Letzte Woche hat mich die Grippe-Welle ziemlich flach gelegt. Mit Null Kraft, Gliederschmerzen und ein brummender Schädel, dass ich mich auf nichts konzentrieren konnte, hatte ich die Teilnahme am Kerzerlauf schon abgeschrieben.
Ich weiss nicht ob es das brave Inhalieren war, jedenfalls ging es am Samstag zwar noch nicht ganz gut, aber zu mindest so, dass ich nach Kerzers reisen konnte. Ich konnte ja einmal Einlaufen und schauen wie ich mich danach fühle. Wenn es geht, das Rennen starten und nach dem ersten Rennkilometer entscheiden ob ich überhaupt halbwegs ein vernünftiges Renntempo schaffe. Danach von Kilometer zu Kilometer entscheiden ob es weiter geht oder ich abbrechen soll.Vor der Strecke und den recht harten 15 km hatte ich schon grossen Respekt. Gefühlsmässig war mein "Energiestand" auf ca. 60%.
Es ging dann doch besser als gedacht. Ich kam recht gut über die Distanz. Allerdings hat diesmal der Kreislauf das Tempo bestimmt und nicht die Beine. Das ich doch recht angeschlagen war, zeigt die Laufzeit, sie fast 2 Minuten länger als im letzten Jahr. Das es trotzdem zum Kategorien-Sieg gereicht hat, liegt mehr an den fehlenden oder ebenfalls angeschlagenen Konkurrenten.
Nun hoffe ich, dass es das Ende einer kleinen Krisenzeit war. Zuerst die Eiszeit Anfangs Februar, danach eine Woche Ferien in der Türkei, wo ich auf Grund des dicht gedrängten Reiseprogramm nur drei Mal die Laufschuhe schnüren konnte und jetzt noch eine hartnäckige Grippe. Zum Glück ist der Frühling da und ich kann hoffentlich wieder etwas besser trainieren.
Martin
Sonntag, 18. März 2012
Sonntag, 26. Februar 2012
Saisonstart Bremgartenlauf
Gestern war für mich der eigentliche Start in die Laufsaison 2012. Und die Saison fing schon mal ganz heiter an. Dazu muss ich etwas ausholen. Seit nicht ganz einem halben Jahr habe ich einen neuen Bürokollegen. Wir haben schon oft darüber geschmunzelt, dass es sehr schwer ist unsere persönlichen Angaben auseinander zu halten. Optisch sehen wir zwar verschieden aus, aber dann beginnen schon die frappierenden Ähnlichkeiten. Er heisst auch Martin, sein Nachnahme Kumli sieht beim ungenauen hinsehen fast gleich aus wie Kühni (überzeugt euch selber), wir haben im gleichen Monat Geburtstag (sind aber nicht gleich alt), schreiben beide mit der linken Hand und Martin ist sehr sportlich und läuft wie ich auch. So war er auch beim Bremgartenlauf dabei. Bei der Startnummernausgabe habe ich mit "1725 Martin Kühni" meine Startnummer verlangt und nicht bemerkt, dass sie mir die 1726 gegeben hat. Es stand ja Martin darauf und 1726 und 1725 sehen etwa gleich aus (schon wieder ;-) ). Ich war also mit der falschen Startnummer unterwegs. Beim Zieleinlauf hörte ich im Hintergrund etwas von "Martin Kumli" - "frühreif" - "falsche Kategorie" , konnte mir aber keinen schlauen Reim darauf machen. Zum Glück hat Martin cool reagiert und einfach die Nummernverwechslung gemeldet und mit einer Ersatznummer das Rennen in Angriff genommen.
Danke Martin für die Richtigstellung. So durfte ich dennoch aufs Podest steigen und die Blumen des 2 Rangierten entgegen nehmen. Dass es im besten Fall "nur" zum 2. Rang reicht, war mir schon vor dem Rennen klar. Der Sieger Beat Elmer ist über diese Distanz sehr stark. Er hat schon in den beiden Vorjahren jeweils eine super Zeit geschafft. Ich selber kannte die Strecke überhaupt nicht und war betreffend meines Formstands sehr unsicher (dies ist keine Ausrede, es hätte auch so nicht zu einem besseren Rang gereicht). Während der kleinen "Eiszeit" Anfangs Februar konnte ich keine einzige schnelle Einheit laufen und bin mehrheitlich maskiert wie ein Ninja durch den Schnee gestapft. Ein einziges Mal war ich auf einem Laufband, aber dass ist nicht so meine Welt. Auf dem Band fehlen mir wichtige Spassfaktoren wie Gelände, Licht, Gerüche und der Laufschritt ist eher passive (das Band gibt das Tempo vor). Als mir das Trainingscenter für die Stunde auch noch 20 Franken abknöpfte, war das Thema für mich gestorben.
