Sonntag, 26. August 2012
Thuner Stadtlauf
Nun, in Thun hat es geklappt, ich habe meine 10km-PB egalisiert und dies trotz der 22km Trainingseinheit, die ich am Morgen in ruhigem Tempo noch absolviert hatte. Für einen Marathon-Läufer ist eine Trainingseinheit über 20km nichts aussergewöhnliches und darf nicht zu sehr überbewertet werden. Trotzdem war es fantastisch so locker am Start zu stehen. Der starke Gegenwind bei einigen Abschnitten in der ersten Rennhälfte zwang noch zu einer taktischen Renneinteilung, auf der zweiten Hälfte konnte ich, immer Housi Reichenbach im Visier, gut zulegen.
Gesamt Vierter und 1. in der Alterskategorie, sind natürlich einen schöne Bestätigung.
Die nächste Woche ist trainingsseitig einen Ruhewoche und nicht so intensiv. Danach geht es zur nächsten Herausforderung, dem Jungfrau-Marathon.
liebe Grüsse, Martin
Freitag, 24. August 2012
Vorbereitung für den Berlin Marathon
Nun, mein nächstes Ziel ist der Berlin Marathon Ende September. Als Vorbereitung werde ich ja noch den Jungfrau-Marathon bestreiten. Aber nur als aktive Vorbereitung und ohne an die Grenzen zu gehen.
Als Trainingsplan verwende ich nicht mehr die altbewährte Vorlage sondern setzt jetzt auf einen neuen Plan der mich bisher sehr überzeugt hat. Der Plan führt mich in einem gezielten Aufbau zu immer längeren Distanzen und höheren Tempis. Die Vorbereitung hat während den Sommerferien in Spanien angefangen und jetzt bin ich bereits auf Marathon-Distanz und am erhöhen der Geschwindigkeit.
Etwas zu schaffen machen mir die tropischen Temperaturen, die wir zur Zeit haben. Nicht dass ich unter der Hitze leide, im Gegenteil, aber bei der hohen Luftfeuchtigkeit schwellen mir die Füsse besonders stark an und auf einmal sind die Laufschuhe, die immer gepasst haben auf einmal etwas zu eng. Endergebnis bei mir: zwei blaue Zehennägel die ich im City Notfall aufboren lassen musste. Nun habe ich je zwei Löcher in den betroffenen Zehennägel und muss peinlichst darauf achten, dass es zu keiner Infektion kommt. Sonst ist alles zum Besten. Die Hüftprobleme, die mich lange geplagt haben sind weg und auch sonst füllt sich das Laufen sehr kraftvoll an, einfach das Tempo will noch nicht so recht passen, aber vielleicht ist dies nur ein Effekt des Traningsplans und die höheren Geschwindigkeiten kommen noch. Ich mache mir jedenfalls noch keine Sorgen.
Montag, 14. Mai 2012
GP Bern - alles perfekt gelaufen
Donnerstag, 10. Mai 2012
Angemeldet für den Jungfrau-Marathon
Seit einiger Zeit habe ich die fixe Idee als Vorbereitung für Berlin den Jungfrau-Marathon zu laufen. Zwischen den beiden Rennen liegen nur gerade vier Wochen zur Erholung. Bei einem flachen Marathon würde das auf keine Fall gehen. Beim Jungfrau Marathon ist das etwas anders. Obwohl sehr hart, erholt man sich aus Erfahrung recht schnell von den Strapazen. Es sind ja theoretisch zwei Rennen. Zuerst der flache Teil und danach die letzten steilen Kilometer. Bei meiner eigenen Jungfrau-Teilnahme war ich im Ziel fix fertig und bin 14 Tage später einen super Greifenseelauf gelaufen. Franziska Rochat-Moser ist den Jungfrau-Marathon gelaufen und hat danach den New-York-City-Marathon gewonnen. Es ist für mich wichtig, den Jungfrau-Marathon wirklich nur als Training zu laufen und mich nicht auf irgendwelche Renn-Geplänkel einzulassen. Es gibt schon ein paar Risiken, diesen Vorsatz nicht einzuhalten. Immerhin ist es in diesem Jahr die Langdistanz Berglauf Weltmeisterschaft und das Rennen findet zum ersten Mal an zwei Tagen statt. Am ersten Renntag starten alle über 50. Jährigen und da bin ich einer der Jüngsten. Anyway, seit gestern bin ich angemeldet.
