Die Halbzeit ist leider schon mehr als vorbei, aber ich konnte die Ferien hier in Gijon (Spanien) perfekt fürs Training nutzen. Letzte Woche hat es einen neuen Rekord betreffend Wochenumfang gegeben. Ich bin alles in allem 195km gelaufen. Wobei das tägliche Footing am Strand mit eingerechnet ist.
Im Hauptfokus lag diese Ferien wieder das Barfusslaufen. Bestimmt hat es auch damit dazu, dass ich zurzeit ein Buch über Kenianische Läufer lese. Das Barfusslaufen hat mich wieder gepackt und ich habe den Eindruck, dass es sich bereits vorteilhaft auf meine Laufleistung ausgewirkt hat. Ich kann wieder viel lockerer längere Schritte nehmen (ohne auszuholen oder zu stampfen). Alles ganz leicht. Jetzt hoffe ich natürlich auch auf positive Auswirkungen betreffend meinem Lauftempo und natürlich für eine super Leistung an der Marathon-WM am 16. August.
Im Gegensatz zur Schweiz ist es hier im Norden von Spanien "angenehm kühl". Direkt am Atlantik geht immer ein frischer Wind und es wird selten bis nie wirklich heiss. Fürs Trainieren natürlich auch nicht schlecht auch wenn auf 0 Höhenmeter der Höheneffekt fehlt.
Da wir kein Auto haben und es auch sonst nicht soviel zu erkunden mehr gibt sieht der Tagesablauf meist so aus, dass ich um 8Uhr aufstehe, etwas Kleines frühstücke, ein paar Übungen mache und etwa um 9.30 Uhr das Lauftraining starte. Dass ist meist was mein Trainingsplan vorsieht oder auch ein bisschen mehr. Danach mache ich ein ausgiebiges Dehnen am Strand und laufe noch die ca. 6km barfuss durch den (hart gestampften) Sand. Das Barfusslaufen ist allerdings von den Gezeiten abhängig. Es geht nur bei Ebbe richtig gut. Bei Flut ist das Meer zu hoch und es bleibt nur ein kleiner Strandabschnitt übrig. Jetzt wechselt die Ebbe wieder auf den Nachmittag und ich muss meine Ablauf etwas anpassen (erst am Nachmittag das Barfusslaufen absolvieren).
Wenn es geht bin ich auch täglich mehrmals im Meer. Leider ist das Wasser sehr kalt (sie sagen 21Grad aber ich kann es irgendwie nicht glauben) und meist hat es auch recht hohe Wellen. Deshalb ist es zum Schwimmen nicht immer ideal, dafür macht das Bodysurfen in den Wellen Spass. Ist ja auch eine Art von Training (manchmal fast ein Überlebenstraining).
Muchos saludos desde Gijon
Martin
Dienstag, 21. Juli 2015
Mittwoch, 1. Juli 2015
Aletsch-Halbmarathon
"Die Balance ist entscheiden" antworte immer auf die die Frage, wie ich die vielen Trainingskilometer, Wettkämpfe, Job und Familie unter einen Hut bringe. Diese Woche ist diese Balance massiv gestört. Ich musste Prioritäten setzten und deshalb musste auch mein Blog-Eintrag warten. Nun ist der da.
Ich hatte immer grossspurig erklärt, dass ich leider kein Bergläufer bin und an solchen Wettkämpfen, so schön sie auch sind, nicht mehr teilnehme. Diesmal liess ich mich von Kollegen überreden und fand selber auch, dass es lässiger ist, den Aletsch-Halbmarathon trainingsmässig zu laufen, anstatt zu Hause einen langweiligen Longjogg zu machen. Gesagt, getan, ich konnte mir einen der letzten Startplätze ergattern.