Gemäss Rangliste bin ich die 11 Kilometer in einem Schnitt von 3:25 pro Kilometer gelaufen. Bei dem teilweise etwas morastigen Terrain bin ich damit sehr zu frieden. Am meisten Freude hatte ich am fast perfekten Laufgefühl. Ich konnte sehr kraftvoll und trotzdem locker laufen. Warum erwähne ich das? Ich hatte über ein Jahr mit Schmerzen in der Leiste zu kämpfen und konnte das Problem nie nachhaltig lösen. Vor zwei Wochen habe ich die Ursache glaube ich gefunden. Seit dem kommt es zu keiner neuen Reizung mehr und die Schmerzen sind nur noch als leichtes Brennen zu spüren. Die Veränderung macht sich auch beim Laufstiel bemerkbar. Die Hüfte steht jetzt wieder gerader und es werden beide Beine etwa gleich belastet. Ich hatte zuvor das Gewicht etwas mehr auf dem linken Bein, immer noch eine Folge meiner Operation an der Leiste vor paar Jahren. Die Gewichtsverlagerung auf beide Beine ist noch etwas ungewohnt und ich wage es noch nicht voll durch zu ziehen. Aber dass kommt auch noch. Ich freue mich auf die Frühlingsrennen.
Martin
Danke Martin für die Richtigstellung. So durfte ich dennoch aufs Podest steigen und die Blumen des 2 Rangierten entgegen nehmen. Dass es im besten Fall "nur" zum 2. Rang reicht, war mir schon vor dem Rennen klar. Der Sieger Beat Elmer ist über diese Distanz sehr stark. Er hat schon in den beiden Vorjahren jeweils eine super Zeit geschafft. Ich selber kannte die Strecke überhaupt nicht und war betreffend meines Formstands sehr unsicher (dies ist keine Ausrede, es hätte auch so nicht zu einem besseren Rang gereicht). Während der kleinen "Eiszeit" Anfangs Februar konnte ich keine einzige schnelle Einheit laufen und bin mehrheitlich maskiert wie ein Ninja durch den Schnee gestapft. Ein einziges Mal war ich auf einem Laufband, aber dass ist nicht so meine Welt. Auf dem Band fehlen mir wichtige Spassfaktoren wie Gelände, Licht, Gerüche und der Laufschritt ist eher passive (das Band gibt das Tempo vor). Als mir das Trainingscenter für die Stunde auch noch 20 Franken abknöpfte, war das Thema für mich gestorben.
Gemäss Rangliste bin ich die 11 Kilometer in einem Schnitt von 3:25 pro Kilometer gelaufen. Bei dem teilweise etwas morastigen Terrain bin ich damit sehr zu frieden. Am meisten Freude hatte ich am fast perfekten Laufgefühl. Ich konnte sehr kraftvoll und trotzdem locker laufen. Warum erwähne ich das? Ich hatte über ein Jahr mit Schmerzen in der Leiste zu kämpfen und konnte das Problem nie nachhaltig lösen. Vor zwei Wochen habe ich die Ursache glaube ich gefunden. Seit dem kommt es zu keiner neuen Reizung mehr und die Schmerzen sind nur noch als leichtes Brennen zu spüren. Die Veränderung macht sich auch beim Laufstiel bemerkbar. Die Hüfte steht jetzt wieder gerader und es werden beide Beine etwa gleich belastet. Ich hatte zuvor das Gewicht etwas mehr auf dem linken Bein, immer noch eine Folge meiner Operation an der Leiste vor paar Jahren. Die Gewichtsverlagerung auf beide Beine ist noch etwas ungewohnt und ich wage es noch nicht voll durch zu ziehen. Aber dass kommt auch noch. Ich freue mich auf die Frühlingsrennen.
