Für das 10km-Rennen am Sonntag in Zürich bin ich noch unschlüssig, welche Schuhe ich laufen soll. Vom letztjährigen Marathon weiss ich, dass die aus Beton gebaute Zürcher Bahnhofstrasse knall hart ist. Soll ich nun die neuen leichten Rennteile oder doch lieber die etwas festeren Marathon-Schuhe wählen? Wieso überhaupt etwas Neues probieren und nicht auf die altbekannten Schuhe setzten?
Hat sich ein Paar Laufschuhe einmal bewährt, heisst das noch lange nicht, dass es so bleiben muss. Einen grossen Teil der Schuld tragen die Schuhhersteller. Es ist ja Mode, oder wird sogar erwartet, dass ein Modell von Jahr zu Jahr verbessert wird. Nur diese Updates finden oft nicht nur im Detail statt, sondern es wird der ganze Schuhe bis auf den Leisten komplett neu konstruiert. Da kommt es nicht selten vor, dass ein lang bewährtes Rennmodell plötzlich ins Segment der Trainingsschuhe fällt.
So einen Verschiebung hat es bei meinen heiss geliebten Adidas Adios gegeben. Das neue Modell ist jetzt schwerer, steifer und nicht mehr so dynamisch. Gut für den Marathon, aber nachteilig für kurze Rennen. Dafür wurde bei Adidas die Rennschuhe-Palette durch das Modell Hagio ergänzt. Der Hagio ist ein reinrassiges Rennschuh, für Profis gemacht und für uns Normalsterbliche nur bedingt laufbar. Aber halt schnell.
Nun habe ich rausgetüftelt, dass wenn ich die flachen Schuhe mit ein paar Komfortsocken kombiniere, die Schläge gar nicht mehr so dramatisch sind. Nur, so eine 0815-Joggersocke, passt halt grundsätzlich nicht so recht zu dem ultimativen Rennteil. Anyway, Spass und Resultat ist letztendlich entscheidend.
Ein kleines (nicht ernst zu nehmendes) Zahlenspiel konnte ich mir trotzdem nicht verkneifen: Mein Adios wiegt 260 Gramm der Hiago ist mit 215 Gramm (!) 45 Gramm leichter. Dies bedeutet nicht die Welt ist aber sehr gut spürbar. Jetzt stellt sich die Frage: Machen die dickeren Socken den Gewichtsvorteil wieder zunichte? Die dünnen Rennsöckli wiegen nur 17Gramm (pro Socke). Ein etwas dickeres Modell von Adidas ist schon 20Gramm. Und meine Komfortsocken? 23Gramm. Also in der Kombination zumindest kein Gewichtsnachteil.
Ob es auch wirklich funktioniert, verrate ich nach dem Rennen in Zürich.
Freitag, 20. April 2012
Sonntag, 15. April 2012
10km Schweizermeister (M50)
Ich war mit meiner Familie über Ostern in Südfrankreich und dort herrscht absolute Technikflaute. Kein E-Mail, Internet etc und schon gar kein Blog. Also musste ich leider den neusten Eintrag auf dieses Wochenende verschieben.
10km-SM
Nachdem ich den Kerzerslauf nur Grippe-geschwächt laufen konnte fehlte mir bisher eine brauchbare Standortbestimmung zu meinem Formstand. An die 10km Schweizermeisterschaft ging ich deshalb mit etwas gemischten Gefühlen. Im Vorfeld gab es dann auch noch einige Turbulenzen mit meinen Rennschuhen, die mich zusätzlich etwas aus dem Konzept brachten.
Wo sind meine Schuhe?
Die Geschichte dahinter: Beim ersten Ausprobieren meiner neuen Adidas Adios fand ich, dass der neuste Update für den Marathon von Vorteil sein wird (die Schuhe sind etwas fester), dass sie dafür für ein 10km-Rennen nicht mehr so knackig sind. Nicht dass es nicht gehen würde, aber es macht halt einfach Spass mit diesen ultra dünnen Racer zu laufen, auch wenn ich zugegeben mit den schwereren Schuhen vermutlich sogar schneller wäre. Die flachen Teile sind schon irgendwie anstrengender.