Das Rennen oder das Training, je nach dem wie man es nennen will, war schlicht weg der Hammer. Es macht schon sehr viel Spass bei so tollem Wetter durch eine so faszinierende Gegend zu laufen. Da es nur Training war, konnte ich es ganz locker angehen und hatte keinen Stress. Im Nachhinein war das sogar ein Erfolgsfaktor. Weil ich nicht jede Sekunde rausquetschen musste und keine Ahnung von meinen Gegnern hatte, versuchte ich nicht möglichst schnell sondern möglichst trittsicher zu laufen. Man muss sich auf den schmalen und kurvigen Wegen sehr gut auf die Stecke konzentrieren. Es zeigte sich dann, dass es gar keine so schlechte Taktik war und ich am Schluss mit der trittsicheren Variante sogar schneller war als mit "Juflä".
Tja, und auf einmal kam sogar ich in den ganz steilen Abschnitten gut vorwärts und musste bis auf die letzten beiden Kilometer praktisch nie wandern. Auf einmal hatte ich auch den Trick raus, wie ich im Steilen laufen muss. Möglichst auf den Zehen aufsetzten und nur ganz kurze Schritte nehmen. Berg-Cracks lachen jetzt über mich, ist doch sonnenklar, für mich war es aber DIE Erkenntnis. OK ich hatte auch immer etwas Angst so stark auf den Zehen zu laufen weil, dadurch die Achillessehne extrem belastet wird. Aber auch da habe ich mich geirrt. Es war sogar gut für die Sehnen.
Obwohl völlig kaputt, war es schon herrlich, oben angekommen die wunderbare Aussicht zu geniessen. Es hat übrigens auch unterwegs eine besondere Stelle wo man wundebar auf den Aletschgletscher sieht. Einfach atemberaubend. Leider bliebt nicht viel Zeit zum Schauen weil gerade dort die Strecke sehr steinig ist. Ich habe einige Läufer gesehen, die hatten ziemlich blutige Schürfwunden, weil sie vermutlich zu wenig gut aufgepasst hatten.
Ich habe selber auch mehrmals ziemlich stark den Fuss angeschlagen (komischerweise immer nur der Rechte). Ich weiss nicht so recht ob es einen Zusammenhang mit meiner grossen Schuhgrösse hat. Jedenfalls hatte ich ziemlich über mich selber geschimpft, weil es mir nicht gelang die Füsse zu heben. Eben halt doch eine Strassenläufer.
Dass es rangmässig auf das Podest reicht hätte ich nicht erwartet, es war ja auch überhaupt nicht das Ziel. Umso grösser war die Freude über den tollen zweiten Preise. Ich hätte sogar beinahe die Kategorie gewonnen. Der Sieger hat mich erst auf den letzten 300m überholt. Ich bin gewandert, weil ich dachte das wars und er ist als einziger wie ein Verrückter die extrem steile Rampe hoch gerannt. Irgendwie hatte ich es mir noch so gedacht, dass der mich überholen will. Auf der einen Seite ist jetzt ein grosser Respekt, weil er noch so raufsprinten konnte, auf der anderen Seite: die 10 Sekunden wären zuvor locker herauszuholen gewesen. Wenn es jetzt noch ein freundlicher Typ gewesen wäre, wäre es ja noch gegangen, aber leider war er nicht besonders sympathisch.
Ich hatte immer grossspurig erklärt, dass ich leider kein Bergläufer bin und an solchen Wettkämpfen, so schön sie auch sind, nicht mehr teilnehme. Diesmal liess ich mich von Kollegen überreden und fand selber auch, dass es lässiger ist, den Aletsch-Halbmarathon trainingsmässig zu laufen, anstatt zu Hause einen langweiligen Longjogg zu machen. Gesagt, getan, ich konnte mir einen der letzten Startplätze ergattern.
Das Rennen oder das Training, je nach dem wie man es nennen will, war schlicht weg der Hammer. Es macht schon sehr viel Spass bei so tollem Wetter durch eine so faszinierende Gegend zu laufen. Da es nur Training war, konnte ich es ganz locker angehen und hatte keinen Stress. Im Nachhinein war das sogar ein Erfolgsfaktor. Weil ich nicht jede Sekunde rausquetschen musste und keine Ahnung von meinen Gegnern hatte, versuchte ich nicht möglichst schnell sondern möglichst trittsicher zu laufen. Man muss sich auf den schmalen und kurvigen Wegen sehr gut auf die Stecke konzentrieren. Es zeigte sich dann, dass es gar keine so schlechte Taktik war und ich am Schluss mit der trittsicheren Variante sogar schneller war als mit "Juflä".