Dienstag, 8. Mai 2012
Chäsitzer-Louf / Vorarlbergermeisterschaft
Wetterkapriolen
Bei den beiden letzten Rennen, die ich als Vorbereitung auf den GP von Bern absolviert habe, machte das Wetter richtiggehend Kapriolen. Vor Chäsitz war es die ganze Woche sehr kühl und die Temperaturen stiegen innerhalb eines halben Tages bis zum Start auf sommerliche 29 Grad. In Bregenz war es genau umgekehrt: am Freitag Abend war es noch sommerlich schön und am Samstag regnete es ziemlich heftig. Für den GP werden nach den aktuellen Prognosen gleiche Kapriolen erwartet. Am Freitag noch schön und heiss, am Samstag Regen und kühle 12 Grad.
Startblock 2 am GP
Als ich am letzten Freitag meine Startblockeinteilung sah, blieb mir der Atem stehen. Startnummer 12608 und Einteilung in Block 2. Soweit hinten eingeteilt kann doch nicht sein, nachdem ich in den letzten Jahren bei der Eilte starten durfte. Es wäre halb so schlimm, wenn nicht der GP einer meiner Saisonhöhepunkte wäre. Ich könnte zwar viele Jogger überholen, müsste aber das ganze Rennen "alleine" laufen und eine super Zeit ist fast nicht mehr möglich.
Es beschäftigte mich das ganze Wochenende. Letztendlich habe ich mir für nichts Sorgen gemacht. Ein kurzer Anruf am Montag und ich bin jetzt mit der Startnummer 45 wieder ganz vorne eingeteilt. Nun heisst es natürlich die Startnummer verteidigen (oweh-oweh).
Nichts mehr kaputt machen
Für diese Woche ist die Devise, die gute Form zu behalten und nichts kaputt zu machen. Noch am letzten Wochenende schmerzte meine Hüfte wieder stärker. Als Ursache habe ich eine bestimmte Übung in Verdacht, die genau als hilfreich bei solchen Problemen empfohlen wird. Also diese Woche nichts riskieren und keine solchen Übungen mehr.
Chäsitzerlouf
Der Chäsiterlouf war eigentlich als Test für den GP gedacht. Wieder einmal muss ich meine Leistung relativieren und kann keine brauchbaren Schlüsse daraus ziehen. Trotz den ungewohnt hohen Temperaturen war das Laufgefühl sehr gut und ich war rangmässig bei Läufern klassiert, die sonst deutlich schneller sind als ich. Dafür war die Laufzeit nicht so toll. Ich hätte schon erwartet, dass ich schneller bin, als im letzten Jahr. Damals war ich noch angeschlagen vom Zürich Marathon, den ich nur zwei Wochen zuvor lief. Sicher, die Hitze schlägt auf die Zeit, genau wie der starke Gegenwind während der ersten Streckenhälfte und die vielen Boxenstopps bei den Verpflegungsposten. Wieviel es tatsächlich ausmacht, kann ich nicht sagen.
Dafür war der Schuhtest positiv. Ich werde für den GP nicht die ganz schnellen Schuhe wählen, sondern mit Blick auf die Distanz und den etwas holprigen Berner-Altstadtstrassen das Marathon-Modell nehmen.
Resultat am Chäsitzerlouf: 7. Overall und erster in der Alterskategorie.
Vorarlberger-Meisterschaft
Obwohl wir nicht meisterschaftsbereichtigt waren, war es doch ein lustiges Abenteuer, die Vorarlberger-Meisterschaft zu laufen. Pöilu ein guter Kollege wohnt seit kurzem in dieser Gegend und warum nicht ihn besuchen und bei der Gelegenheit ein Rennen zu laufen.
Der Anlass war sehr klein gehalten und schon fast familiär (man kennt sich im Vorarlberg). So waren auch die Informationen zum Rennen sehr spärlich. Wir wussten nur, dass das Rennen in Bregenz im Hafengebiet statt findet. Angaben zur Strecke, Startnummernausgabe, Garderobe etc gleich Null. Da war es schon eine Überraschung, dass 6 Runden zu laufen sind und dies gleich mit drei 180 Grad Kurven pro Runde. Für die ganzen 10km also 18 mal praktisch auf Null runter bremsen. Der leichte Regen war nicht gerade motivieren, ermöglichte aber recht gute Laufzeiten. Als dritter Overall im Ziel und einer Zeit von 34:15 Minuten bin ich sehr zu frieden. Wenn man pro scharfe Kurve eine Sekunde Zeitverlust abzeiht, wäre es sogar eine Zeit unter 34 Minuten. Ein kleine Rechnung als Motivation für den GP.