Kurzfristig entschloss ich mich doch noch ein paar dieser heissen Schuhe zu bestellen. Wenn alles normal läuft sollte ich sie in ein paar Tagen haben und es bleibt genügend Zeit um sie einzulaufen. Blöderweise wählte ich (ohne es zu merken) US Postalservice als Spediteur. Als ich es feststellte hatte ich bereits ein ungutes Gefühl, dass dann auch bestätigte. Am Dienstag wurde das Paket im Track and Trace als geliefert angegeben, aber es war nirgends zu finden. Nach verschiedene Recherchen gab ich bitter enttäuscht die Hoffnung auf, dass ich meine neuen Schuhe für das Rennen am Samstag einsetzten kann, ja dass ich sie sogar vollständig abschreiben muss. Am Freitag kam dann die Befreiung von meinen "Qualen": ich erhielt ein Mail, dass ich das Paket auf der Post abholen kann. Richtig geglaubt, habe ich es aber erst als ich die Schachtel in den Händen hielt. Dass hiess am Abend noch ein zweites Training einschieben und die Schuhe schnell etwas einlaufen.
Um die Schuhgeschichte zu beenden: Sie sind wirklich sehr dynamisch resp. etwas anstrengend zu laufen. Zwischen Kilometer 4 und 6 schmerzten die Fussgelenke von der Beton-Strasse auf den ersten Kilometer, als es dann wieder auf Asphalt wechselte spürte ich davon zum Glück nichts mehr.
Knapp an der PB vorbei?
Die Stecke in Lyss ist immer etwas schwierig zu laufen. Weil es die Schweizermeisterschaft ist, werden die ersten Kilometer extrem schnell gelaufen. Dann war auf der ersten Hälfte auch noch Gegenwind und es blieb nichts anders übrig als mit dem hohen Anfangstempo mitzumachen und nicht eine gute Gruppe zu verpassen. Für mich war es viel zu schnell und ich büste es mit einem kleinen Durchhänger zwischen Kilometer 4-6 (als die Fussgelenke schmerzten ;-) ) ein. Ich musste deshalb leider auch eine gute Gruppe ziehen lassen, die mich bis zum Schluss zu einer hervorragenden neuen PB getragen hätte. War leider nichts und ich blieb 5 Sekunden über meinem Rekord (wenn ich das geahnt hätte).
Nun der Formtest ist absolut erfreulich. Ich bin trotz Trainingsrückstand nicht langsamer als im letzten Jahr. Das lässt für die nächsten Rennen hoffen.
Die gute Laufzeit hat auch zum 10km-Schweizermeister in der Kategorie M50 gereicht
Zürich-Marathon
Den Zürich Marathon kann ich in diesem Jahr nicht laufen, weil er mit der ganzen Vorbereitung und Erholung mit zu vielen anderen Rennen terminlich kollidiert.
Ein kleines Trostpflaster gibt es aber dennoch. Ich bin als Zuschauer dabei und werde am Morgen früh noch den 10km-City-Run laufen (vermutlich wieder mit meinen neuen Racern ;-)
10km-SM
Nachdem ich den Kerzerslauf nur Grippe-geschwächt laufen konnte fehlte mir bisher eine brauchbare Standortbestimmung zu meinem Formstand. An die 10km Schweizermeisterschaft ging ich deshalb mit etwas gemischten Gefühlen. Im Vorfeld gab es dann auch noch einige Turbulenzen mit meinen Rennschuhen, die mich zusätzlich etwas aus dem Konzept brachten.
Wo sind meine Schuhe?
Die Geschichte dahinter: Beim ersten Ausprobieren meiner neuen Adidas Adios fand ich, dass der neuste Update für den Marathon von Vorteil sein wird (die Schuhe sind etwas fester), dass sie dafür für ein 10km-Rennen nicht mehr so knackig sind. Nicht dass es nicht gehen würde, aber es macht halt einfach Spass mit diesen ultra dünnen Racer zu laufen, auch wenn ich zugegeben mit den schwereren Schuhen vermutlich sogar schneller wäre. Die flachen Teile sind schon irgendwie anstrengender.
Kurzfristig entschloss ich mich doch noch ein paar dieser heissen Schuhe zu bestellen. Wenn alles normal läuft sollte ich sie in ein paar Tagen haben und es bleibt genügend Zeit um sie einzulaufen. Blöderweise wählte ich (ohne es zu merken) US Postalservice als Spediteur. Als ich es feststellte hatte ich bereits ein ungutes Gefühl, dass dann auch bestätigte. Am Dienstag wurde das Paket im Track and Trace als geliefert angegeben, aber es war nirgends zu finden. Nach verschiedene Recherchen gab ich bitter enttäuscht die Hoffnung auf, dass ich meine neuen Schuhe für das Rennen am Samstag einsetzten kann, ja dass ich sie sogar vollständig abschreiben muss. Am Freitag kam dann die Befreiung von meinen "Qualen": ich erhielt ein Mail, dass ich das Paket auf der Post abholen kann. Richtig geglaubt, habe ich es aber erst als ich die Schachtel in den Händen hielt. Dass hiess am Abend noch ein zweites Training einschieben und die Schuhe schnell etwas einlaufen.