Tja, und auf einmal kam sogar ich in den ganz steilen Abschnitten gut vorwärts und musste bis auf die letzten beiden Kilometer praktisch nie wandern. Auf einmal hatte ich auch den Trick raus, wie ich im Steilen laufen muss. Möglichst auf den Zehen aufsetzten und nur ganz kurze Schritte nehmen. Berg-Cracks lachen jetzt über mich, ist doch sonnenklar, für mich war es aber DIE Erkenntnis. OK ich hatte auch immer etwas Angst so stark auf den Zehen zu laufen weil, dadurch die Achillessehne extrem belastet wird. Aber auch da habe ich mich geirrt. Es war sogar gut für die Sehnen.
Obwohl völlig kaputt, war es schon herrlich, oben angekommen die wunderbare Aussicht zu geniessen. Es hat übrigens auch unterwegs eine besondere Stelle wo man wundebar auf den Aletschgletscher sieht. Einfach atemberaubend. Leider bliebt nicht viel Zeit zum Schauen weil gerade dort die Strecke sehr steinig ist. Ich habe einige Läufer gesehen, die hatten ziemlich blutige Schürfwunden, weil sie vermutlich zu wenig gut aufgepasst hatten.
Ich habe selber auch mehrmals ziemlich stark den Fuss angeschlagen (komischerweise immer nur der Rechte). Ich weiss nicht so recht ob es einen Zusammenhang mit meiner grossen Schuhgrösse hat. Jedenfalls hatte ich ziemlich über mich selber geschimpft, weil es mir nicht gelang die Füsse zu heben. Eben halt doch eine Strassenläufer.
Dass es rangmässig auf das Podest reicht hätte ich nicht erwartet, es war ja auch überhaupt nicht das Ziel. Umso grösser war die Freude über den tollen zweiten Preise. Ich hätte sogar beinahe die Kategorie gewonnen. Der Sieger hat mich erst auf den letzten 300m überholt. Ich bin gewandert, weil ich dachte das wars und er ist als einziger wie ein Verrückter die extrem steile Rampe hoch gerannt. Irgendwie hatte ich es mir noch so gedacht, dass der mich überholen will. Auf der einen Seite ist jetzt ein grosser Respekt, weil er noch so raufsprinten konnte, auf der anderen Seite: die 10 Sekunden wären zuvor locker herauszuholen gewesen. Wenn es jetzt noch ein freundlicher Typ gewesen wäre, wäre es ja noch gegangen, aber leider war er nicht besonders sympathisch.
Freitag, 26. Juni 2015
Firmenlauf Bern (24.06.2015)
Der Firmenlauf in Bern stand natürlich nicht zuoberst auf meiner Liste der wichtigsten Rennen. Es war aber eine tolle Gelegenheit, zusammen mit Firmenkolleginnen und -Kollegen plauschmässig ein Rennen zu bestreiten. Ehren Sache, dass ich mich als Teamkapitän zur Verfügung gestellt habe und unser Team Vorort betreute.
Wenn man regelmässig an Laufverantstaltungen teilnimmt gewöhnt man sich mit der Zeit an einen gewissen Standard. Beim Organisator des Firmenlauf wird man den Eindruck nicht los, dass er auf Firmenanlässe spezialisiert ist und das eigentliche Rennen nur zweitrangig war. So konnte man sich im Vorfeld über die verschieden Sponsorzelte informieren, wie viel sie kosten, wo sie stehen und welche Personenfrequenz sie bringen. Die typischen Renninformationen die man normalerweise so braucht, kamen aber nur tropfenweise oder mussten mühsam zusammen gesucht werden.