Martin
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Nach der Saison ist vor der Saison
Der Wechsel ins Wintertraining ist gleichzeitig mein Saison-Ausklang. Nach dem Lehrbuch, die ideale Zeit um die Seele etwas hängen zu lassen und keinen Bogen um die vielen Leckereien zu machen. Ich mag es sowieso nicht besonders, bei Kälte und Dunkelheit rumzulaufen. Deshalb ist es willkommen, dass Laufpensum zu reduzieren und einfach nach Lust und Laune ohne Trainingsplan loszulaufen.
Seit ein paar Wochen habe ich als Ergänzung das Schwimmen entdeckt. "Schwimmen für jeder Mann" hatte ich zwar immer drauf, wenn es aber etwas länger wurde, musste ich fürchterlich darum kämpfen, nicht wie ein Stein unter zu gehen. Nicht zu reden von der Geschwindigkeit, in der Regel wurde ich von schwimm-erprobten Omis regelrecht deklassiert. Zum Glück macht man Fortschritte und heute sieht das ganze schon viel besser aus (werde aber immer noch abgehängt).
Erfreulich ist, dass ich das Wintertraining ohne nenneswerte gesundheitliche Probleme in Angriff nehmen konnte. Ein kleines Probleme gibt es nur mit dem etwas überforderten Schneidermuskel. So wie es aussieht, ist der Grund dafür ein bestimmter Laufschuh-Typ (man staune). Scheinbar vertrage ich die stark geführten Modelle (sogenannte Glide-Modell) gar nicht. Ironischerweise war ich über ein Jahr mehrheitlich mit solchen Schuh unterwegs. Irgend woher muss man die Erfahrungen ja sammeln und diese Schuhaufbau war lange einfach modern und bei jedem Hersteller unausweichlich im Sortiment. Diese Aussage gilt natürlich nur für mich und kann nicht beliebig adaptiert werden. Einfach ein kleiner Denkanstoss.
Obwohl ich mich nicht sonderlich darauf freue, werde ich im nächsten Jahr Fünfzig. Schon beim nächsten Lauf starte ich in einer höheren Alterkategorie. Die Chancen für einen Platz in den vorderen Rängen ist damit natürlich stark gestiegen.
Der absolute Saisonhöhepunkt im nächsten Jahr wird der Berlin-Marathon. Es sind schon praktisch alle Startplätze vergeben und ich bin dabei. Führ das Frühjahr musste ich mich entscheiden: Der Zürich-Marathon liegt leider terminlich so unglücklich, dass ich bei einer seriösen Teilnahme inkl. Erholungszeit, auf einige Rennen hätte verzichten müssen und praktisch alle Läufe bis im Sommer hätte unterordnen müssen. Nun Starte ich an den üblichen Frühjahrsrennen (Kerzers, Chäsitzer, 10km-SM, GP) und im Juni werde mich an den Aletsch-Halbmarathon wagen.
Viele Grüsse, schöne Zeit und alles Gute fürs neue Jahr
Martin
Seit ein paar Wochen habe ich als Ergänzung das Schwimmen entdeckt. "Schwimmen für jeder Mann" hatte ich zwar immer drauf, wenn es aber etwas länger wurde, musste ich fürchterlich darum kämpfen, nicht wie ein Stein unter zu gehen. Nicht zu reden von der Geschwindigkeit, in der Regel wurde ich von schwimm-erprobten Omis regelrecht deklassiert. Zum Glück macht man Fortschritte und heute sieht das ganze schon viel besser aus (werde aber immer noch abgehängt).
Erfreulich ist, dass ich das Wintertraining ohne nenneswerte gesundheitliche Probleme in Angriff nehmen konnte. Ein kleines Probleme gibt es nur mit dem etwas überforderten Schneidermuskel. So wie es aussieht, ist der Grund dafür ein bestimmter Laufschuh-Typ (man staune). Scheinbar vertrage ich die stark geführten Modelle (sogenannte Glide-Modell) gar nicht. Ironischerweise war ich über ein Jahr mehrheitlich mit solchen Schuh unterwegs. Irgend woher muss man die Erfahrungen ja sammeln und diese Schuhaufbau war lange einfach modern und bei jedem Hersteller unausweichlich im Sortiment. Diese Aussage gilt natürlich nur für mich und kann nicht beliebig adaptiert werden. Einfach ein kleiner Denkanstoss.