Um die Schuhgeschichte zu beenden: Sie sind wirklich sehr dynamisch resp. etwas anstrengend zu laufen. Zwischen Kilometer 4 und 6 schmerzten die Fussgelenke von der Beton-Strasse auf den ersten Kilometer, als es dann wieder auf Asphalt wechselte spürte ich davon zum Glück nichts mehr.
Knapp an der PB vorbei?
Die Stecke in Lyss ist immer etwas schwierig zu laufen. Weil es die Schweizermeisterschaft ist, werden die ersten Kilometer extrem schnell gelaufen. Dann war auf der ersten Hälfte auch noch Gegenwind und es blieb nichts anders übrig als mit dem hohen Anfangstempo mitzumachen und nicht eine gute Gruppe zu verpassen. Für mich war es viel zu schnell und ich büste es mit einem kleinen Durchhänger zwischen Kilometer 4-6 (als die Fussgelenke schmerzten ;-) ) ein. Ich musste deshalb leider auch eine gute Gruppe ziehen lassen, die mich bis zum Schluss zu einer hervorragenden neuen PB getragen hätte. War leider nichts und ich blieb 5 Sekunden über meinem Rekord (wenn ich das geahnt hätte).
Nun der Formtest ist absolut erfreulich. Ich bin trotz Trainingsrückstand nicht langsamer als im letzten Jahr. Das lässt für die nächsten Rennen hoffen.
Die gute Laufzeit hat auch zum 10km-Schweizermeister in der Kategorie M50 gereicht
Zürich-Marathon
Den Zürich Marathon kann ich in diesem Jahr nicht laufen, weil er mit der ganzen Vorbereitung und Erholung mit zu vielen anderen Rennen terminlich kollidiert.
Ein kleines Trostpflaster gibt es aber dennoch. Ich bin als Zuschauer dabei und werde am Morgen früh noch den 10km-City-Run laufen (vermutlich wieder mit meinen neuen Racern ;-)
Sonntag, 18. März 2012
Kerzerslauf mit Grippe
Letzte Woche hat mich die Grippe-Welle ziemlich flach gelegt. Mit Null Kraft, Gliederschmerzen und ein brummender Schädel, dass ich mich auf nichts konzentrieren konnte, hatte ich die Teilnahme am Kerzerlauf schon abgeschrieben.
Ich weiss nicht ob es das brave Inhalieren war, jedenfalls ging es am Samstag zwar noch nicht ganz gut, aber zu mindest so, dass ich nach Kerzers reisen konnte. Ich konnte ja einmal Einlaufen und schauen wie ich mich danach fühle. Wenn es geht, das Rennen starten und nach dem ersten Rennkilometer entscheiden ob ich überhaupt halbwegs ein vernünftiges Renntempo schaffe. Danach von Kilometer zu Kilometer entscheiden ob es weiter geht oder ich abbrechen soll.Vor der Strecke und den recht harten 15 km hatte ich schon grossen Respekt. Gefühlsmässig war mein "Energiestand" auf ca. 60%.
Es ging dann doch besser als gedacht. Ich kam recht gut über die Distanz. Allerdings hat diesmal der Kreislauf das Tempo bestimmt und nicht die Beine. Das ich doch recht angeschlagen war, zeigt die Laufzeit, sie fast 2 Minuten länger als im letzten Jahr. Das es trotzdem zum Kategorien-Sieg gereicht hat, liegt mehr an den fehlenden oder ebenfalls angeschlagenen Konkurrenten.
Nun hoffe ich, dass es das Ende einer kleinen Krisenzeit war. Zuerst die Eiszeit Anfangs Februar, danach eine Woche Ferien in der Türkei, wo ich auf Grund des dicht gedrängten Reiseprogramm nur drei Mal die Laufschuhe schnüren konnte und jetzt noch eine hartnäckige Grippe. Zum Glück ist der Frühling da und ich kann hoffentlich wieder etwas besser trainieren.
Martin
Ich weiss nicht ob es das brave Inhalieren war, jedenfalls ging es am Samstag zwar noch nicht ganz gut, aber zu mindest so, dass ich nach Kerzers reisen konnte. Ich konnte ja einmal Einlaufen und schauen wie ich mich danach fühle. Wenn es geht, das Rennen starten und nach dem ersten Rennkilometer entscheiden ob ich überhaupt halbwegs ein vernünftiges Renntempo schaffe. Danach von Kilometer zu Kilometer entscheiden ob es weiter geht oder ich abbrechen soll.Vor der Strecke und den recht harten 15 km hatte ich schon grossen Respekt. Gefühlsmässig war mein "Energiestand" auf ca. 60%.