Auch die Wahl der Strecke war nicht nur aus meiner Sicht eine absolute Katastrophe. Ok es waren glaube ich um die 3'000 Läufer und Walker am Start. Wenn aber die Strecke auf den ersten Kilometer dermassen eng ist, dass es mehrfach zu grösseren Staus kommt, ist das nicht erfüllt und ich glaube den meisten Teilnehmer hat das auch nicht gefallen.
Ich selber konnte mich immerhin stinkfrech in die vorderste Startreihe drängen und mit etwas Ellbogeneinsatz kam ich ohne grossen Schaden über den ersten Kilometer. Der notwendige Schnellstart bekam ich auf der zweiten Steckenhälfte beinhart zu spüren. Ich war völlig flach und ausgelaugt und blieb fast am Boden kleben. Zu meine Ehre muss ich noch erwähnen, dass ich am Dienstag im STB-Training war und mit den anderen ein Intervall mit insgesamt 8km Belastung absolviert hatte. 20 Minuten über die 5.4 km gibt einen Schnitt von 3:40. Nicht gerade berauschend wenn man davon ausgeht, dass ich wesentlich längere Rennen (Halbmarathon) in einem viel besseren Schnitt gelaufen bin.
Zum Schluss nochmals zur Organisation: Ausgeschrieben war die Steckenlänge mit 6km. In Tat und Wahrheit war sie aber nur 5.4km. Zum Glück hatte ich es vor dem Rennen mitbekommen und konnte entsprechend einstellen. Es hatte aber viele gegeben, die nichts davon wussten und das Rennen völlig falsch einteilten.
Das es beim Abholen des Kleidersack eng wird, hatte ich erwartet und bin deshalb möglichst rasch mein Säcklein holen gegangen. Es dauerte fast 5 Minuten, bis die drei Damen in einer gemeinsamen Suchaktion, ein erstes Säcklein finden konnten. Was passiert dann passierte als der richtige Läuferansturm kam, musste ich mir zum Glück nicht ansehen.
Mein nächster Lauf ist bereits am Sonntag. Ich habe mich für den Aletsch-Halbmarathon angemeldet. Ich weiss, ich habe schon mehrmals geschrieben "Nie mehr". Das gilt natürlich immer noch für einen Renneinsatz. Als Training darf ich es machen. Und weil die Wetterprognosen so gut sind, wird es bestimmt ein sehr schönes, aber kein gemütliches Training :-)
Wenn man regelmässig an Laufverantstaltungen teilnimmt gewöhnt man sich mit der Zeit an einen gewissen Standard. Beim Organisator des Firmenlauf wird man den Eindruck nicht los, dass er auf Firmenanlässe spezialisiert ist und das eigentliche Rennen nur zweitrangig war. So konnte man sich im Vorfeld über die verschieden Sponsorzelte informieren, wie viel sie kosten, wo sie stehen und welche Personenfrequenz sie bringen. Die typischen Renninformationen die man normalerweise so braucht, kamen aber nur tropfenweise oder mussten mühsam zusammen gesucht werden.
Auch die Wahl der Strecke war nicht nur aus meiner Sicht eine absolute Katastrophe. Ok es waren glaube ich um die 3'000 Läufer und Walker am Start. Wenn aber die Strecke auf den ersten Kilometer dermassen eng ist, dass es mehrfach zu grösseren Staus kommt, ist das nicht erfüllt und ich glaube den meisten Teilnehmer hat das auch nicht gefallen.
Ich selber konnte mich immerhin stinkfrech in die vorderste Startreihe drängen und mit etwas Ellbogeneinsatz kam ich ohne grossen Schaden über den ersten Kilometer. Der notwendige Schnellstart bekam ich auf der zweiten Steckenhälfte beinhart zu spüren. Ich war völlig flach und ausgelaugt und blieb fast am Boden kleben. Zu meine Ehre muss ich noch erwähnen, dass ich am Dienstag im STB-Training war und mit den anderen ein Intervall mit insgesamt 8km Belastung absolviert hatte. 20 Minuten über die 5.4 km gibt einen Schnitt von 3:40. Nicht gerade berauschend wenn man davon ausgeht, dass ich wesentlich längere Rennen (Halbmarathon) in einem viel besseren Schnitt gelaufen bin.