Obwohl ich mich nicht sonderlich darauf freue, werde ich im nächsten Jahr Fünfzig. Schon beim nächsten Lauf starte ich in einer höheren Alterkategorie. Die Chancen für einen Platz in den vorderen Rängen ist damit natürlich stark gestiegen.
Der absolute Saisonhöhepunkt im nächsten Jahr wird der Berlin-Marathon. Es sind schon praktisch alle Startplätze vergeben und ich bin dabei. Führ das Frühjahr musste ich mich entscheiden: Der Zürich-Marathon liegt leider terminlich so unglücklich, dass ich bei einer seriösen Teilnahme inkl. Erholungszeit, auf einige Rennen hätte verzichten müssen und praktisch alle Läufe bis im Sommer hätte unterordnen müssen. Nun Starte ich an den üblichen Frühjahrsrennen (Kerzers, Chäsitzer, 10km-SM, GP) und im Juni werde mich an den Aletsch-Halbmarathon wagen.
Viele Grüsse, schöne Zeit und alles Gute fürs neue Jahr
Martin
Sonntag, 30. Oktober 2011
Neue PB an Lausanne Halbmarathon
Um ehrlich zu sein, hatte ich beim Entscheid, die Halbmarathon Schweizermeisterschaft in Lausanne zu laufen, auch etwas mit dem Kategoriensieg geliebäugelt. Natürlich mit dem Bewusstsein, dass die Form stimmen muss und es halt jüngere Läufer gibt, die noch etwas schneller laufen als ich. Nun ist es der 2. Rang geworden, was mich in Anbetracht der Umstände sehr freut. Zumal es ein gewonnener zweiter Rang ist und nicht ein verlorener Sieg. Der Erste war 1:33 Minuten schneller - da gibts nichts zu rütteln. Den Drittplatzierten habe ich erst im Schlussspurt "besiegt". Quasi als Strafe weil er mich mit seinem Gekeuche und Gestöhne fast zum Wahnsinn trieb und sich trotzdem um jeden Preis nicht abschütteln lies. Auf dem Podest hat er aber ganz schön grosse Augen gemacht als ich ein Treppchen höher stand :-)
Zumindest Mental hat mein Schlussspurt auch den dritten Rang in der Teamwertung gesichert. wir waren gerade nur 1.4 Sekunden schneller als die Vierten. Klar da hat jeder von uns mitgekämpft und es ist eine tolle Teamleistung. (Was wäre gewesen, wenn wie angekündigt Christoph Ryffel angetreten wäre? Er wär im gleichen Team gelaufen. Schade dass er auf Grund einer Muskelzerrung Forvait geben musste.)
Die Verhältnisse in Lausanne waren perfekt. Sonniges Wetter, angenehme 16 Grad warm. Zum Glück hatte ich mich in letzter Minute entschieden auf das T-Shirt drunter zu verzichten und nur im Trägerleibchen zu laufen.
Die Stecke selber war härter als angenommen. Im Vorfeld haben viele gesagt "viel schneller als Greifensee". Selber würde ich das nicht unterschreiben. Schon auf den ersten Kilometer durch La Tour-de-Peilz und dem See entlang geht es immer wieder Aufwärts. Die Steigungen lassen sich zwar zügig laufen, aber weil es immer rauf geht, kriegt man dafür den Puls nicht mehr runter. Deshalb hat mich die selbst gestoppte 10km-Zwischenzeit von 34:09 Minuten überrascht. So schnell bin ich in diesem Jahr nicht mal an Rennen nur über diese Distanz gelaufen.
Weil es einen spürbaren Gegenwind gab, hatte ich mich entschieden einer Gruppe anzuhängen, die mir eigentlich etwas zu schnell war. Als dann Einer bei Km15 das Tempo anzog musste ich die Gruppe ziehen lassen und alleine laufen, bis ich eben diesen Schnaufer einholte.