Es ging dann doch besser als gedacht. Ich kam recht gut über die Distanz. Allerdings hat diesmal der Kreislauf das Tempo bestimmt und nicht die Beine. Das ich doch recht angeschlagen war, zeigt die Laufzeit, sie fast 2 Minuten länger als im letzten Jahr. Das es trotzdem zum Kategorien-Sieg gereicht hat, liegt mehr an den fehlenden oder ebenfalls angeschlagenen Konkurrenten.
Nun hoffe ich, dass es das Ende einer kleinen Krisenzeit war. Zuerst die Eiszeit Anfangs Februar, danach eine Woche Ferien in der Türkei, wo ich auf Grund des dicht gedrängten Reiseprogramm nur drei Mal die Laufschuhe schnüren konnte und jetzt noch eine hartnäckige Grippe. Zum Glück ist der Frühling da und ich kann hoffentlich wieder etwas besser trainieren.
Martin
Sonntag, 26. Februar 2012
Saisonstart Bremgartenlauf
Gestern war für mich der eigentliche Start in die Laufsaison 2012. Und die Saison fing schon mal ganz heiter an. Dazu muss ich etwas ausholen. Seit nicht ganz einem halben Jahr habe ich einen neuen Bürokollegen. Wir haben schon oft darüber geschmunzelt, dass es sehr schwer ist unsere persönlichen Angaben auseinander zu halten. Optisch sehen wir zwar verschieden aus, aber dann beginnen schon die frappierenden Ähnlichkeiten. Er heisst auch Martin, sein Nachnahme Kumli sieht beim ungenauen hinsehen fast gleich aus wie Kühni (überzeugt euch selber), wir haben im gleichen Monat Geburtstag (sind aber nicht gleich alt), schreiben beide mit der linken Hand und Martin ist sehr sportlich und läuft wie ich auch. So war er auch beim Bremgartenlauf dabei. Bei der Startnummernausgabe habe ich mit "1725 Martin Kühni" meine Startnummer verlangt und nicht bemerkt, dass sie mir die 1726 gegeben hat. Es stand ja Martin darauf und 1726 und 1725 sehen etwa gleich aus (schon wieder ;-) ). Ich war also mit der falschen Startnummer unterwegs. Beim Zieleinlauf hörte ich im Hintergrund etwas von "Martin Kumli" - "frühreif" - "falsche Kategorie" , konnte mir aber keinen schlauen Reim darauf machen. Zum Glück hat Martin cool reagiert und einfach die Nummernverwechslung gemeldet und mit einer Ersatznummer das Rennen in Angriff genommen.
Danke Martin für die Richtigstellung. So durfte ich dennoch aufs Podest steigen und die Blumen des 2 Rangierten entgegen nehmen. Dass es im besten Fall "nur" zum 2. Rang reicht, war mir schon vor dem Rennen klar. Der Sieger Beat Elmer ist über diese Distanz sehr stark. Er hat schon in den beiden Vorjahren jeweils eine super Zeit geschafft. Ich selber kannte die Strecke überhaupt nicht und war betreffend meines Formstands sehr unsicher (dies ist keine Ausrede, es hätte auch so nicht zu einem besseren Rang gereicht). Während der kleinen "Eiszeit" Anfangs Februar konnte ich keine einzige schnelle Einheit laufen und bin mehrheitlich maskiert wie ein Ninja durch den Schnee gestapft. Ein einziges Mal war ich auf einem Laufband, aber dass ist nicht so meine Welt. Auf dem Band fehlen mir wichtige Spassfaktoren wie Gelände, Licht, Gerüche und der Laufschritt ist eher passive (das Band gibt das Tempo vor). Als mir das Trainingscenter für die Stunde auch noch 20 Franken abknöpfte, war das Thema für mich gestorben.
Gemäss Rangliste bin ich die 11 Kilometer in einem Schnitt von 3:25 pro Kilometer gelaufen. Bei dem teilweise etwas morastigen Terrain bin ich damit sehr zu frieden. Am meisten Freude hatte ich am fast perfekten Laufgefühl. Ich konnte sehr kraftvoll und trotzdem locker laufen. Warum erwähne ich das? Ich hatte über ein Jahr mit Schmerzen in der Leiste zu kämpfen und konnte das Problem nie nachhaltig lösen. Vor zwei Wochen habe ich die Ursache glaube ich gefunden. Seit dem kommt es zu keiner neuen Reizung mehr und die Schmerzen sind nur noch als leichtes Brennen zu spüren. Die Veränderung macht sich auch beim Laufstiel bemerkbar. Die Hüfte steht jetzt wieder gerader und es werden beide Beine etwa gleich belastet. Ich hatte zuvor das Gewicht etwas mehr auf dem linken Bein, immer noch eine Folge meiner Operation an der Leiste vor paar Jahren. Die Gewichtsverlagerung auf beide Beine ist noch etwas ungewohnt und ich wage es noch nicht voll durch zu ziehen. Aber dass kommt auch noch. Ich freue mich auf die Frühlingsrennen.