Zum Schluss nochmals zur Organisation: Ausgeschrieben war die Steckenlänge mit 6km. In Tat und Wahrheit war sie aber nur 5.4km. Zum Glück hatte ich es vor dem Rennen mitbekommen und konnte entsprechend einstellen. Es hatte aber viele gegeben, die nichts davon wussten und das Rennen völlig falsch einteilten.
Das es beim Abholen des Kleidersack eng wird, hatte ich erwartet und bin deshalb möglichst rasch mein Säcklein holen gegangen. Es dauerte fast 5 Minuten, bis die drei Damen in einer gemeinsamen Suchaktion, ein erstes Säcklein finden konnten. Was passiert dann passierte als der richtige Läuferansturm kam, musste ich mir zum Glück nicht ansehen.
Mein nächster Lauf ist bereits am Sonntag. Ich habe mich für den Aletsch-Halbmarathon angemeldet. Ich weiss, ich habe schon mehrmals geschrieben "Nie mehr". Das gilt natürlich immer noch für einen Renneinsatz. Als Training darf ich es machen. Und weil die Wetterprognosen so gut sind, wird es bestimmt ein sehr schönes, aber kein gemütliches Training :-)
Montag, 8. Juni 2015
SEMI MARATHON FRIBOURG - 10km Rennen
Beim Einlaufen zum heutigen Rennen bin ich von Markus darauf angesprochen worden, wieso ich nichts über meinen heutigen Start in Courtepin geschrieben habe. Nun das war ungewollt gewollt. Ich war nicht sonderlich motiviert etwas zu schreiben, da ich mir am Dienstag beim Bahntraining wieder einmal die Achilles-Sehen ziemlich überlastet hatte. So schlimm, dass ich den Rest der Woche wie ein alter Grossvater durchs Büro schlich und jeder Schritt eine Qual war. OK, trainiert habe ich trotzdem leicht. Aber nur sehr vorsichtig und mit sehr gut gedämpften Schuhen. Mit konsequentem Eis auflegen brachte ich es fertig, dass bis zum Renntag alles wieder in Ordnung war.
Zum Dienstagstraining ist noch zu sagen, dass es in der Schönau auf der Aschenbahn statt fand. Wieso die Bahn immer noch aus "Asche" besteht (oder was das rote Zeug ist), lässt sich nur mit heimatschutzlichen Argumenten begründen. Die Bahn ist extrem rutschig, holperigen und wenn es so trocken wie am Dienstag ist, kommt man sich vor wie ein Cowboy im Wilden Westen. Es fehlt nur noch das Tuch vor dem Gesicht gegen den roten Staub. Für mich als Überhauptnichtbahnläufer sind Intervalls auf dieser Bahn immer speziell anspruchsvoll und es dauert eine paar Runden bis ich an den Untergrund gewöhnt habe.
Schön, die Achillessehnen taten also nicht mehr so weh, dafür meldete sich in der Nacht auf den Sonntag wieder einmal die Piriformis und zwar so schlimm, dass ich kaum schlafen konnte. Das war echt mühsam.
Nun zum Rennen: Nach der hochsommerlichen vergangenen Woche freute ich mich auf ein "heisses" Rennen. Das das Thermometer sogar bis auf 32 Grad steigt hätte ich nicht erwartet. Umso besser. Es macht mir nicht viel aus bei sehr heissen Temperaturen zu laufen. Ich bin dann auch nicht mehr ganz so schnell, aber im Vergleich zu den meisten anderen steigen meine Chancen erheblich. Der 2. Rang overall ist eine tolle Bestätigung dafür und ich habe mich extrem darüber gefreut. Ich bin auch sehr zufrieden wie ich das Rennen eingeteilt hatte. Die erste Steigung lief ich noch zurückhalten, weil ich damit gerechnet hatte, dass es auf der zweiten Hälfte hart wird. Die nicht flache Strecke und die Temperaturen gehen enorm an die Substanz und man muss äusserst haushälterisch mit den Kräften umgehen. Der letzte Kilometer war dann mit Gegenwind wirklich sehr hart. Noch etwas interessantes: ich habe während den ganzen 10km nur einmal einen kleinen Schluck Wasser genommen und sonst nichts getrunken, dass ging problemlos.