Freitag, 27. April 2012
1. Rang am Zürich Cityrun
Als Cityrunner mussten wir ein paar hundert Meter hinter den Marathonistis einstehen und konnten ca. 10 Minuten nach dem Marathonstart ebenfalls los laufen. Schon nach 2 Kilometer holten wir die hintersten Marathonläufer ein und danach war es ein richtiger Slalomlauf durch das Marathonläuferfeld. Nicht selten musste wir hinter einer Wand von Marathonläufern "anstehen". Meist lief ich auf dem Trottoire-Rand, immer mit dem Risiko auszurutschen oder einen Misstritt zu machen. Es war nicht einfach in der Läufermasse den Überblick über die Rennsituation zu behalten. Zum Glück hatten alle Cityläufer die gleichen grell orangefarbenen Shirts an, man musste einfach auf Orange fokussieren.
Am Anfang schien es mir besser, zuerst einmal den anderen Cityrunner hinterher zu laufen und das Rennen von hinten zu kontrollieren. An der Bahnhofstrasse nach ca. 6 Kilometer erhöhte ich das Tempo und konnte mich auch gleich etwas absetzten. In der immensen Läufermasse war es unmöglich den Vorsprung einzuschätzen. Nach hinten schauen hätte nichts gebracht und wäre sowieso viel zu gefährlich gewesen. So musste ich mich auf meine Ohren verlassen und versuchen herauszuhören, ob mir schnellere Schritte oder ein heftiges Atmen folgen.
Kurz vor dem Ziel gab es wieder einen grösseren Stau, an dem ich etwas abbremsen musste und wurde blöderweise von meinem Verfolger wieder eingeholt. Nichts mit gemütlich ins Ziel laufen. Schon völlig kaputt musste ich noch einmal alles geben und mir den Tagessieg in einem harten Schlussspurt erkämpfen.
Freitag, 20. April 2012
Materialwahl für den 10km-Fun-Run in Zürich
Hat sich ein Paar Laufschuhe einmal bewährt, heisst das noch lange nicht, dass es so bleiben muss. Einen grossen Teil der Schuld tragen die Schuhhersteller. Es ist ja Mode, oder wird sogar erwartet, dass ein Modell von Jahr zu Jahr verbessert wird. Nur diese Updates finden oft nicht nur im Detail statt, sondern es wird der ganze Schuhe bis auf den Leisten komplett neu konstruiert. Da kommt es nicht selten vor, dass ein lang bewährtes Rennmodell plötzlich ins Segment der Trainingsschuhe fällt.
So einen Verschiebung hat es bei meinen heiss geliebten Adidas Adios gegeben. Das neue Modell ist jetzt schwerer, steifer und nicht mehr so dynamisch. Gut für den Marathon, aber nachteilig für kurze Rennen. Dafür wurde bei Adidas die Rennschuhe-Palette durch das Modell Hagio ergänzt. Der Hagio ist ein reinrassiges Rennschuh, für Profis gemacht und für uns Normalsterbliche nur bedingt laufbar. Aber halt schnell.
Nun habe ich rausgetüftelt, dass wenn ich die flachen Schuhe mit ein paar Komfortsocken kombiniere, die Schläge gar nicht mehr so dramatisch sind. Nur, so eine 0815-Joggersocke, passt halt grundsätzlich nicht so recht zu dem ultimativen Rennteil. Anyway, Spass und Resultat ist letztendlich entscheidend.
Ein kleines (nicht ernst zu nehmendes) Zahlenspiel konnte ich mir trotzdem nicht verkneifen: Mein Adios wiegt 260 Gramm der Hiago ist mit 215 Gramm (!) 45 Gramm leichter. Dies bedeutet nicht die Welt ist aber sehr gut spürbar. Jetzt stellt sich die Frage: Machen die dickeren Socken den Gewichtsvorteil wieder zunichte? Die dünnen Rennsöckli wiegen nur 17Gramm (pro Socke). Ein etwas dickeres Modell von Adidas ist schon 20Gramm. Und meine Komfortsocken? 23Gramm. Also in der Kombination zumindest kein Gewichtsnachteil.
Ob es auch wirklich funktioniert, verrate ich nach dem Rennen in Zürich.