Martin
Danke Martin für die Richtigstellung. So durfte ich dennoch aufs Podest steigen und die Blumen des 2 Rangierten entgegen nehmen. Dass es im besten Fall "nur" zum 2. Rang reicht, war mir schon vor dem Rennen klar. Der Sieger Beat Elmer ist über diese Distanz sehr stark. Er hat schon in den beiden Vorjahren jeweils eine super Zeit geschafft. Ich selber kannte die Strecke überhaupt nicht und war betreffend meines Formstands sehr unsicher (dies ist keine Ausrede, es hätte auch so nicht zu einem besseren Rang gereicht). Während der kleinen "Eiszeit" Anfangs Februar konnte ich keine einzige schnelle Einheit laufen und bin mehrheitlich maskiert wie ein Ninja durch den Schnee gestapft. Ein einziges Mal war ich auf einem Laufband, aber dass ist nicht so meine Welt. Auf dem Band fehlen mir wichtige Spassfaktoren wie Gelände, Licht, Gerüche und der Laufschritt ist eher passive (das Band gibt das Tempo vor). Als mir das Trainingscenter für die Stunde auch noch 20 Franken abknöpfte, war das Thema für mich gestorben.
Gemäss Rangliste bin ich die 11 Kilometer in einem Schnitt von 3:25 pro Kilometer gelaufen. Bei dem teilweise etwas morastigen Terrain bin ich damit sehr zu frieden. Am meisten Freude hatte ich am fast perfekten Laufgefühl. Ich konnte sehr kraftvoll und trotzdem locker laufen. Warum erwähne ich das? Ich hatte über ein Jahr mit Schmerzen in der Leiste zu kämpfen und konnte das Problem nie nachhaltig lösen. Vor zwei Wochen habe ich die Ursache glaube ich gefunden. Seit dem kommt es zu keiner neuen Reizung mehr und die Schmerzen sind nur noch als leichtes Brennen zu spüren. Die Veränderung macht sich auch beim Laufstiel bemerkbar. Die Hüfte steht jetzt wieder gerader und es werden beide Beine etwa gleich belastet. Ich hatte zuvor das Gewicht etwas mehr auf dem linken Bein, immer noch eine Folge meiner Operation an der Leiste vor paar Jahren. Die Gewichtsverlagerung auf beide Beine ist noch etwas ungewohnt und ich wage es noch nicht voll durch zu ziehen. Aber dass kommt auch noch. Ich freue mich auf die Frühlingsrennen.
Martin
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Nach der Saison ist vor der Saison
Der Wechsel ins Wintertraining ist gleichzeitig mein Saison-Ausklang. Nach dem Lehrbuch, die ideale Zeit um die Seele etwas hängen zu lassen und keinen Bogen um die vielen Leckereien zu machen. Ich mag es sowieso nicht besonders, bei Kälte und Dunkelheit rumzulaufen. Deshalb ist es willkommen, dass Laufpensum zu reduzieren und einfach nach Lust und Laune ohne Trainingsplan loszulaufen.
Seit ein paar Wochen habe ich als Ergänzung das Schwimmen entdeckt. "Schwimmen für jeder Mann" hatte ich zwar immer drauf, wenn es aber etwas länger wurde, musste ich fürchterlich darum kämpfen, nicht wie ein Stein unter zu gehen. Nicht zu reden von der Geschwindigkeit, in der Regel wurde ich von schwimm-erprobten Omis regelrecht deklassiert. Zum Glück macht man Fortschritte und heute sieht das ganze schon viel besser aus (werde aber immer noch abgehängt).
Erfreulich ist, dass ich das Wintertraining ohne nenneswerte gesundheitliche Probleme in Angriff nehmen konnte. Ein kleines Probleme gibt es nur mit dem etwas überforderten Schneidermuskel. So wie es aussieht, ist der Grund dafür ein bestimmter Laufschuh-Typ (man staune). Scheinbar vertrage ich die stark geführten Modelle (sogenannte Glide-Modell) gar nicht. Ironischerweise war ich über ein Jahr mehrheitlich mit solchen Schuh unterwegs. Irgend woher muss man die Erfahrungen ja sammeln und diese Schuhaufbau war lange einfach modern und bei jedem Hersteller unausweichlich im Sortiment. Diese Aussage gilt natürlich nur für mich und kann nicht beliebig adaptiert werden. Einfach ein kleiner Denkanstoss.
