen und keine Übungen zu absolvieren. Einfach nur geniessen war die Devise. Da ich nach dem Rennen auch etwas an Gewicht zulegen musste, machte es nichts, einmal eine Woche typisch Irisch zu Essen. Das heisst: Eier, Würste und Schinken zum Frühstück und viel Fish and Chips. Alles Sachen die ein Sportler normalerweise meidet wie der Teufel das Weihwasser. In Irland kommt man ja nicht um Pommes herum. Egal was man isst, es werden immer ein Paar dazu gereicht.

Zum Marathon
Die Vorbereitung zum Marathon verlief sehr gut. Diesmal hatte ich sogar das Privileg, dass ich Überstunden dazu verwenden konnte, um am Nachmittag freizunehmen und mein Trainingsprogramm durch zuziehen. Fast wie ein (Halb)-Profi. 
Ich kämpfte ja seit Oktober mit verschieden Problemstellen. Die Leiste tat ständig weh, dann zog es auch noch in den Hamstrings. Wirklich erstaunlich: eine Woche vor dem Marathon waren alle Probleme weg und ich konnte völlig beschwerdefrei an den Start. Dann war auch die Wetterprognose nicht so schlecht und es musste an diesem Tag einfach ein super Resultat möglich sein. Ok, am Start war es mit ca. 4 Grad schon noch recht kalt. 

Schade, dass es dann doch nicht zu der sensationellen Zeit gereicht hatte. Im Vergleich zum letzten Jahr waren trotz den eigentlich guten Verhältnissen, die meisten der vergleichbaren Läufer deutlich langsamer. Ich habe keine plausible Erklärung dafür. Bei mir waren schon die ersten Kilometer zu langsam. Bis KM 2 noch knapp in der Pace verlor ich bis KM 10 schon fast eine Minute. Was mich irritierte waren die Läufer, die sonst deutlich schneller waren, lagen hinter mir. So musste ich mich entscheiden ob ich auf die grosse Gruppe hinter mir warten soll oder besser meine eigene Pace anschlagen. Ich entschloss mich nicht zu warten und lief ab diesem Zeitpunkt bis zum Ziel alles völlig alleine. So isoliert ist man halt schon nicht ganz so schnell. Wozu haben die Topläufer ja auch ihre Heerscharen an Pacemakern. 
Bei Rennhäflte lag ich immer noch die eine Minute hinter meinem Plan, die Beine waren aber noch sehr gut und ich "pflückte" ein Läufer nach dem anderen vor mir.
Beim KM34 begann die Krise. Wieder waren meine Hände völlig gefühllos. Zum Glück habe ich diesmal meine Verpflegung in einem handlichen Bidon deponiert. Nur, was im Training gut funktioniert hat, war unter Rennbedingungen eine Tortur. Weil ich so stark am Bidon saugen musste, war es nicht möglich, es leer zu trinken. Wieder einmal musste ich die letzten Kilometer unterverpflegt in Angriff nehmen. Ab KM 36 bekam ich Krämpfen im Magen (hatte ich noch nie) und dann auch noch im linke Fuss. Die letzten Kilometer lief ich so zu sagen nur noch ums "Überleben".

Schweizermeister der Kategorie M45
2:33 sind eine nicht schlechte Zeit, aber auch nicht das, was ich mir erwartet resp. erhofft hatte. Rangmässig bin ich aber sehr zu frieden. Mit dem 19. Platz bei der Elite war ich schneller als einige Läufer die normalerweise besser sind als ich. In der Alterskategorie hat es sogar zum SM-Titel gereicht. Da bin ich um ehrlich zu sein schon recht stolz darauf. 










Als Elite am Start
Es war ein schönes Erlebnis in Zürich mal mit den Privilegien eines Eliteläufer an den Start gehen zu dürfen. Anfangen mit dem Parkplatz gleich vor der Tür und der extra reservierten Garderobe, der Betreuung und dem Getränkedepot.  Tja, und dann hatte es auch etwas Startgeld gegeben. Fast wie ein echter Profi ;-)

Löcher in den Socken
Von einem Erlebnis muss ich auch noch erzählen. Vis-a-vis von mir hat sich in der Garderobe ein Afrikanischer Läufer vorbereitet. Der hatte tatsächlich fürs Rennen alte schwarze zerschlissene Socken mit vielen Löchern getragen. Entweder sind es seine Glückssocken und seit Jahren bestens bewährt oder er ist zu bedauern und muss die weinigen Sachen die er hat gebrauchen bis es wirklich nicht mehr geht. Hätte ich ein weiteres Paar Socken als Reserve dabei gehabt, ich hätte sie im geschenkt. 

Nächstes Rennen
Mein nächstes Rennen ist der Chäsitzerlouf am Samstag und dann gehts schon an den GP von Bern.
Nach der langen Pause habe ich keine Ahnung wie es um meine Form steht. Ich bin also sehr gespannt wie es an den beiden Rennen laufen wird. 