Nach der Verletzungspause war es super, dass ich wieder problemlos laufen konnte. Klar nach dem Rennen tun alle Knochen weh, aber so, dass ich nach ein paar Tage wieder erholt sein werde. Also keine Probleme. Unterwegs war es doch ein bisschen sonderbar: Nur auf jeden zweiten Schritt atmend hätte es von der Puste her auch was schneller sein können. Limitierend waren die Beine, es fehlt einfach noch die Kraft um über diese Dauer im Renntempo zu laufen. Die Trainingswerte hatten es ja schon angedeutet.
Wegen der dauernd, leicht zur einen Seite abfallenden Strasse, macht ich mir während dem Rennen doch etwas Sorgen wegen dem abzeichnenden Muskelziehen bei meinen Problemstellen. Um die einseitige Belastung auch mal auf die andere Beinseite zu wechseln, musste ich immer wieder die etwas ebeneren Stellen auf der Strasse suchen und konnte nicht immer ganz der Ideallinie folgen.
Die gelaufenen 1:14:17 sind trotz allem meine neu PB über die Halbmarathon-Distanz. Das freut mich ganz besonders, weil die Vorbereitungszeit nach der Verletzungspause doch zu kurz war, um voll auf Touren zu kommen.
Zumindest Mental hat mein Schlussspurt auch den dritten Rang in der Teamwertung gesichert. wir waren gerade nur 1.4 Sekunden schneller als die Vierten. Klar da hat jeder von uns mitgekämpft und es ist eine tolle Teamleistung. (Was wäre gewesen, wenn wie angekündigt Christoph Ryffel angetreten wäre? Er wär im gleichen Team gelaufen. Schade dass er auf Grund einer Muskelzerrung Forvait geben musste.)
Die Verhältnisse in Lausanne waren perfekt. Sonniges Wetter, angenehme 16 Grad warm. Zum Glück hatte ich mich in letzter Minute entschieden auf das T-Shirt drunter zu verzichten und nur im Trägerleibchen zu laufen.
Die Stecke selber war härter als angenommen. Im Vorfeld haben viele gesagt "viel schneller als Greifensee". Selber würde ich das nicht unterschreiben. Schon auf den ersten Kilometer durch La Tour-de-Peilz und dem See entlang geht es immer wieder Aufwärts. Die Steigungen lassen sich zwar zügig laufen, aber weil es immer rauf geht, kriegt man dafür den Puls nicht mehr runter. Deshalb hat mich die selbst gestoppte 10km-Zwischenzeit von 34:09 Minuten überrascht. So schnell bin ich in diesem Jahr nicht mal an Rennen nur über diese Distanz gelaufen.
Weil es einen spürbaren Gegenwind gab, hatte ich mich entschieden einer Gruppe anzuhängen, die mir eigentlich etwas zu schnell war. Als dann Einer bei Km15 das Tempo anzog musste ich die Gruppe ziehen lassen und alleine laufen, bis ich eben diesen Schnaufer einholte.
Nach der Verletzungspause war es super, dass ich wieder problemlos laufen konnte. Klar nach dem Rennen tun alle Knochen weh, aber so, dass ich nach ein paar Tage wieder erholt sein werde. Also keine Probleme. Unterwegs war es doch ein bisschen sonderbar: Nur auf jeden zweiten Schritt atmend hätte es von der Puste her auch was schneller sein können. Limitierend waren die Beine, es fehlt einfach noch die Kraft um über diese Dauer im Renntempo zu laufen. Die Trainingswerte hatten es ja schon angedeutet.
Wegen der dauernd, leicht zur einen Seite abfallenden Strasse, macht ich mir während dem Rennen doch etwas Sorgen wegen dem abzeichnenden Muskelziehen bei meinen Problemstellen. Um die einseitige Belastung auch mal auf die andere Beinseite zu wechseln, musste ich immer wieder die etwas ebeneren Stellen auf der Strasse suchen und konnte nicht immer ganz der Ideallinie folgen.
Die gelaufenen 1:14:17 sind trotz allem meine neu PB über die Halbmarathon-Distanz. Das freut mich ganz besonders, weil die Vorbereitungszeit nach der Verletzungspause doch zu kurz war, um voll auf Touren zu kommen.