Obwohl ich mich nicht sonderlich darauf freue, werde ich im nächsten Jahr Fünfzig. Schon beim nächsten Lauf starte ich in einer höheren Alterkategorie. Die Chancen für einen Platz in den vorderen Rängen ist damit natürlich stark gestiegen.
Der absolute Saisonhöhepunkt im nächsten Jahr wird der Berlin-Marathon. Es sind schon praktisch alle Startplätze vergeben und ich bin dabei. Führ das Frühjahr musste ich mich entscheiden: Der Zürich-Marathon liegt leider terminlich so unglücklich, dass ich bei einer seriösen Teilnahme inkl. Erholungszeit, auf einige Rennen hätte verzichten müssen und praktisch alle Läufe bis im Sommer hätte unterordnen müssen. Nun Starte ich an den üblichen Frühjahrsrennen (Kerzers, Chäsitzer, 10km-SM, GP) und im Juni werde mich an den Aletsch-Halbmarathon wagen.
Viele Grüsse, schöne Zeit und alles Gute fürs neue Jahr
Martin
Seit ein paar Wochen habe ich als Ergänzung das Schwimmen entdeckt. "Schwimmen für jeder Mann" hatte ich zwar immer drauf, wenn es aber etwas länger wurde, musste ich fürchterlich darum kämpfen, nicht wie ein Stein unter zu gehen. Nicht zu reden von der Geschwindigkeit, in der Regel wurde ich von schwimm-erprobten Omis regelrecht deklassiert. Zum Glück macht man Fortschritte und heute sieht das ganze schon viel besser aus (werde aber immer noch abgehängt).
Erfreulich ist, dass ich das Wintertraining ohne nenneswerte gesundheitliche Probleme in Angriff nehmen konnte. Ein kleines Probleme gibt es nur mit dem etwas überforderten Schneidermuskel. So wie es aussieht, ist der Grund dafür ein bestimmter Laufschuh-Typ (man staune). Scheinbar vertrage ich die stark geführten Modelle (sogenannte Glide-Modell) gar nicht. Ironischerweise war ich über ein Jahr mehrheitlich mit solchen Schuh unterwegs. Irgend woher muss man die Erfahrungen ja sammeln und diese Schuhaufbau war lange einfach modern und bei jedem Hersteller unausweichlich im Sortiment. Diese Aussage gilt natürlich nur für mich und kann nicht beliebig adaptiert werden. Einfach ein kleiner Denkanstoss.
Obwohl ich mich nicht sonderlich darauf freue, werde ich im nächsten Jahr Fünfzig. Schon beim nächsten Lauf starte ich in einer höheren Alterkategorie. Die Chancen für einen Platz in den vorderen Rängen ist damit natürlich stark gestiegen.
Der absolute Saisonhöhepunkt im nächsten Jahr wird der Berlin-Marathon. Es sind schon praktisch alle Startplätze vergeben und ich bin dabei. Führ das Frühjahr musste ich mich entscheiden: Der Zürich-Marathon liegt leider terminlich so unglücklich, dass ich bei einer seriösen Teilnahme inkl. Erholungszeit, auf einige Rennen hätte verzichten müssen und praktisch alle Läufe bis im Sommer hätte unterordnen müssen. Nun Starte ich an den üblichen Frühjahrsrennen (Kerzers, Chäsitzer, 10km-SM, GP) und im Juni werde mich an den Aletsch-Halbmarathon wagen.
Viele Grüsse, schöne Zeit und alles Gute fürs neue Jahr
Martin
Sonntag, 30. Oktober 2011
Neue PB an Lausanne Halbmarathon
Um ehrlich zu sein, hatte ich beim Entscheid, die Halbmarathon Schweizermeisterschaft in Lausanne zu laufen, auch etwas mit dem Kategoriensieg geliebäugelt. Natürlich mit dem Bewusstsein, dass die Form stimmen muss und es halt jüngere Läufer gibt, die noch etwas schneller laufen als ich. Nun ist es der 2. Rang geworden, was mich in Anbetracht der Umstände sehr freut. Zumal es ein gewonnener zweiter Rang ist und nicht ein verlorener Sieg. Der Erste war 1:33 Minuten schneller - da gibts nichts zu rütteln. Den Drittplatzierten habe ich erst im Schlussspurt "besiegt". Quasi als Strafe weil er mich mit seinem Gekeuche und Gestöhne fast zum Wahnsinn trieb und sich trotzdem um jeden Preis nicht abschütteln lies. Auf dem Podest hat er aber ganz schön grosse Augen gemacht als ich ein Treppchen höher stand :-)
Zumindest Mental hat mein Schlussspurt auch den dritten Rang in der Teamwertung gesichert. wir waren gerade nur 1.4 Sekunden schneller als die Vierten. Klar da hat jeder von uns mitgekämpft und es ist eine tolle Teamleistung. (Was wäre gewesen, wenn wie angekündigt Christoph Ryffel angetreten wäre? Er wär im gleichen Team gelaufen. Schade dass er auf Grund einer Muskelzerrung Forvait geben musste.)