Liebe Grüsse
Eurer Martin



Sonntag, 3. April 2011

10km SM in Lyss

Für die 10km SM in Lyss hatte ich insgeheim mehr erwartet. Viele beklagten sich über die "Hitze", für mich war dies aber nicht der Grund wie so ich "nur" ein gute und keine sehr gute Zeit gelaufen bin. Klar der Organismus ist sich so früh im Jahr noch nicht an Temperaturen über 20 Grad gewohnt. Es ist erst ein paar Tage her, seit ich noch in der warmen Jacke mit Mütze und Handschuhen trainieren ging. Viel mehr habe ich den Start etwas vermasselt. Ich war ganz brav eingestanden und musste eingeklemmt, tatenlos zusehen, wie sich immer mehr Läufer von vorne in die Startaufstellung drängten. Als das Rennen los ging, musste ich mich zuerst im Zick-Zack-Kurs nach vorne arbeiten. Die 2km-Durchgangszeit war mit 6:34 sehr gut, aber ich spürte, dass ich etwas über-powert war. Zirka bei der Steckenhälfte blieb mir nichts anders übrig als eine kleine Pause einzulegen und das Tempo zu reduzieren. Zum Glück viel der Puls auch rasch in einen günstigeren Bereich und im letzten Streckendrittel konnte ich noch einmal richtig Gas geben. Am Schluss war ich 14 Sekunden über meiner PB. Bei diesen Verhältnissen hatte ich erwartet, so nebenbei noch meine 10km-PB zu verbessern. War leider nichts.

Man darf aber nicht vergessen, das ich aus der Marathon-Vorbereitung für Zürich eine sehr harte Trainingswoche hinter mir hatte und ziemlich müde an den Start ging. So gesehen bin ich mit dem Laufgefühl und dem Resultat unter dem Strich trotzdem zu frieden. Die Form scheint etwa gleich wie letztes Jahr um diese Zeit zu sein und da ist mir danach in Zürich ja ein super Resultat gelungen.

Meine Schulauswahl war etwas riskant. Ich entschied mich kurzfristig nicht mit den bewährten Schuhen zu laufen, sondern ein noch leichteres und flacheres Modell zu nehmen. Zum Glück alles gut gegangen, es dauerte einen Moment bis ich mich an das direkte Laufgefühl gewöhnt hatte, danach war es aber super so richtig abdrücken zu können.

Diese Woche ist Trainingsmässig wieder etwas weniger hart. Ich glaube die Erholung wird mir gut tun.

Viele Grüsse
Martin

Montag, 21. März 2011

Kerzerslauf - Nicht schlecht gelaufen

Zum Glück bin ich frühzeitig nach Kerzers abgefahren. Lange Schlagen bei der Startnummernausgabe und überfüllte Garderoben machten die ganze Vorbereitung etwas stressig. Dass die Parkplätze weit weg von der Startnummernausgabe liegen ist bekannt und ich habe extra etwas mehr Zeit für die Anreise eingeplant.

Mit der für mich nicht gerade idealen Wetterprognosen war ich am Morgen nicht besonders motiviert ein Rennen zu laufen. Innerlich habe ich mich schon auf Regen und viel Wind eingestellt. Es wird also ein taktisches Rennen. Auch der Formstand war ein grosses Fragezeichen und ich hatte keine Ahnung, welche Laufzeit ich erwarten durfte.

Wie erwartet hatte ich schon ab dem Start mit der Bise mühe. Danke meiner Veloerfahrung gelange es mir recht gut, mich im Feld zu verstecken. Die ersten drei Kilometer waren für mich aber schon sehr hart. Ich dachte schon daran, dass ich den Lauf nicht durchstehe und möglicherweise sogar frühzeitig aussteigen muss. Nach einer flacheren Passage gelang es mir zum Glück mich etwas zu erholen und siehe da, von da an fing es an zu laufen.
Grosse Angst hatte ich vor diesem Golaten-Stutz. Ich bin ja nicht gerade als super Bergläufer bekannt. Ich habe mich schon darauf eingestellt dort etwas Zeit zu verlieren, dafür aber in letzten flachen Stück nochmals zu zulegen. Das ist die grösste Überraschung dieses Rennens: Am Stutz machte ich mit Leichtigkeit einige Ränge gut, dafür fehlte es im Flachstück noch etwas an Tempofestigkeit.
Im Moment wage ich es immer noch nicht, 100% Vollgas zu geben. Da ist innerlich immer noch eine Blockade und ich darf mich nur langsam an die maximale Belastung heranwagen. Ein Zuviel wäre jetzt fatal. Dafür sind aber die Vorbereitungsrennen ja da, um genau dies auszuloten.

Meine Endzeit von 52:31 Minuten liegt etwas 1-1/2 Minuten über meiner bisherigen Bestzeit in Kerzers. Hochgerechnet auf den GP könnte das etwa einer 56er-Zeit entsprechen. Die Form scheint also schon zu passen, auch wenn ich noch ein Mako im Topspeed habe. Mein Ergebnis ist der 33. Rang (over all) und überraschenderweise der Kategoriensieg in der Alterklasse M45.

Viele Grüsse
Martin