Es war insgesamt ein sehr erfolgreicher Tag. Christoph Friedli, meine bester Laufkollege, hat souverän, in einer sehr guten Zeit, den Halbmarathon gewonnen. Schade das es bei der Siegerehrung noch ein Durcheinander gegeben hat und er plötzlich nur als Zweiter ausgerufen wurde. Der Fehler wurde aber nachträglich korrigiert und Christoph konnte doch noch mit der Siegerprämie nach Hause gehen. Sackstarkes Rennen Chrischu.
Wenn ich noch einen Startplatz erhalte, werde ich als nächstes den Aletsch Halbmarathon laufen. Nur gemütlich und nur als Training. Ich bin immer noch keine Bergziege und das wird sich vermutlich auch nicht mehr ändern. Der Aletsch ist halt schon einer der schönsten Läufe. Die Landschaft um den Aletschgletscher ist einfach faszinieren.
Zum Dienstagstraining ist noch zu sagen, dass es in der Schönau auf der Aschenbahn statt fand. Wieso die Bahn immer noch aus "Asche" besteht (oder was das rote Zeug ist), lässt sich nur mit heimatschutzlichen Argumenten begründen. Die Bahn ist extrem rutschig, holperigen und wenn es so trocken wie am Dienstag ist, kommt man sich vor wie ein Cowboy im Wilden Westen. Es fehlt nur noch das Tuch vor dem Gesicht gegen den roten Staub. Für mich als Überhauptnichtbahnläufer sind Intervalls auf dieser Bahn immer speziell anspruchsvoll und es dauert eine paar Runden bis ich an den Untergrund gewöhnt habe.
Schön, die Achillessehnen taten also nicht mehr so weh, dafür meldete sich in der Nacht auf den Sonntag wieder einmal die Piriformis und zwar so schlimm, dass ich kaum schlafen konnte. Das war echt mühsam.
Nun zum Rennen: Nach der hochsommerlichen vergangenen Woche freute ich mich auf ein "heisses" Rennen. Das das Thermometer sogar bis auf 32 Grad steigt hätte ich nicht erwartet. Umso besser. Es macht mir nicht viel aus bei sehr heissen Temperaturen zu laufen. Ich bin dann auch nicht mehr ganz so schnell, aber im Vergleich zu den meisten anderen steigen meine Chancen erheblich. Der 2. Rang overall ist eine tolle Bestätigung dafür und ich habe mich extrem darüber gefreut. Ich bin auch sehr zufrieden wie ich das Rennen eingeteilt hatte. Die erste Steigung lief ich noch zurückhalten, weil ich damit gerechnet hatte, dass es auf der zweiten Hälfte hart wird. Die nicht flache Strecke und die Temperaturen gehen enorm an die Substanz und man muss äusserst haushälterisch mit den Kräften umgehen. Der letzte Kilometer war dann mit Gegenwind wirklich sehr hart. Noch etwas interessantes: ich habe während den ganzen 10km nur einmal einen kleinen Schluck Wasser genommen und sonst nichts getrunken, dass ging problemlos.
Es war insgesamt ein sehr erfolgreicher Tag. Christoph Friedli, meine bester Laufkollege, hat souverän, in einer sehr guten Zeit, den Halbmarathon gewonnen. Schade das es bei der Siegerehrung noch ein Durcheinander gegeben hat und er plötzlich nur als Zweiter ausgerufen wurde. Der Fehler wurde aber nachträglich korrigiert und Christoph konnte doch noch mit der Siegerprämie nach Hause gehen. Sackstarkes Rennen Chrischu.
Wenn ich noch einen Startplatz erhalte, werde ich als nächstes den Aletsch Halbmarathon laufen. Nur gemütlich und nur als Training. Ich bin immer noch keine Bergziege und das wird sich vermutlich auch nicht mehr ändern. Der Aletsch ist halt schon einer der schönsten Läufe. Die Landschaft um den Aletschgletscher ist einfach faszinieren.