Die Verhältnisse in Lausanne waren perfekt. Sonniges Wetter, angenehme 16 Grad warm. Zum Glück hatte ich mich in letzter Minute entschieden auf das T-Shirt drunter zu verzichten und nur im Trägerleibchen zu laufen.
Die Stecke selber war härter als angenommen. Im Vorfeld haben viele gesagt "viel schneller als Greifensee". Selber würde ich das nicht unterschreiben. Schon auf den ersten Kilometer durch La Tour-de-Peilz und dem See entlang geht es immer wieder Aufwärts. Die Steigungen lassen sich zwar zügig laufen, aber weil es immer rauf geht, kriegt man dafür den Puls nicht mehr runter. Deshalb hat mich die selbst gestoppte 10km-Zwischenzeit von 34:09 Minuten überrascht. So schnell bin ich in diesem Jahr nicht mal an Rennen nur über diese Distanz gelaufen.
Weil es einen spürbaren Gegenwind gab, hatte ich mich entschieden einer Gruppe anzuhängen, die mir eigentlich etwas zu schnell war. Als dann Einer bei Km15 das Tempo anzog musste ich die Gruppe ziehen lassen und alleine laufen, bis ich eben diesen Schnaufer einholte.
Nach der Verletzungspause war es super, dass ich wieder problemlos laufen konnte. Klar nach dem Rennen tun alle Knochen weh, aber so, dass ich nach ein paar Tage wieder erholt sein werde. Also keine Probleme. Unterwegs war es doch ein bisschen sonderbar: Nur auf jeden zweiten Schritt atmend hätte es von der Puste her auch was schneller sein können. Limitierend waren die Beine, es fehlt einfach noch die Kraft um über diese Dauer im Renntempo zu laufen. Die Trainingswerte hatten es ja schon angedeutet.
Wegen der dauernd, leicht zur einen Seite abfallenden Strasse, macht ich mir während dem Rennen doch etwas Sorgen wegen dem abzeichnenden Muskelziehen bei meinen Problemstellen. Um die einseitige Belastung auch mal auf die andere Beinseite zu wechseln, musste ich immer wieder die etwas ebeneren Stellen auf der Strasse suchen und konnte nicht immer ganz der Ideallinie folgen.
Die gelaufenen 1:14:17 sind trotz allem meine neu PB über die Halbmarathon-Distanz. Das freut mich ganz besonders, weil die Vorbereitungszeit nach der Verletzungspause doch zu kurz war, um voll auf Touren zu kommen.
Zumindest Mental hat mein Schlussspurt auch den dritten Rang in der Teamwertung gesichert. wir waren gerade nur 1.4 Sekunden schneller als die Vierten. Klar da hat jeder von uns mitgekämpft und es ist eine tolle Teamleistung. (Was wäre gewesen, wenn wie angekündigt Christoph Ryffel angetreten wäre? Er wär im gleichen Team gelaufen. Schade dass er auf Grund einer Muskelzerrung Forvait geben musste.)
Die Verhältnisse in Lausanne waren perfekt. Sonniges Wetter, angenehme 16 Grad warm. Zum Glück hatte ich mich in letzter Minute entschieden auf das T-Shirt drunter zu verzichten und nur im Trägerleibchen zu laufen.
Die Stecke selber war härter als angenommen. Im Vorfeld haben viele gesagt "viel schneller als Greifensee". Selber würde ich das nicht unterschreiben. Schon auf den ersten Kilometer durch La Tour-de-Peilz und dem See entlang geht es immer wieder Aufwärts. Die Steigungen lassen sich zwar zügig laufen, aber weil es immer rauf geht, kriegt man dafür den Puls nicht mehr runter. Deshalb hat mich die selbst gestoppte 10km-Zwischenzeit von 34:09 Minuten überrascht. So schnell bin ich in diesem Jahr nicht mal an Rennen nur über diese Distanz gelaufen.
Weil es einen spürbaren Gegenwind gab, hatte ich mich entschieden einer Gruppe anzuhängen, die mir eigentlich etwas zu schnell war. Als dann Einer bei Km15 das Tempo anzog musste ich die Gruppe ziehen lassen und alleine laufen, bis ich eben diesen Schnaufer einholte.