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Bremgartenlauf (23.10.2011)
Das erste Rennen nach einer Verletzungspause ist immer etwas Spezielles. Geht es wieder? Bin ich langsamer geworden? Oder habe ich einen Rückfall und muss wieder pausieren? (An noch schlimmere Dinge denkt man nicht :-) ) Nichts von all dem. Am Bremgartenlauf ist alles gut gegangen. Klar bin ich nicht an die Leistungsgrenze gegangen und habe versucht, die Belastung möglichst gering zu halten. Weil ich auch noch etwas taktisch laufen musste, ist deshalb die erzielte Endzeit nicht gerade berauschend. (Wieder einmal) eine halbe Minute langsamer, als an meiner letzten Teilnahme in Bremgarten. Es ist schon komisch, bereits vor dem Rennen habe ich mich auf eine "Nicht-Top-Zeit" eingestellt und konnte mich auch während dem Rennen sehr gut an diese Vorgabe halten. Wenn man am Abend die Resultate auf dem Papier vergleicht, kommen halt doch enttäuschte Gefühle hoch.
Zufrieden war ich mit meiner Renntaktik: Gleich nach dem Start ist der spätere Sieger - Housi Reichenbach - los gezogen. Das es keinen Sinn macht, ihm zu folgen, wusste ich, da wir oft zusammen trainiere. Er ist einfach schneller. So habe ich mich in die Verfolgergruppe eingereiht und erst nach der steilsten Passage vorneweg das Tempo erhöht. Zwei der Gruppe liesen sich nicht so leicht abschütteln. Erst auf den letzten Kilometer war gelungen, die beiden noch etwas zu distanzieren. Gereicht hat es für den 2. Rang hinter Housi und Erster meiner Alterskategorie.
Vorbereitung auf Lausanne
Diese Woche steht das Tapering auf dem Programm. Mit reduziertem Training versuche ich, die aufgebaute Form zu erhalten und mich noch möglichst optimal zu regenerieren (Den Hüftmuskel spüre ich noch ein bisschen). Gefühlsmässig sollte ich die 21km aber durchstehen. Ob dies so ist und ob ich auch das Rennentempo halten kann, wir sich halt erst am Sonntag zeigen. Jedenfalls die Wetterprognosen für Sonntag sind perfekt.
Zufrieden war ich mit meiner Renntaktik: Gleich nach dem Start ist der spätere Sieger - Housi Reichenbach - los gezogen. Das es keinen Sinn macht, ihm zu folgen, wusste ich, da wir oft zusammen trainiere. Er ist einfach schneller. So habe ich mich in die Verfolgergruppe eingereiht und erst nach der steilsten Passage vorneweg das Tempo erhöht. Zwei der Gruppe liesen sich nicht so leicht abschütteln. Erst auf den letzten Kilometer war gelungen, die beiden noch etwas zu distanzieren. Gereicht hat es für den 2. Rang hinter Housi und Erster meiner Alterskategorie.
Vorbereitung auf Lausanne
Diese Woche steht das Tapering auf dem Programm. Mit reduziertem Training versuche ich, die aufgebaute Form zu erhalten und mich noch möglichst optimal zu regenerieren (Den Hüftmuskel spüre ich noch ein bisschen). Gefühlsmässig sollte ich die 21km aber durchstehen. Ob dies so ist und ob ich auch das Rennentempo halten kann, wir sich halt erst am Sonntag zeigen. Jedenfalls die Wetterprognosen für Sonntag sind perfekt.
Sonntag, 16. Oktober 2011
Es geht mir schon wieder besser
Nach dem Verletzungs bedingten Tief nach dem Greifenseelauf konnte ich mich recht schnell auf ein neues Ziel - den Lausanne Halbmarathon - fixieren und war sehr motiviert, in diesem Jahr,noch einmal ein super Rennen zu laufen.
Dann war der erste Laufversuch, eine Woche nach der Verletzung, eine reine Katastrophe. Hätte ich mich nicht gut gefühlt, hätte ich es erst gar nicht versucht, aber die Anzeichen waren eigentlich nicht schlecht. Ich meinte mich bereits gut erholt zu haben und bei einer leichten Zerrung sagt man ja, dass die Heilung etwa eine Woche dauert. Bereits nach 2 km schmerzte die Hüfte (Gluteus medius) bereits wieder so stark, dass ich nicht weiterlaufen konnte und die restliche Woche nur noch hinkend vorwärts kam. Nun war klar, es wird länger dauern und kann sogar ein partieller Muskelfaserriss sein. Der Muskel selber war steinhart und bei jedem leichten Draufdrücken schmerzte es elektrisierend.