Dienstag, 26. Mai 2015
Pfingstlauf Niederbipp
Mir war bewusst, dass ich mit dem Start am Pfingstlauf, nur eine Woche nach der EM, mir ein happiges Programm vorgenommen hatte. Beim Anmelden bin ich auch von einer normalen Erholungszeit ausgegangen. Der Substanzverlust beim Halbmarathon in Grosseto war aber doch erheblich grösser als gewohnt. Die 31 Grad, der Wind und die verwinkelte Strecke hatten mir ziemlich zugesetzt. Das erste Training nach der EM, am letzten Dienstag, musste ich bereits nach 3km wieder abbrechen. Es ging einfach nicht mehr. Der Rest der Woche versuchte ich mich so gut es ging zu erholen. Mit dem Freizeitstress während der ganzen Woche ist es mir nicht so recht gelungen. OK, am Samstag vor den Rennen hätte ich nicht unbedingt noch 2 Stunden Radfahren sollen :-)
Am Start zum Pfingslauf war ich dementsprechend müde und kraftlos. Es war deshalb vielleich auch nicht so clever, gleich mit den ganz leichten Schuhen anzutreten. So reduziert musste ich die ersten Rennkilometer sehr zurückhalten anzulaufen. Es wäre beim besten Willen nicht schneller gegangen. Zum Glück. Was ich nicht wusste war, dass es auf der "flachen" Strecke doch eine erhebliche Steigung hatte. So hatte ich vor dem Hügel etwas Reserve und konnte regelmässig hinauf laufen Auf der zweiten Streckenhälfte wurde ich dann sogar noch etwas schneller. Leider nicht bis ganz zum Schluss (10.3km). Nach 9,7km war der Ofen endgültig aus und ich verlor nochmals ein Paar, zuvor mühvoll erkämpfte Ränge (over all).
Die Wetterverhältnisse waren fürs Laufen recht gut und obwohl Regen angekündigt war, war es während dem ganzen Rennen trocken. Einzig die Luftfeuchtigkeit war so hoch, dass mir mein Asthma ziemlich zu schaffen machte.
Die 36.12 Minuten sind gerade nicht der Hammer, aber es hat zum ersten Rang bei der M50 gereicht.
Noch ein lustiges Erlebnis im Ziel: Da fragte mich ein anderer Läufer ob ich M35 oder M40 laufe. Als ich mit "M50" antwortet, schaute er mich irritiert an, so als ob er sich über den "gewonnen" Rang in seiner Kategorie freut, es im aber auch zu denken gibt, dass ein M50 so schnell war :-)
Am Start zum Pfingslauf war ich dementsprechend müde und kraftlos. Es war deshalb vielleich auch nicht so clever, gleich mit den ganz leichten Schuhen anzutreten. So reduziert musste ich die ersten Rennkilometer sehr zurückhalten anzulaufen. Es wäre beim besten Willen nicht schneller gegangen. Zum Glück. Was ich nicht wusste war, dass es auf der "flachen" Strecke doch eine erhebliche Steigung hatte. So hatte ich vor dem Hügel etwas Reserve und konnte regelmässig hinauf laufen Auf der zweiten Streckenhälfte wurde ich dann sogar noch etwas schneller. Leider nicht bis ganz zum Schluss (10.3km). Nach 9,7km war der Ofen endgültig aus und ich verlor nochmals ein Paar, zuvor mühvoll erkämpfte Ränge (over all).
Die Wetterverhältnisse waren fürs Laufen recht gut und obwohl Regen angekündigt war, war es während dem ganzen Rennen trocken. Einzig die Luftfeuchtigkeit war so hoch, dass mir mein Asthma ziemlich zu schaffen machte.
Die 36.12 Minuten sind gerade nicht der Hammer, aber es hat zum ersten Rang bei der M50 gereicht.