Nach der Verletzungspause war es super, dass ich wieder problemlos laufen konnte. Klar nach dem Rennen tun alle Knochen weh, aber so, dass ich nach ein paar Tage wieder erholt sein werde. Also keine Probleme. Unterwegs war es doch ein bisschen sonderbar: Nur auf jeden zweiten Schritt atmend hätte es von der Puste her auch was schneller sein können. Limitierend waren die Beine, es fehlt einfach noch die Kraft um über diese Dauer im Renntempo zu laufen. Die Trainingswerte hatten es ja schon angedeutet.
Wegen der dauernd, leicht zur einen Seite abfallenden Strasse, macht ich mir während dem Rennen doch etwas Sorgen wegen dem abzeichnenden Muskelziehen bei meinen Problemstellen. Um die einseitige Belastung auch mal auf die andere Beinseite zu wechseln, musste ich immer wieder die etwas ebeneren Stellen auf der Strasse suchen und konnte nicht immer ganz der Ideallinie folgen.
Die gelaufenen 1:14:17 sind trotz allem meine neu PB über die Halbmarathon-Distanz. Das freut mich ganz besonders, weil die Vorbereitungszeit nach der Verletzungspause doch zu kurz war, um voll auf Touren zu kommen.
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Bremgartenlauf (23.10.2011)
Das erste Rennen nach einer Verletzungspause ist immer etwas Spezielles. Geht es wieder? Bin ich langsamer geworden? Oder habe ich einen Rückfall und muss wieder pausieren? (An noch schlimmere Dinge denkt man nicht :-) ) Nichts von all dem. Am Bremgartenlauf ist alles gut gegangen. Klar bin ich nicht an die Leistungsgrenze gegangen und habe versucht, die Belastung möglichst gering zu halten. Weil ich auch noch etwas taktisch laufen musste, ist deshalb die erzielte Endzeit nicht gerade berauschend. (Wieder einmal) eine halbe Minute langsamer, als an meiner letzten Teilnahme in Bremgarten. Es ist schon komisch, bereits vor dem Rennen habe ich mich auf eine "Nicht-Top-Zeit" eingestellt und konnte mich auch während dem Rennen sehr gut an diese Vorgabe halten. Wenn man am Abend die Resultate auf dem Papier vergleicht, kommen halt doch enttäuschte Gefühle hoch.
Zufrieden war ich mit meiner Renntaktik: Gleich nach dem Start ist der spätere Sieger - Housi Reichenbach - los gezogen. Das es keinen Sinn macht, ihm zu folgen, wusste ich, da wir oft zusammen trainiere. Er ist einfach schneller. So habe ich mich in die Verfolgergruppe eingereiht und erst nach der steilsten Passage vorneweg das Tempo erhöht. Zwei der Gruppe liesen sich nicht so leicht abschütteln. Erst auf den letzten Kilometer war gelungen, die beiden noch etwas zu distanzieren. Gereicht hat es für den 2. Rang hinter Housi und Erster meiner Alterskategorie.
Vorbereitung auf Lausanne
Diese Woche steht das Tapering auf dem Programm. Mit reduziertem Training versuche ich, die aufgebaute Form zu erhalten und mich noch möglichst optimal zu regenerieren (Den Hüftmuskel spüre ich noch ein bisschen). Gefühlsmässig sollte ich die 21km aber durchstehen. Ob dies so ist und ob ich auch das Rennentempo halten kann, wir sich halt erst am Sonntag zeigen. Jedenfalls die Wetterprognosen für Sonntag sind perfekt.
Zufrieden war ich mit meiner Renntaktik: Gleich nach dem Start ist der spätere Sieger - Housi Reichenbach - los gezogen. Das es keinen Sinn macht, ihm zu folgen, wusste ich, da wir oft zusammen trainiere. Er ist einfach schneller. So habe ich mich in die Verfolgergruppe eingereiht und erst nach der steilsten Passage vorneweg das Tempo erhöht. Zwei der Gruppe liesen sich nicht so leicht abschütteln. Erst auf den letzten Kilometer war gelungen, die beiden noch etwas zu distanzieren. Gereicht hat es für den 2. Rang hinter Housi und Erster meiner Alterskategorie.
Vorbereitung auf Lausanne
Diese Woche steht das Tapering auf dem Programm. Mit reduziertem Training versuche ich, die aufgebaute Form zu erhalten und mich noch möglichst optimal zu regenerieren (Den Hüftmuskel spüre ich noch ein bisschen). Gefühlsmässig sollte ich die 21km aber durchstehen. Ob dies so ist und ob ich auch das Rennentempo halten kann, wir sich halt erst am Sonntag zeigen. Jedenfalls die Wetterprognosen für Sonntag sind perfekt.
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