Das hies, während den bevorstehenden Ferien kein Meter laufen. Das ist wie Folter. Jeder Läufer den man sieht, provoziert ein Neidgefühl. So kenne ich mich gar nicht. Zum Glück konnte ich im Hotel (wir waren eine Woche in Madeira) auf dem Hoteldach bei einer Topaussicht ein paar Übungen machen und im Pool viele Längen schwimmen (der Pool war ja auch bloss ca. 12 Meter lang ;-) ). Für die Regeneration war das super. 2-1/2 Wochen nach der Verletzung wagte ich einen erneuten Laufversuch und es ging erfreulich wieder gut. Noch sehr vorsichtig und überhaupt nicht schnell, aber immerhin so, dass die Schmerzen im erträglichen Bereich blieben.
Nun trainiere ich seit einer Woche wieder nach meinem gewohnten Marathontrainingsplan, damit ich für Lausanne noch das Mögliche rausholen kann. Allerdings bleibe ich sehr vorsichtigt und erzwinge nichts. Sind halt die Kilometerzeiten nicht so schnell wie gewohnt. Hauptsache der Aufbau verläuft nicht zu steil und das Laufgefühl bleibt positiv.
Nun bin ich gespannt, was in den nächsten beiden Wochen bis Lausanne noch läuft.
Viele Grüsse
Martin
Dann war der erste Laufversuch, eine Woche nach der Verletzung, eine reine Katastrophe. Hätte ich mich nicht gut gefühlt, hätte ich es erst gar nicht versucht, aber die Anzeichen waren eigentlich nicht schlecht. Ich meinte mich bereits gut erholt zu haben und bei einer leichten Zerrung sagt man ja, dass die Heilung etwa eine Woche dauert. Bereits nach 2 km schmerzte die Hüfte (Gluteus medius) bereits wieder so stark, dass ich nicht weiterlaufen konnte und die restliche Woche nur noch hinkend vorwärts kam. Nun war klar, es wird länger dauern und kann sogar ein partieller Muskelfaserriss sein. Der Muskel selber war steinhart und bei jedem leichten Draufdrücken schmerzte es elektrisierend.
Das hies, während den bevorstehenden Ferien kein Meter laufen. Das ist wie Folter. Jeder Läufer den man sieht, provoziert ein Neidgefühl. So kenne ich mich gar nicht. Zum Glück konnte ich im Hotel (wir waren eine Woche in Madeira) auf dem Hoteldach bei einer Topaussicht ein paar Übungen machen und im Pool viele Längen schwimmen (der Pool war ja auch bloss ca. 12 Meter lang ;-) ). Für die Regeneration war das super. 2-1/2 Wochen nach der Verletzung wagte ich einen erneuten Laufversuch und es ging erfreulich wieder gut. Noch sehr vorsichtig und überhaupt nicht schnell, aber immerhin so, dass die Schmerzen im erträglichen Bereich blieben.
Nun trainiere ich seit einer Woche wieder nach meinem gewohnten Marathontrainingsplan, damit ich für Lausanne noch das Mögliche rausholen kann. Allerdings bleibe ich sehr vorsichtigt und erzwinge nichts. Sind halt die Kilometerzeiten nicht so schnell wie gewohnt. Hauptsache der Aufbau verläuft nicht zu steil und das Laufgefühl bleibt positiv.
Nun bin ich gespannt, was in den nächsten beiden Wochen bis Lausanne noch läuft.
Viele Grüsse
Martin
Sonntag, 18. September 2011
Greifenseelauf
Der Greifenseelauf, mein eigentlicher Herbsthöhepunkt ging leider völlig daneben. Ich hatte mir sehr viel für das Rennen vorgenommen und füllte mich sehr gut in Form. Die Probleme mit der Achillesferse waren noch nicht ganz verschwunden, aber nur noch in einem Bereich, in dem sie nicht sehr besorgniserregend waren.
Die Reise nach Uster war wieder einmal sehr stressig. Obwohl mit genügend Reserve geplant, brauchten wir viel Zeit auf Grund des aussergewöhnlich hohenVerkehrsaufkommen am Samstag und dann sind in Uster halt immer Startnummernausgabe, Garderobe und Start immer recht weit auseinander.