Noch ein lustiges Erlebnis im Ziel: Da fragte mich ein anderer Läufer ob ich M35 oder M40 laufe. Als ich mit "M50" antwortet, schaute er mich irritiert an, so als ob er sich über den "gewonnen" Rang in seiner Kategorie freut, es im aber auch zu denken gibt, dass ein M50 so schnell war :-)
Montag, 25. Mai 2015
Lange Erholungszeit
Leider komme ich erst jetzt dazu ein Foto von der EM zu publizieren.
Also das Bild oben ist nicht mit Photoshop bearbeitet, es wurde effektiv nach der 2 Runde also ca. nach 13km aufgenommen (es ist ein Ausschnitt und daher die Auflösung nicht so berauschend).
Dann noch eine Stilstudie vom selben Ort.
Also der Oberschenkel sieht nur so brachial aus, weil ich gaaaanz locker bin. Das könnte man vielleicht doch mit Photoshop etwas korrigieren. ABER: seht Euch die Fussstellung an. Wer sagt noch etwas von Fersenläufer ( :-) )
Also das Bild oben ist nicht mit Photoshop bearbeitet, es wurde effektiv nach der 2 Runde also ca. nach 13km aufgenommen (es ist ein Ausschnitt und daher die Auflösung nicht so berauschend).
Dann noch eine Stilstudie vom selben Ort.
Also der Oberschenkel sieht nur so brachial aus, weil ich gaaaanz locker bin. Das könnte man vielleicht doch mit Photoshop etwas korrigieren. ABER: seht Euch die Fussstellung an. Wer sagt noch etwas von Fersenläufer ( :-) )
Sonntag, 17. Mai 2015
Wieder 4er
Wie beim 10 km-Rennen wurde ich auch heute wieder (nur) 4er im Halbmarathon und in der Teamwertung holten wir auch diesmal die Silbermedalie. Bei 31 Grad und mit einem sehr starken Wind war das Rennen viel härter als erwartet. Im Nachhinein war es nicht so klug den 10er und den Halbmarathon zu laufen (und am Samstag zuvor noch den GP). Auf einer flachen Rollerstrecke wäre es wo möglich noch gegangen. Aber bei diesen Verhältnissen fehlte mir die notwendige Kraft um mit den reinen Halbmarathonspeziallisten mitzuhalten. Schade, den die Siegerzeit von 1:15:41 und auch der dritte Rang mit 1:16:52 wären im Bereich des Möglichen gewesen. Flache Halbmarathon kann ich immer noch zwischen 1:14 und 1:15 laufen. Nun so ist es jetzt. Ich werde die Lehre daraus ziehen und es in Zukunft etwas anders machen.
Die Strecke war sehr speziell. Die drei Runden führten im Zickzack rund um Grosetto und ich wusste praktisch nie, wo ich mich genau befand. Es war sehr schwer sich zu orientieren. Die GPS-Uhr mit Distanz und Zeitanzeige war heute Gold wert. Ich habe mich mehr an die Informationen der Uhr gehalten und nicht an die Anzeigen der Streckenführung. Etwas mühsam war die Streckensicherung. Die Italiener haben es nicht geschafft die Strecke richtig zu sichern. Immerwieder standen Autos im Weg und es wurde nicht immer eindeutig angezeigt wo man durch laufen muss. Aber wehe wen man die Strecke nur ein bisschen verlässt. Ich bin etwas rechts neben den Strassenkegel durchgelaufen und wurde sofort lautstark zu Recht gewiesen. Diesbezüglich habe ich die Italiener von einer bisher nicht bekannten Seite kennen gelernt. Sie können auch sehr stur und formell sein und wieder schwingt dieser Hang zu Unfairness mit.
Extrem mühsam waren die ganzen Ehrungen und das Zeremoniell. Es wurde wieder sehr spät bis ich mich im Hotelzimmer einloggen konnte.
Das schönste nach dem Rennen war, endlich ins Meer einzutauchen und die strapazierten Muskeln etwas abzukühlen.
Morgen geht es schon sehr früh zurück in die Schweiz. Wenn der Chaufeure wieder so im Kakao rum fährt, wird es aber vermutlich wieder sehr spät.
Abonnieren
Posts (Atom)