Zum Glück war ich am Morgen bereits 3km gelaufen und kam vor dem Rennen sehr schnell auf Betriebstemperatur. Einzig etwas Durchfall macht mir Probleme. Mit ein paar Pflanzenblätter konnte ich das Schlimmste beseitigen und lies mich für das Rennen nicht aus der Ruhe bringen.
Der Start gelang mir sehr gut. Schon auf den ersten Kilometer konnte ich mich locker im Windschatten einer Gruppe anheften und musste mich eher zurückhalten, um nicht schon gleich loszulegen. Die Durchgangszeiten der ersten Kilometer sagten mir, dass der lockere Eindruck täuscht und wir bereits sehr sehr schnell unterwegs waren (3:25 Schnitt gemäss meiner Uhr).
In einer Kurve ca nach 3.5 km hatte ich auf einmal einen dumpfen Knacks gefolgt von einen heftigen Schmerz in der rechten Hüfte. Kann passieren und meist verschwinden die Schmerzen nach ein paar Kilometer wieder. Diesmal nicht, ein zweiter heftige Knacks zwang mich fast in die Knie. Undenkbar noch weitere 14km zu laufen. Mit Tränen in den Augen und bitterer Endtäuschung musste ich das Rennen aufgeben.
Der ganze Aufwand, die Vorbereitung, Kosten und Mühe - alles für nichts. Es fällt mir sehr schwer, aber das ist nun mal der Sport.Wichtig ist, möglichst schnell darüber hinweg zu kommen. Meine erste Massnahme dafür war: an der Laufbörse habe ich ein Paar Adidas Oszillation gekauft. Zweite Massnahme und auch bereits umgesetzt: ich werde in Lausanne nicht wie ursprünglich geplant den Marathon laufen, sondern mich noch einmal auf den Halbmarathon konzentrieren. In Lausanne ist es ja gleichzeitig die Halbmarathon Schweizermeisterschaft.
Die Reise nach Uster war wieder einmal sehr stressig. Obwohl mit genügend Reserve geplant, brauchten wir viel Zeit auf Grund des aussergewöhnlich hohenVerkehrsaufkommen am Samstag und dann sind in Uster halt immer Startnummernausgabe, Garderobe und Start immer recht weit auseinander.
Zum Glück war ich am Morgen bereits 3km gelaufen und kam vor dem Rennen sehr schnell auf Betriebstemperatur. Einzig etwas Durchfall macht mir Probleme. Mit ein paar Pflanzenblätter konnte ich das Schlimmste beseitigen und lies mich für das Rennen nicht aus der Ruhe bringen.
Der Start gelang mir sehr gut. Schon auf den ersten Kilometer konnte ich mich locker im Windschatten einer Gruppe anheften und musste mich eher zurückhalten, um nicht schon gleich loszulegen. Die Durchgangszeiten der ersten Kilometer sagten mir, dass der lockere Eindruck täuscht und wir bereits sehr sehr schnell unterwegs waren (3:25 Schnitt gemäss meiner Uhr).
In einer Kurve ca nach 3.5 km hatte ich auf einmal einen dumpfen Knacks gefolgt von einen heftigen Schmerz in der rechten Hüfte. Kann passieren und meist verschwinden die Schmerzen nach ein paar Kilometer wieder. Diesmal nicht, ein zweiter heftige Knacks zwang mich fast in die Knie. Undenkbar noch weitere 14km zu laufen. Mit Tränen in den Augen und bitterer Endtäuschung musste ich das Rennen aufgeben.
Der ganze Aufwand, die Vorbereitung, Kosten und Mühe - alles für nichts. Es fällt mir sehr schwer, aber das ist nun mal der Sport.Wichtig ist, möglichst schnell darüber hinweg zu kommen. Meine erste Massnahme dafür war: an der Laufbörse habe ich ein Paar Adidas Oszillation gekauft. Zweite Massnahme und auch bereits umgesetzt: ich werde in Lausanne nicht wie ursprünglich geplant den Marathon laufen, sondern mich noch einmal auf den Halbmarathon konzentrieren. In Lausanne ist es ja gleichzeitig die Halbmarathon Schweizermeisterschaft.
Abonnieren
Posts (Atom)